Hallo,
Ende November wurde unser Fertighaus (Holzständer-Bauweise) aufgestellt.
Vor ca. 2-3 Wochen wurde im Keller, EG und OG Estrich verlegt (Schnellbinder mit ca. 2 Wochen Trocknungszeit).
Während der Estrich-Trocknunggszeit haben wir das EG, OG und den Keller gelüftet, indem wir die FEnster gekippt hatten. Außerdem hatten wir die Heizungkörper auf 1 stehen.
Gestern musste ich feststellen, dass auf unserem Spitzboden die Dämmung (Dämmwolle) z.T. feucht bzw. nass ist, aber nur oberflächlich. Es betrifft auch nicht die komplette Dämmung (die befindet sich übrigens nicht in der Dachschräge sondern in der OG-Decke) sondern im Wesentlichen die Bereiche um die Einschubtreppe bzw. um den mit Holzplanken ausgelegten Weg. Vor allem unter diesen Holzplanken ist es richtig nass.
Voran liegt das? Im Rest vom Haus gibt es keine Probleme mit der Feuchtigkeit.
Die Dampfsperre ist ordnungsgemäß verlegt, das haben wir sogar durch eine Bausachverständige prüfen lassen. Die Dämmung war auch mal trocken, wurde also nicht bereits feucht ausgelegt.
Was kann man jetzt tun - außer die Dämmung auszutauschen? Einen Bautrockner aufstellen?
Oder ist das sogar normal?
Haben das kleine Dachflächenfenster auf dem Spitzboden auch geöffnet.
Danke im Voraus und Grüße
Thorsten
Hallo !
Ich kann dazu nicht allzuviel sagen, bin kein Baufachmann.
Vermutung:
Es steigt immer noch feucht-warme Luft aus dem Kellerbeton / Estrich auf.
Die Luft steigt nach oben, und kondensiert an den kältesten Stellen aus. Daher die Feuchtigkeit in der Nähe des Treppenaufganges, wo die feucht-warme Luft am kalten Material vorbeiströmt.
Vorschlag:
Den Luftzug dorthin möglichst verhindern, Tür zu, oder mit Folie abkleben oder so.
Den von Feuchtigkeit betroffenem Raum mit viel Durchzug trockenlüften.
Dürfte bei den derzeitigen Temp. schnell gehen, in paar Tagen müsste es OK sein.
Das Haus zu heizen bei angekipptem Fenster bringt garnichts.
Dann besser 3 Stunden richtig gut heizen, damit die warme Luft die Feuchtigkeit aufnimmt,
dann eine viertel Stunde alle Fenster voll auf.
Und immer so weiter.
Nur so bringt man das Wasser raus.
Früher wurde ein Haus immer im Herbst gebaut,
dann hat man die Fenster notdürftig zugehängt, und das über den Winter richtig "ausfrieren " lassen.
So hatte man dann im Frühjahr einen völlig trockenen Rohbau, hat dann den Innenausbau gemacht, und so im Juni konnte man in ein völlig trockenes und schimmelfreies Haus einziehen.
Das wird heutzutage gern als „Quatsch aus längst vergangenen Zeiten“
verspottet, „weil wir ja nun moderne Baustoffe haben“. Ist aber nicht so.
Letztendlich zählt aber, was am Ende hinten rauskommt.
Also oft S… (Schimmel, könnt ja nachzählen 
Grüße, Steffen!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]