Schimmel im Schlafzimmer - Wer zahlt?

Guten Tag,

wir haben Schimmel im Schlafzimmer in einem Mehrfamilienhaus, welches 2 Jahre alt ist. Wir lüften und heizen regelmäßig. So, wie es in einer Lüft- und Heizanleitung unseres Vermieters zw. Heizungsanlagenfirma empfohlen wir. Und trotzdem haben wir in unserem Schlafzimmer Schimmel an den Wänden entdeckt. Verschiedene Kleider IM Kleiderschrank sind nur noch für die Kleidersammlung, da die Kleider vom Schimmer durchtränkt sind. Man riecht den Schimmel, sobald man das Zimmer betritt. Wir haben einen Techniker unseres Vermieters gebeten, sich unser Schlafzimmer anzusehen. Dies geschah in Begleitung eines Mitarbeiters einer Ingenieurgesaellschaft für Bauphysik. Das Ergebnis dieses Besuches war: Wir müssen mehr lüften und die verschimmelten Sachen müssen weggeworfen werden oder mit einem Entferner auf Sauerstoffbasis behandelt werden. Wer bezahlt das denn? Muss ich mir privat auch einen Ingenier nochmal bestellen, der evtl oder mit Sicherheit ein anderes Urteil abgibt? Wir wissen, dass wir richtig lüften und dass der Schaden nicht an uns liegt. Was können wir tun?

Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.

MfG

Benne

Was heißt richtig lüften???
Der Ansatz ist richtig. Es ist aber wie beim Arzt, 5 Ärzte und 5 Diagnosen.
Bei Bestellung darauf prüfen ob er vom Verband der Hausbesitzer o.ä. kommt, will damit sagen, das man neutralen suchen sollte.
Zum richtigen Lüften:
Unser Schlafzimmer: Dachgeschoß, Tür gegenüber Fenster. Links Wand mit Schrank.
Dann Fenster, ca 30 cm Wand, dann kommt nächste Wand, die aber schräg ist.
Dort war noch nie Schimmel.
Neues KU-Fenster mit Rollokasten nach innen. Nun gab es zwischen Rollokasten und Dachaußenschräge Schimmel an der Decke.
Haben auch gedacht: Wir lüften richtig.
Nichts half, außer Nachdenken. Dies ergab, das bei geöffnetem Fenster und / oder Tür in diesem Bereich kein Luftzug vorbeistreichen kann. Was tun?
Ich habe in meinem stabilen selbstgebauten dichten Rollokasten kleine Löcher zu dieser Seite im Deckenbereich gebohrt.
Richtig ist, das es jetzt nicht mehr so gut isoliert ist. Es gibt dort jetzt eine Dauerlüftung.
Das ganze war aber Richtig vermutet. Der Schimmel baute sich ab, die Decke ist wieder weis.
Kann es sein, das die Luft trotz geöffneten Fenster nicht überall vorbeikommt??
Oder sind die Wände nicht richtig isoliert>> ist wirklich etwas für den Fachmann!!, da man ja Mieter ist.
Vielleicht hilft es etwas weiter.
Viel Mut, Kampfgeist, und Sachlickeit kann weiterhelfen.
Walter

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Hallo,

wo schimmelt es denn genau? Vielleicht hinter dem Kleiderschrank? An Innen- oder Außenwänden? Macht Ihr irgendwas im Schlafzimmer, was man da eigentlich nicht macht, also z.B. Wäsche trocknen, Blumen züchten usw.? Wie und wann wird das Zimmer geheizt?

Olaf

Hallo!

Wir müssen mehr lüften

Was anderes wird Euch wohl nicht übrigbleiben.
Ich frage mich immer, warum die Schlafzimer eigentlich beheizt werden.
Bei mir gibt es das nicht, höchstens wenn es mal 15° minus ist.
Und das Schlafzimmerfenster ist auch immer auf, Tag und Nacht, wenn nicht gerade ein Unwetter ist.
Dadurch habe ich ein supertrockenes Sachlafzimmer, spare die Heizkosten,
und kann bei frischer, kalter Luft auch besser schlafen.

Ich möchte behaupten, dass vor hundert Jahren niemand einen Ofen oder Heizung im Schlafzimmer hatte. Und das ging auch,
ist meiner Meinung sogar gesünder als mit Heizung.
(Ich persönlich hab das Schlafzimmer auch absichtlich dort platziert,
wo am wenigsten Sonne hinkommt, damit es im Sommer möglichst kalt bleibt)

Denk mal darüber nach…

Grüße, Steffen!

Hallo,

da leidige Thema - Schimmel und Lüften.

  1. Wie dicht steht Euer Schrank an der Wand. Es sollten immer mind. 6 cm bis zu Wand frei sein.

  2. Trocknet Ihr Wäsche in der Wohnung / Schlafzimmer

  3. Ist Euer Fenster in den Ecken / Rundherum Beschlagen - das könnte Bedeuten das hier schlechte Fenster eingebaut sind. Es gibt Kältebrücken.

  4. Mind. 3 - 4 mal pro Tag ca 5 Min sturzlüften. Besonders wichtig morgens und abends - Grund - wir Atmen und geben somit auch Feuchtigkeit ab.

  5. Auch das Schlafzimmer sollte beheizt werden (zum Schlafen kann man den Heizkörper ja ausstellen). Grund - Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Wenn man das Schlafzimmer nicht beheizt, dann kühlen die Wände aus und dort schlägt sich dann die Feuchtigkeit nieder - Schimmel droht

  6. Baumarktentfeuchter können auch helfen das die Luftfeuchtigkeit sinkt.

  7. sich einen Hygrometer besorgen und die Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum messen - das könnte helfen wenn man Lüftet und es gibt doch Schimmel - mehr als Lüften kann man nicht.

  8. Sich eine RS und mit Wohnungs-RS zulegen - in den Mieterbund eintreten - Miete kürzen. Denn Schimmelbildung liegt nicht immer am angeblichen zu wenig lüften - sonder sehr häufig an Baumängeln bzw. Kältebrücken.

  9. Die schon geschimmelten Stellen umgehend behandeln und die Kleider wegschmeisen - Schimmel gefährdet die Gesundheit.

Gude Tamrat

Hallo,

Ich frage mich immer, warum die Schlafzimer eigentlich beheizt
werden.

weil Möbel, Wände, Bettzeug usw. warm sein sollen.

und kann bei frischer, kalter Luft auch besser schlafen.

Ja, die Luft soll auch frisch, kühl und trocken sein. Wenn aber Möbel, Bettzeug usw. auch kalt sind, kondensiert dort möglicherweise die Atemluft und erzeugt Schimmel.

Ich möchte behaupten, dass vor hundert Jahren niemand einen
Ofen oder Heizung im Schlafzimmer hatte. Und das ging auch,
ist meiner Meinung sogar gesünder als mit Heizung.

Da gabs wohl auch jede Menge mehr Krankheiten.

Wie gesagt, die Kunst ist, die Gegenstände warm zu bekommen und nicht die Luft. Weswegen Heizlüfter schon mal sehr ungeeignet sind. Der schlimmste Fehler ist aber, kurz vor dem Schlafengehen mal die Tür zum kalten Schlafzimmer aufzumachen und die warme Luft der restlichen Wohnung reinzulassen, damit es ein bisschen „überschlagen“ ist. Am besten noch die feuchtwarme Luft aus Küche oder Bad, wo man gerade geduscht hat.

Der Oma-Spruch „kalt schlafen ist gesund“ ist wohl durch nichts bewiesen, wobei auch gar nicht klar ist, wie er überhaupt gemeint ist.

Gute Nacht.
Olaf