Hallo, habe diesen Artikel schon mal an einige Experten geschickt,
?
wir sind dabei unser Haus zu sanieren. Haben inzwischen neue Fenster bekommen und sind erschüttert über die Qualität des Einbaus. Wir wollten diese ursprüglich EnEv_konfom einbauen lassen. Stellten aber schnell fest das das wohl nur für Neubauten gilt und für Altbauten nicht bezahlbar ist oder nicht gewollt wird. Wir haben die Erfahrung gemacht Sanierungen sind abeiten 2. Klasse. Mit anderen Worten unsere Fenster (mit Rolloführung)wurden legilich ausgeschäumt, verschraubt und außen mit Illmodband abgedichtet (ist ok), das ist die Theorie die Praxis sieht so aus.
Wir haben ein einschaliges Mauerwerk mit Klinkerbett und Klinker. Das Fenster wurde mit einen Abstand von 1 bis 3 Zentimenter an die Klinker eingebaut, abgedichtet durch das Illmodband (rechts und links). Sofern hier „keine“ Klinker weggeplatzt sind sieht es sauber aus. Ansonsten, was für ein Sinn gibt dieses Band wenn die Klinker weggebrochen wurden, dass Band quillt heraus oder es ist zu kurz?
Hinter diesem Illmodband ist nun ein Hohlraum den ich nur zum Teil einsehen kann, der aber mindestens so groß ist wie die gesamte Rolladenführung. Von oben durch den Rollokasten passt ab und zu die Hand hinein. Meiner Meinung nach muß auch hier ausgeschäumt werden, so wenigstens interpretiere ich die Infos auf der Webseite bei Illbruck und im RWE Handbuch.
Die eigentliche Ausschäumung ist unregelmäßig, sie reicht von Rahmnbreite bis auf einen oder zwei Zentimeter des Rahmens. Das Fenster wurde so eingebaut das die Putzkante immer an einer oder beiden Seiten innerhalb der Rahmenbreite verschwindet( alte Fenster waren schmaler), so ist an dieser Stelle der Spalt sehr schmal(geringe Ausschäumung).
Alte Fensteranker wurden umgeschlagen sind teilweise sichtbar und ragen sogar aus dem Spalt heraus. Eine Verdübelung wurde nicht durchgeführt sondern nur eine Verschraubung mit angeblichen Spezialschrauben, habe ich noch nie von gehört? Schrauben im Mauerwerk?? gibt es die? Nur ein Fenster steht mit der Fensteranschlußleiste auf dem „Mauerwerk“ auf, der Rest ist Schaum… Fensterbrett! Ein Kapital für sich. Wir hatten einen Fensterbettträger der sowohl die Innenfensterbankaufnahme als auch die Außenfensterbanken (mit Kupfer umhüllt) beinhaltete. Also der direkte Wärmeaustausch von Innen nach Außen. Auf anraten sollten „wir“ diese von außen trennen und nur leicht verputzen zum unteren Mauerwerk. Eine gegossene Betonplatte mit Stahl mußten wir trennen. Nie wieder!!! Und was haben wir dabei bekommen die neuen Alufensterbänke wurden wenn überhaupt nur zum Teil ausgeschäumt und erst recht nicht beigeputzt oder mit Illmodbanden versehen. Aussparrungen der alten Fensterbank „nicht unsere Sache, es soll doch angeblich gedämmt werden“ Mit anderen Worten eine Baustelle draußen!
Die Baustelle Balkon oder Terasse kann man garnicht hier beschreiben. Nur zwei Dinge, die Balkontür wurde auf die Viertelleisten des Parketts gesetzt und mindestens 3 bis 4 cm auf dem Parkett abgedichtet.„Ist so normal“. Die Rolloführung reicht bis auf die Betondecke des Balkons, wie bitte bekommt man das dicht.
Nun die Rollo’s haben wir noch nicht, aber sicher gibt es auch hier einige Maaße die nicht stimmen können.–Mal gespannt.
Meine Frage wie seht Ihr die Sache, ist dieser Einbau fachgerecht durchgeführt worden? Vielen Dank im voraus und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Bin zwar kein Festerbauer oder Schreiner aber soweit mir bekannt ist werden in der heutigen Zeit Fenster wenn möglich und vermeidbar nicht mehr ausgeschäumt, bzw. es müssen zusätzliche Abdichtmaßnahmen ergriffen werden die die Hohlräume lückenlos ausfüllen.
Bei Neubauten die EnEVkonform sind, werden die Fenster soagr in die Dämmung eingelassen. Das soll die Wärmeverluste reduzieren und verhindert Wärmebrücken.
Würde mal eventuell einen Gutachter oder Sachverständigen (Architekt z.B.) mal zu Rate ziehen.
Kann das aus der Ferne schlecht beurteilen, aber so doll hört sich das ganze nicht an.
Wünsche trotzdem einen guten Rutsch und ein ärgerfreies Jahr
Gruß
Nelsont
Aussparrungen der alten Fensterbank „nicht unsere Sache, es soll
doch angeblich gedämmt werden“
Wessen Sache bestimmte Arbeiten sind und wie diese Arbeiten im Detail auszuführen sind, muß im Auftrag stehen. Die auftragsgemäße Ausführung muß überwacht werden.
Du schreibst etwas von einschaligem Mauerwerk mit Klinkerverblendung. Oder hab ich das falsch verstanden? Jedenfalls macht es nur wenig Sinn, in eine mäßig isolierte Außenhülle feinstens isolierende Fenster einzubauen. Es macht auch nur wenig Sinn, auf luftdichte Anschlußfugen zu achten, wenn der ganze Rest des Hauses aus der früher üblichen zugigen Konstruktion besteht. Trotzdem können natürlich Einzelmaßnahmen gemäß EnEV auch in einem älteren Gebäude Sinn machen, wenn die Einzelmaßnahmen Teil eines Gesamtkonzepts sind, das abschnittsweise umgesetzt wird, um am Ende mit dem alten Gebäude Niedrigenergiestandard zu erreichen. Dabei ist aber z. B. die später folgende Isolierung der Außenhaut bei der Montageebene neuer Fenster zu berücksichtigen. Damit das Gesamtkonzept funktioniert, darf man keinen Handwerker nach Gutdünken vor sich hin murksen lassen. Etwa im Fall der Fenster muß es klare Ansagen geben, in welcher Montageebene und auf welche Weise der Einbau stattzufinden hat. Dabei halte ich es für sinnvoll, daß ein Architekt oder Bauingenieur die Maßnahmen plant, die Aufträge vergibt und die Ausführung überwacht.
Meine Frage wie seht Ihr die Sache, ist dieser Einbau
fachgerecht durchgeführt worden?
Aus der Ferne läßt sich dazu nichts sagen. Solche Fälle riechen nach unerquicklichen Auseinandersetzungen, wobei der Keim für Ärger und fragwürdige Ausführung zumeist schon mit der Auftragsvergabe gelegt wird. Ohne das oben erwähnte Gesamtkonzept und ohne solide Fachkenntnisse halte ich es für unmöglich, Bauaufträge mit vorher feststehendem Ergebnis zu vergeben. Wer nicht vom Fach ist, wird nicht einmal vergleichbare Angebote auf den Tisch bekommen.
Wenn Du ein Gebäude im Sinn der EnEV sanieren möchtest, bist Du entweder selbst vom Fach oder Du läßt das Vorhaben von einem Architekten begleiten oder es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit viel Geld verbaut, ohne das angestrebte Ziel zu erreichen.
Lt. Vika bist Du beruflich im Bereich Flugzeugbau/Kfz tätig. Was mag wohl dabei herauskommen, wenn man eine Tante Ju oder eine wunderschöne DS restaurieren will und ohne eigene fundierte Sachkenntnis verschiedene Gewerke ohne Gesamtkonzept und ohne laufende Bauüberwachung nach Lust und Laune vor sich hin wursteln läßt? Dabei kommt vorhersehbar nur Müll heraus. Wenn man Müll vermeiden will, reicht es nicht, sich nur das Ergebnis anzusehen. Dann wäre es schon zu spät. Deshalb muß man bei Qualitätssicherung 1.) klar ansagen, was man haben will und 2) die Ausführung laufend überwachen und jede Abweichung schon bei ihrer Entstehung verhindern. Das gilt in genau gleicher Weise bei der Sanierung eines Hauses.
Allerdings bin ich auch der Meinung, das man durchaus nur ein Segment der Gesamtarbeit kennen oder beherrschen muß um gute Arbeit abzuliefern (Fensterbau). Wo kommen wir hin wenn das nächste Gewerk noch Altlasten vom vorherigen erledigt werden muß. Oder anderes der Kunde jede Arbeit überprüfen muß,—dann doch auch den Architekten?(schon gehört).–oder fährst Du zum TÜV wenn dein Auto in der Werkstatt war.
Dann brauche ich keine „Fachleute“ wenn ich dieses Wissen habe, überspitzt aber wahr und immer öfters gehört.
In meinen beruflichen Bereich fordert der Kunde über jeden Schritt der Entwicklung rechenschaft und Nachweise aber wo führt das hin im Handwerk…Wahnsinn.
Wo bleibt der Handwerker…stolz?
Zum Problem
Man kann nicht alles schreiben das währe sicher nicht im Sinne der Sache hier, was vorher, während und nachher geschehen ist.
Vom Auftrag her wurde eine Dämmung in den Fenstermaßen und im Fensterbrett berücksichtigt. Die eigentliche Dämmung soll erst später stattfinden und bis auf diese Einschränkung (Maße)sollte sie keinen Einfluß auf den Fenstereinbau haben. Den Monteuren wurde das auch am Montagetag nochmals mitgeteilt.
Allerdings bin ich auch der Meinung, das man durchaus nur ein Segment der Gesamtarbeit kennen oder :beherrschen muß um gute Arbeit abzuliefern (Fensterbau).
Es muß jemanden geben, der den Überblick über alle beteiligten Gewerke besitzt. Im Falle einer Sanierung nach EnEV reicht es nicht, einfach nur neue Fenster einzubauen. Das Fenster wirkt mit einer nachträglich montierten Isolation zusammen und deshalb muß es jemanden geben, der gewerkübergreifend vorher plant und die Ausführung koordiniert und überwacht. Wenn die Arbeit verschiedener Gewerke ein sinnvolles Ganzes ergeben soll, darf man kein Gewerk nach Gutdünken arbeiten lassen. Jedes Gewerk braucht eindeutige Vorgaben und bei Fenstern reicht es nicht, sich nur zwischen z. B. Holz und Kunststoff zu entscheiden. In Bauweise und Verglasung gibt es ganze Welten an Unterschieden. Nichts davon kann man ins Belieben des Handwerkers stellen.
Wo kommen wir hin wenn … der Kunde jede Arbeit überprüfen muß …
Das soll hoffentlich ein Witz sein. Arbeit ohne qualitätssichernde Maßnahmen und abschließende Qualitätskontrolle sollte es nirgends geben. Im gewöhnlichen Geschäftsverkehr gehört die Kontrolle angelieferter Waren durch den Kaufmann (oder eine beauftragte sachkundige Person) zu dessen Pflichten. Die Fabrikation beliebiger Waren ist ohne Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle nur in Hinterhofbutzen denkbar, ansonsten nicht. Wenn Du für einen öffentlichen Auftraggeber oder für ein Unternehmen eine Arbeit erledigst, ist die sachkundige Abnahme des Arbeitsergebnisses eine Selbstverständlichkeit. Bei umfangreicheren Baumaßnahmen springt ein Architekt oder Bauingenieur ununterbrochen auf der Baustelle herum, u. a. um Murks schon im Ansatz zu erkennen und abzustellen. Bei umfangreicheren Fertigungsaufträgen hat man als Auftragnehmer entweder dauernd eine Bauaufsicht des Kunden im Haus oder wenigstens sporadische Kontrollen. Nur manche Privatleute glauben, als blutige Laien vage umrissene Aufträge vergeben und auf Qualitätskontrolle verzichten zu können. Ein teurer Irrtum.
Die Qualität einer Arbeit kann nur nach der Arbeit
stattfinden!
Fein! Dann hole ich Dich nächstens, wenn es darum geht, ob beim neu erstellten Haus die Feuchtigkeitssperre unter der Sohle lückenlos ist. Ich sag Dir auch Bescheid, wenn ich wissen will, ob die Dampfsperren beim fix und fertig gebauten Haus richtig installiert wurden. Bei der Gelegenheit verrätst Du mir dann auch, ob der Bodenbelag unter den Sockelleisten irgendwo die Wände berührt und ob im Estrich unter dem Bodenbelag die Dehnungsfugen an den richtigen Stellen eingebaut wurden. Weil vom angelieferten Beton keine Probe gezogen wurde, erzählst Du mir außerdem, ob die fertige Decke die gewünschte Tragfähigkeit hat. Nebenbei sagst Du mir noch, ob die Abwasserrohre 2 m unter dem Rasen sauber und mit dem richtigen Gefälle verlegt wurden.
Am fertigen Produkt bemerkt man Baufehler und Pfusch erst, nachdem sich der Schaden bemerkbar macht, wobei es Schäden gibt, die irreparabel sind. Sinn qualitätssichernder Maßnahmen ist, Fehler und Pfusch von vornherein zu vermeiden. Dafür reicht eine Momentaufnahme des fertigen Produkts nicht. Die qualitätssichernden Maßnahmen müssen den gesamten Bau begleiten. Das gilt immer, ganz egal, ob man ein Haus, ein Auto oder ein Flugzeug baut. Diese Erkenntnis ist überall in Industrie und Gewerbe eine Selbstverständlichkeit.