Hallo,
frohes neues Jahr nachträglich erstmal!. Nun mein Problem: Habe im Schlafzimmer einen mormalen Radiowecker mit Digitaluhr von der (Billig?)Marke „Tevion“. Dieser ist mit der Nachttischlampe an einer 3er Steckdose angeschlossen. Wenn ich die Nachttischlampe anschalte löscht sich sehr oft die Uhrenanzeige und ein paar Zeichen sind nur noch auf der Anzeige zu lesen. Es ist dann wohl so, als wenn man das Radio aus der Steckdose rausgezogen und wieder angesteckt hat. Eine anderere 3er Steckdose hatte auch keine Abhilfe bringen können. Vielleicht habt ihr noch eine Idee? Will jetzt nicht unbedingt 'ne neue Lampe oder Radio kaufen…
Hallo,
(Billig?)Marke „Tevion“.
das ist genau das Problem: das Ding hält sich nicht an die einschlägigen Vorschriften. Beim Einschalten der Lampe fließt ein relativ hoher Strom, dieser verursacht einen Spannungseinbruch auf der Netzleitung und dies wiederum nimmt die Uhr übel.
Möglichkeiten zur Behebung:
- die Lampe oder die Uhr an eine andere Steckdose anschließen.
- die Lampe oder die Uhr durch andere Geräte ersetzen
- die Birne in der Uhr durch ein Exemplar mit geringerer Leistung ersetzen
- den Schalter in der Lampe durch einen Dimmer ersetzen. Aber Achtung: das geht nicht, wenn es eine Halogenlampe ist. Dafür braucht man einen speziellen Dimmer.
- durch einen Elektriker die Verdrahtung der Steckdose prüfen lassen. Eigentlich sollte der Spannungsabfall gar nicht so groß sein, wie er offensichtlich ist.
Gruß
loderunner
Hallo,
tritt das Phänomen erst jetzt auf oder war das schon immer so?
Geht denn das Radio wenn die Lampe eingeschaltet ist?
Gruss Sebastian
Hi,
das müsste dann aber eine Nachttischlampe mit 2KW sein .
Ehrlich, bei angenommenen 25-40W dürfte nicht gleich das Netz zusammenbrechen.
Wenn er dann noch das Radio einschaltet müsste ja schon die Sicherung ansprechen 
Es gibt auch Uhren die Ihre Anzeige dem Umgebungslicht anpassen.
Da kenne ich es zwar nur umgekehrt, je heller das Umgebungslicht umso heller auch die Anzeige, aber bei Tevion…
Gruss Sebastian
Hallo Sebastian,
das müsste dann aber eine Nachttischlampe mit 2KW sein
.
Ehrlich, bei angenommenen 25-40W dürfte nicht gleich das Netz
zusammenbrechen.
Naja, der Einschaltstrom liegt etwa beim 10 bis 15 fachen.
Wenn jetzt noch eine lose Klemme im der Verdrahtung hinzu kommt kann das reichen … Manchmal sind auch die Kontakte in einer Steckdose verbrannt was auch zu erhöhten Übergangswiderständen führen kann.
Deshalb ja auch der Rat, die Steckdose von einem Fachmann begutachten zu lassen.
Ich habe auch schon selber lose Klemmen in Abzweigdosen gefunden. Nach Jahrzehnten kann sich da schon mal eine Schraube lockern.
MfG Peter(TOO)
Hallo Peter,
mich irritierte nur das Lampe und Wecker an einer Zuleitung hängen.
Demnach müsste dann ja auch die Lampe flackern da sie eine grössere Last als der Wecker darstellt.
Selbst bei der 15-fachen Last beim Einschalten geht die Last ja beim Betrieb auf den Wert der Lampe zurück. Demnach müsste sich die Anzeige nur beim Einschalten der Lampe eigentümlich verhalten.
Klar, Steckdose überprüfen ist dann das erste. Lockere Verbindungen können viel Ärger bereiten.
Gruss Sebastian
Hallo Sebastian,
Demnach müsste dann ja auch die Lampe flackern da sie eine
grössere Last als der Wecker darstellt.
Selbst bei der 15-fachen Last beim Einschalten geht die Last
ja beim Betrieb auf den Wert der Lampe zurück. Demnach müsste
sich die Anzeige nur beim Einschalten der Lampe eigentümlich
verhalten.
Nein, wenn das Netzteil der Uhr schlecht gefiltert ist, genügt ein Spannungseinbruch um die ganzen FlipFlops zurcheinander zu würfeln. Wenn danach kein Reset erzeugt wird, ist die ganze Schaltung in einem undefinierten Zustand.
Die STörung kann auch ausgelöst werden, wenn der Schalter etwas funkt, dann entstehen hochfrequente Störungen, welche die Elektronik auch zum spinnen bringen.
Je nachdem wie als die Uhr ist, kann auch ein Elko an Kapazität verloren haben.
Wobei ja beschrieben wird, dass sich die Uhr verhält wie wenn sie aus- und wieder eingesteckt wurde.
MfG Peter(TOO)
Also erstmal DANKE!!! an alle, die sich mit dem Thema befasst haben. Die Lampe selber flackert nicht, nur die Uhrenanzeige am Radiowecker verstellt sich beim einschalten der speraten Nachttischlampe. Radio und Lampe sind in einer 3er-Steckleiste (fast wie neu, da nie gebraucht) eingestöpselt. Habe mal einen Bekannten gefragt, der beruflich einen Elektriker kennt und dieser kommt mal demnächst vorbei und will ishc die Sache mal anschauen.
Hi Peter,
hmm. Wenn alle Geräte so empfindlich reagieren würden dürfte aber bald keines mehr funktionieren.
Ein Gerät was auf geringste Spannungseinbrüche derart reagiert ist von A-Z eine Fehlkonstruktion. Naja, Tevion…
Was macht denn der Wecker bei kurzzeitiger Überspannung?
Explodiert das Ding auf dem Nachttisch?
Gruss Sebastian
Hallo,
in einem halbwegs reellen Trödelladen bekommst Du einen Markenradiowecker für wenige Euros - die Teile kauft kaum noch einer und die Händler sind froh über jeden Interessenten. Natürlich im Laden testen.
Gruß, Anne
Hallo Sebastian,
hmm. Wenn alle Geräte so empfindlich reagieren würden dürfte
aber bald keines mehr funktionieren.
Ein Gerät was auf geringste Spannungseinbrüche derart reagiert
ist von A-Z eine Fehlkonstruktion. Naja, Tevion…
In dieser Richtung liegt ja das Problem …
Was macht denn der Wecker bei kurzzeitiger Überspannung?
Explodiert das Ding auf dem Nachttisch?
Nein.
Technisch bestehen auch keine Probleme, welche nicht gelöst werden können, wenns aber billig sein soll, wird da halt schon mal auf einiges verzichtet um ein paar Cent zu sparen…
Grundsätzlich sind zwei Dinge zu beachten:
-
Der Ladeelko. Er ist ein Zwischenspeicher für die Spannung, da das Ding ja mit Wechselspannung betrieben wird. Der muss im minimum 10ms überbrücken können, damit das Gerät unter normalen Bedingungen funktioniert. Dann dürfen aber keinerlei Spannungseinbrüche im Netz vorkommen. Normalerweise macht man den Elko grösser als nötig, was aber etwas teurer ist …
-
Störspitzen und HF-Burst. Lässt sich eigentlich mit ein paar Kondensatoren, wiederständen und allenfalls Drosseln auch problemlos in den Griff kriegen…
Bei der Uhr kommt noch ein weiterer Punkt hinzu:
3. meist verwendet man die 50Hz als Takt für die Uhr. Hier muss dann auch unbedingt ein gutes 50Hz-Filter verwendet werden, damit Störungen auf dem Netz nicht als Taktimpulse ausgeweretet werden.
Das Problem bei einer Uhr ist, dass hier sequenzielle Logik verwendet wird, d.h. das Verhalten hängt vom augenblicklichen Zustand ab, was bei Zählern normal ist. Hierbei sind Störungen auf der Versorgungsspannung sehr kritisch, da sie auch die Speicher (FlipFlops) durcheinander bringen.
Bei reiner kombinatorischer Logik ist der Zustand nur für die Dauer der Spannungsstörung gestört.
Ein Beispiel für eine rein kombinatorische Logik wäre ein einfacher Dimmer mit mechanischem Potentiometer und eine Leuchte. Hier kannst du den Strom abstellen ohne, dass sich am Schaltzustand etwas ändert.
Bei einem Dimmer mit Berührungssensor ist das dann schon etwas anders. Der hat allerdings eine Resetschaltung, sodass er bei rückkehr der Versurgungsspannung in den Zustand „Ausgeschaltet“ gesetzt wird.
MfG Peter(TOO)
Hallo Peter,
na dann bin ich froh das mein Radiowecker auch nach minutenlanger Stromunterbrechung (keine Back-up Batterie) gleich wieder funktioniert und auch die Uhrzeit richtig anzeigt.
Das hängt vielleicht auch damit zusammen das ich keine No-Name Ware kaufe.
Auch wenn bei allen grossen Markenherstellern heute auch Bauteile aus China und Taiwan drin sind, es stimmt wenigstens das Schaltungsdesign.
Aus den vorgenannten Gründen hat mein Radiowecker sicher mehr als 10,- EUR gekostet, aber wer billig kauft kauft zweimal.
Gruss Sebastian