Wer kann weiterhelfen in Sachen Dampfsperren für den Fußbodenbereich?
Fakt ist, vorhandene Fußbodenplatte von min. 40 cm Stärke, komplett mit WU - Beton. Ist an dieser Stelle noch eine zusätzliche Fußbodendampfsperre nötig oder nur Geldschneiderei?
Hallo!
Geldschneiderei ist das vielleicht schon,
aber beim Fussboden ist das ja relativ einfach zu verlegen.
Die Folie kostet auch nicht viel.
Brauchst Du ja nur einfach reinlegen, und die Kanten mit Klebeband abdichten, und die Ränder mit der speziellen Dichtmasse aus der 310ml- Kartusche.
Mach nur rein das Zeug, mehr als 30 € kostet das Dich nicht für ein Zimmer, wenn Du es selbst machst. Schaden kann es nicht.
Grüße, Steffen!
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Mach nur rein das Zeug, mehr als 30 € kostet das Dich nicht
für ein Zimmer, wenn Du es selbst machst. Schaden kann es
nicht.
Stimmt. Ein zusätzlicher Tipp ist alte Zeitungen unter der Folie zu verlegen.
Gruß,
Robert
Hallo,
Stimmt. Ein zusätzlicher Tipp ist alte Zeitungen unter der
Folie zu verlegen.
Wozu das? Damit es besser schimmelt? Oder damit der Untergrund uneben wird und die Folie reißt?
Gruß
loderunner
Hallo!
Bei einer Plattenstärke von 40cm ist anzunehmen, dass es sich um die Bodenplatte eines Hauses handelt - richtig?
Es handelt sich hierbei also um ein erdberührtes Bauteil, dass von außen nicht zuverlässig gegen Feuchtigkeitseintrag in das Gebäude schützt. Denn auch ein WU-Beton ist nicht automatisch absolut dicht. WU bedeutet wasserundurchlässig. Wasserdampf kann aber trotzdem durchdiffundieren. Darum ist eine Dampfsperre absolut notwendig und nie Geldschneiderei.
Unterbleibt der Einbau einer solchen, ist es nur eine Frage der Zeit bis genügend Wasserdampf zwischen dem weiteren Fußbodenaufbau und der Bodenplatte zu Wasser kondensiert und Schäden anrichtet.
Üblicherweise verwendet man hier eine heißverklebte Bitumen-Schweißbahn. Diese muss durchgängig und mit ausreichend Überlappung an den Stößen miteinander verschweißt werden. Existiert eine Feuchtigkeitssperre zwischen Bodenplatte und aufsitzenden Wänden, muss die Schweißbahn mit dieser verklebt werden. Existiert diese nicht, wie z.B. bei einer weißen Wanne, muss die Schweißbahn umlaufend an den Wänden bis zur Oberkante des fertigen Fußbodens hochgeführt werden.
Neuerdings werden immer häufiger Bitumen-Schweißbahnen mit Aluminium-Einlage verwendet, da diese eine noch höhere Dichtigkeit besitzen. Man mag sich darüber streiten können, ob im praktischen Einsatz ein nennenswerter Unterschied zur herkömmlichen Schweißbahn zu erkennen ist, es ist jedoch im Zweifelsfall kein Fehler, eine aluminiumkaschierte Bahn einzubauen. Die Arbeitsschritte beim Einbau unterscheiden sich nicht. Es ist lediglich mit einem erhöhten Materialpreis zu rechnen.
Grüße
Christian
Danke ersteinmal soweit für die Antwort.
Allerdings ist das Fundament nicht „ganz“ erdberührt.
Der komplette Aufbau ist folgendermaßen:
- Filtervlies
- Kapillarbrechende Kiesschicht von 15cm,verdichtet mit einem
Rüttler und vom Bodengutachter abgenommen - Trennschicht aus PE - Folie
- WU - Beton.
Ist Deine Antwort hierzu noch immer die gleiche?
Grüße
Dietmar
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Hallo Steffen,
Danke für Deinen Rat, aber mit Folie - die Du meinst - läßt sich
mein Estrichleger leider nicht ein.
Für die Gewährleistungspflicht will er die ganz sichere Seite wählen.
Grüße
Dietmar
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Danke ersteinmal soweit für die Antwort.
Allerdings ist das Fundament nicht „ganz“ erdberührt.
Der komplette Aufbau ist folgendermaßen:
- Filtervlies
- Kapillarbrechende Kiesschicht von 15cm,verdichtet mit einem
Rüttler und vom Bodengutachter abgenommen- Trennschicht aus PE - Folie
- WU - Beton.
Ist Deine Antwort hierzu noch immer die gleiche?Grüße
Dietmar
Ja, die Antwort ändert sich nicht.
Den Begriff „erdberührt“ sollte man nicht wörtlich nehmen. Fakt ist, dass der Beton an der Aussenseite nicht ausreichend gegen Wasser geschützt ist. Und da er sich eben nicht über der Geländesohle befindet, gilt er als erdberührt.
Das Filtervlies soll lediglich ein Durchsetzen der Kiesschicht mit Feinanteilen aus dem Boden verhindern, wenn z.B. der Grundwasserspiegel steigt und Wasser von unten in die Kiesschicht drückt.
Die Kiesschicht hat sicher kapillarbrechende Eigenschaften. Aber wie gesagt, wenn Wasser von unten drückt, läuft sie trotzdem voll. Das Wasser ist ja aber nicht das eigentliche Problem, sondern der Wasserdampf. Und der ist eigentlich immer vorhanden.
Die PE-Folie ist eigentlich nur dazu da, den Beton bei der Verarbeitung daran zu hindern in die Kiesschicht einzusickern. Ist der Beton ausgehärtet, hat sie ihre Pflicht erfüllt. Außerdem ist es fast nicht zu vermeiden, dass die Folie bei der Betonage beschädigt wird.
Die sichere Variante ist eben nur die Schweißbahn. Da wirst Du nicht drum rum kommen. Vertraue Deinem Estrichleger. Der weiß, warum er die Gewährleistung verweigert, wenn keine Sperre eingebaut wird.
Allzu teuer dürfte die Sache doch nicht sein. Ein geübter Handwerker schafft einen normal große Bodenplatte durchaus an einem Tag - allein.
Je nach Hausgröße schätze ich mal so zwischen 600-800€.
Grüße
Christian
Hallo Christian,
Danke für Deine ausführliche Antwort.
Ich werde dann wohl ein paar Euro investieren müssen.
Grüße
Dietmar
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