Hallo Otto,
vorab erstmal:
Durchgehend geöffnete Fenster und Heizung an, auch bei Frosteinstellung: Der Wahnsinn schlechthin ! Ihr beheizt die Umwelt ! Kalte Luft sinkt in den tiefer gelegenen Kellerraum, die über den Heizkörper erwärmte Luft steigt über die Fenster nach außen.
in unserem Haus mit 30 Wohnungen gibt es einen
gemeinschaftlichen, unterirdischen Wasch- und Trockenraum. Ein
Teil der Bewohner meint, um in der kalten Jahreszeit die
Wäsche in angemessener Zeit trocknen zu können, müsse die
Heizung an und das Fenster offen sein. Dies führt letztendlich
dazu, dass dieser Zustand Tag und Nacht die ganze Woche über
so ist - also wird unendlich Energie verschwendet, die von der
Gemeinschaft zu bezahlen ist.
Nun haben wir, Beirat und Verwalter das Thermostatventil auf
die niedrigste Stufe, also Frostschutz einstellen lassen.
Richtig, wenn Fenster geschlossen sind, denn sonst könnten auch hier Leitungen bei extrem niedrigen Temperaturen einfrieren.
Jetzt gibt es Leute, die weiterhin das Fenster offen lassen
mit der Folge, dass der Raum auskühlt. Nach meiner Auffassung
kann die nun kühlere Luft weniger Feuchtigkeit der Wäsche
aufnehmen, zumal die Außenluft zur Zeit 70 bis 80 % Feuchte
hat, bei Regen noch mehr.
Lass mal das Thema Feuchtigkeit, Aufnahme von Feuchtigkeit bei bestimmten Raumtemperaturen usw. einfach mal weg. Dies ist für diese Jahreszeit bei eurem Problem irrelevant.
Eine Regelung, die die Bewohner mit eigenen Handlungen
befolgen müssen, ist nicht realisierbar (es gibt halt
Menschen, die vergesslich sind, eigene Auffassungen haben oder
nach dem Wäscheaufhängen längere Zeit außer Haus sind.
Ja, weil keiner verantwortlich ist und die Heizkosten über alle verteilt werden, egal ob jemand vernünftig handelt oder nicht.
Nach meiner Auffasung gibt nur die zwei Möglichkeiten, Heizung
abstellen, wie jetzt oder Fenster abschließen.
Heizung auf Froststellung, Fenster zu.
Du sitzt ja im Beirat, also beschliesst doch einfach „Schlösser“ an den Fenster, Fenster abschliessen und die Türe zum Trockenraum offen lassen.
Kennt jemand vielleicht noch etwas anderes? Ich suche auch
Praxishinweise, insbesondere in Bezug auf richtiges, sinnloses
Verhalten zur Begründung von Maßnahmen.
z.B. kühlen die Wände innenseitig bei geöffneten Fenstern stark ab, insbesondere bei dem derzeitigen regnerischen Wetter kann es zu Kondensatbildung und Schimmel führen. Nasse Wäsche kommt erschwerend hinzu.
Die Bewohner haben immerhin die Alternativen: Wäschetrockner
gegen Bezahlung,
da merkt man täglich, dass es Geld kostet. Für die meisten nicht nachvollziehbar, nicht verständlich.
im Freien mit gemeinschaftlicher Wäschespinne
oder Balkon (selbst bei Frost trocknet Wäsche)
ja, wegen der extrem trockenen Luft.
oder in der
eigenen Wohnung, so wie ich es mit Familie praktiziere (wir
haben tendenziell eher eine zu trockene Wohnung)
Gut, darauf achten, dass sich kein Schimmel bildet, Kondensationstrockner wäre ratsam (bei entsprechendem Aufkommen an Wäsche).
Lass dich nicht unterkriegen, Otto, du hast eine „angeborene“ vernünftige Einstellung.
Ich kann mich noch an den „Gewölbe-Keller“ meiner Großmutter erinnern. Hier wurde Gemüse und Obst das ganze Jahr über gelagert, weil die Temperaturen immer zwischen 8° und 12° C. lagen. Hätte man Wäsche getrocknet, wäre alles verfault. Aber leider wissen dies nicht mehr viele.
Grüße
BW
Und wenn irgendwelche Supergscheiten in der Gemeinschaft blöd rumreden, dann gib mal meine Mailadresse weiter. Die werden wir schon zurechtstutzen.
PS: Da krieg ich wirklich die Krise, wenn ich sowas lese