hallo, heute hat uns der klempnergeselle mal so nebenbei auf der baustelle unseres hausbaus mitgeteilt, dass die fussbodenheizung dass bad nicht warm bekommt, weil zu wenig fläche da ist und wir deshalb noch einen heizkörper brauchen, der dann das ganze bad verschandelt. ich glaube ich spinne. ist das wirklich so? wir haben ein ganz normales bad mit 10 m2, wanne und dusche. geheizt wird mit einer luftwärmepumpe. haben die das denn nicht vorher gewust? und wer bezahlt denn den heizkörper? bin stinksauer.
ich bin kein großer Heimwerker oder Bauherr, das nur zur Warnung.
Deinen Ärger kann ich verstehen.
Aber bevor du dein Bad mit einem Heizkörper verschandelst, denk doch an so ein Badehandtuchgestell, was im Prinzip natürlich auch ein Heizkörper ist, aber gleichzeitig deine Badehandtücher trocknet und nicht so schrecklich aussieht.
Ich denk da an Teile so in der Art: http://images.google.com/images?hl=de&q=Handtuchtroc…
Gruß
Elke
heute hat uns der klempnergeselle mal so nebenbei auf
der baustelle unseres hausbaus mitgeteilt, dass die
fussbodenheizung dass bad nicht warm bekommt, weil zu wenig
fläche da ist…
Berechnet bei Dir der Klempnergeselle den Wärmebedarf?
…und wir deshalb noch einen heizkörper brauchen…
Und der Heizkörper soll mit der Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung betrieben werden oder soll der Heizkörper eine ganze Wand ausfüllen, um mit niedriger Vorlauftemperatur überhaupt etwas zu bewirken?
Es wird jemanden geben, der Deine Heizung dimensionierte und dabei nicht nur über den Daumen peilte. Außerdem gibt es ganz sicher (?) einen Menschen, der die Bauaufsicht macht und der bestimmt einen Blick auf Abstand und Menge der im Bad verlegten Heizrohre warf, bevor die Fachleute aus Kasachstan mit dem Estrich alles gnädig zudeckten.
Ich kann es aus der Ferne nicht beurteilen, halte es aber für möglich, daß bei der Verlegung der Fußbodenheizung gepfuscht wurde, daß es eine Bauaufsicht gar nicht oder nur sporadisch gab und nun drückt sich der Verantwortliche um den Aufwand herum, den Estrich wieder rauszureißen. Darauf solltest Du aber bestehen und einen Heizkörper nicht akzeptieren. Abgesehen davon, daß ein Heizkörper nicht unbedingt zu den konstruktiven Kleinoden gehört, deren Anblick zur Verzückung führt, kann Deine Wärmepumpe mit vernünftigem Leistungsfaktor gar keine Vorlauftemperatur erzeugen, um einen Heizkörper wirksam werden zu lassen. Es sei denn, man baut ein riesiges Ding mit großer Fläche ein. Falls jemand versuchen sollte, die Vorlauftemperatur der Anlage zu erhöhen, um den Betrieb eines Heizkörpers moderater Größe zu ermöglichen, macht er damit den Leistungsfaktor der gesamten Heizungsanlage kaputt und steigert Deine Betriebskosten für alle Ewigkeit. Der so beschissene hinters Licht geführte Bauherr merkt dabei gar nicht, wie er über die Löffel barbiert wird und hält die Betriebskosten für normal.
Wenn ich das so richtig verstanden hab, habt ihr einen Neubau und dieser benötigt nach heutigen Stand der Technik keine 100 Watt/qm!
Wenn es 50-60 Watt/qm sind, ist das wohl mehr als genug. In etwa braucht man dann ca. 600 Watt für den Raum, und das sollte eigentlich kein Problem sein; auch wenn Dusche und Badewanne abgezogen werden.
Vor allem wenn neben dem Bad noch Räume sind die beheizt werden und nicht nur Außenwände.
Würde mich mal interessieren ob für das Gebäude eine Heizlastberechnung DIN EN 12831 gemacht wurde…
Vor allem ist bei der Inbetriebnahme auch ein hydraulischer Abgleich erforderlich, hoffe den bekommen die hin.
Wenn die Problematik nicht von Anfang an erwähnt wurde, soll die Firma ordentliche Alternativmöglichkeiten vorschlagen.
Aber wie schon gesagt wurde, ein Badheizkörper ist auch nicht grad schlecht. Ich persönlich würde auch nicht drauf verzichten. Immer schön vorgewärmte Handtücher wenn man aus der Dusche kommt.
Schönen Abend noch
Gruß
Nelsont
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Guten Morgen tieto,
wir haben auch eine Fußbodenheizung in unserem Bad. Wir haben uns aber bewusst für einen zusätzlichen (Handtuch)-Heizkörper entschieden, damit wir das Bad auch mal kurzfristig schnell warm bekommen. Die Fußbodenheizung braucht nämlich entschieden länger, bis die Wärme durch den Estrich und die Fliesen in das Bad gelangt.
Guten Morgen tieto,
wir haben auch eine Fußbodenheizung in unserem Bad. Wir haben
uns aber bewusst für einen zusätzlichen (Handtuch)-Heizkörper
entschieden, damit wir das Bad auch mal kurzfristig schnell
warm bekommen. Die Fußbodenheizung braucht nämlich entschieden
länger, bis die Wärme durch den Estrich und die Fliesen in das
Bad gelangt.
da kann ich dir nur zustimmen. Üblicherweise wird das Bad morgens und abends gebraucht und dann sind meist höhere Temperaturen gefragt als in der restlichen Wohnung. Wozu soll man es also ständig so warm halten? Und zum schnellen Hochheizen ist die Fußbodenheizung ganz gewiss nicht geeignet. Eher zum Anwärmen des Bodens.
haben die gleiche Voraussetzungen, ebenso mit LWP.
Grundsätzlich ist es schön warm im Bad, aber wenn ich morgens duschen will, will ich es wärmer als 20° haben, will ich so haben.Punkt.
Für die 30 Minuten morgens schon drei stunden vorher die gesamte Heizung im Haus hochzudrehen bzw per Zeitschaltung höher einstellen zu lassen rentiert sich natürlich nicht, will die 24 ° ja nicht im Wohnzimmer…
Wir haben uns einen kleinen Heizlüfter (Leistung weiss ich jetzt leider nicht) einbauen lassen, weils wegen der Dachschräge kaum anders ging, kommen damit aber morgens sehr gut zurecht. Er ist in einer Nische untergebracht und ich glaube kaum, dass mich morgens 10 min Heizlüfter (länger lauft er kaum) wirklich an den Bettelstab bringen.
Komfort kostet immer.
Und wahrscheinlich kann man bei euch jetzt noch problemlos eine Steckdose dorthin legen lassen.
Ein zusätzlicher Heizkörper, der an die normale FBH angeschlossen wäre, wäre m. E. Quatsch.
Allerdings wundert es mich schon, dass da der Geselle erst jetzt drauf kommt…
grüsse dragonkidd
Und zum schnellen
Hochheizen ist die Fußbodenheizung ganz gewiss nicht geeignet.
Eher zum Anwärmen des Bodens.
Eine Fußbodenheizung kann ohne weiteres als alleinige Heizung funktionieren und nicht nur zum Anwärmen des Fußbodens. Richtig ist aber, daß eine Fußbodenheizung für schnelles Hochheizen ungeeignet ist. Ein Heizkörper reagiert deutlich schneller. Dafür braucht man aber bei einem Heizkörper im Handtuchwärmerformat mehr als knapp handwarme Vorlauftemperatur. Genau an dieser Stelle liegt das Problem, denn der Fragesteller hat eine Wärmepumpe. Die kann alles, nur keine hohe Vorlauftemperatur mit wirtschaftlichem Betrieb. Wenn man auch nur an einer einzigen Stelle im Haus von der Wärmepumpe erzeugte 40…50°C braucht, kann das rein technisch je nach Wärmequelle funktionieren, wenn sie wie bei Grundwasser warm genug ist. Mit einer aus der Außenluft betriebenen Wärmepumpe kann das nur funktionieren, wenn draußen deutliche Plusgrade herrschen. Außerdem sinkt bei hoher Vorlauftemperatur der Leistungsfaktor einer Wärmepumpe und die Betriebskosten steigen. Der Leistungsfaktor einer Wärmepumpe ist der Temperaturdifferenz Vorlauftemperatur-Temperatur der Wärmequelle (Außenluft, Erdreich, Grundwasser) direkt proportional. Es gibt überhaupt keinen anderen Weg für den sinnvollen Betrieb einer Wärmepumpe, als die Temperatur der Wärmequelle möglichst hoch und die Vorlauftemperatur möglichst niedrig zu halten. Wenn man schon die ungünstigste aller Wärmequellen verwendet, nämlich die Außenluft, hat man nur noch die Vorlauftemperatur in der Hand.
Aus all dem folgt, daß man mit einer Wärmepumpe tunlichst gar nicht erst versucht, hohe Vorlauftemperatur zu erzeugen. Natürlich kann irgendein Klempner hergehen, einen Heizkörper installieren und hinterher „Geht doch!“ sagen. Was er dabei aber verschweigt (oder vermutlich gar nicht überblickt), ist eine unwirtschaftlich betriebene Wärmepumpe, die dauerhaft hohe Betriebskosten verursacht. Deshalb ist es keine akzeptable Methode, bei einer Heizungsanlage mit Luftwärmepumpe irgendeine Komponente zu verwenden, die mehr als handwarme Vorlauftemperatur braucht.
Auf diesem Gebiet glänzen Teile des Handwerks durch fehlende Kenntnisse der Zusammenhänge. Schon die Verwendung einer Luftwärmepumpe ist so gut wie immer wirtschaftlich grenzwertig und kaum jemals wirklich sinnvoll, weil es kaum eine Chance gibt, im Mittel über einen Leistungsfaktor 3 hinaus zu kommen. Das ist aber erforderlich, weil man andernfalls neben höheren Anschaffungskosten auch noch höhere Betriebskosten gegenüber einer Öl- oder Gasheizung hat und sowohl ökonomisch als auch ökologisch unsinnig handelt.
Hier:„Der Leistungsfaktor einer Wärmepumpe ist der Temperaturdifferenz Vorlauftemperatur-Temperatur der Wärmequelle (Außenluft, Erdreich, Grundwasser) direkt proportional.“ hab ich mich vertan.
Es muß heißen:
Der Leistungsfaktor einer Wärmepumpe ist der Temperaturdifferenz Vorlauftemperatur-Temperatur der Wärmequelle (Außenluft, Erdreich, Grundwasser) umgekehrt proportional.
Oder anders ausgedrückt: Erhöhung der Temperaturdifferenz zwischen Vorlauftemperatur und Temperatur der Wärmequelle verkleinert den Leistungsfaktor der Wärmepumpe.
Anstelle langer Erklärungen wäre die mathematische Darstellung der Vorgänge viel einfacher, aber hier nur umständlich realisierbar.
Mit einer Wärmepumpe und Fussbodenheizung - und den entsprechend geringen Vorlauftemperaturen - wirst Du das Bad mit solch einem
Handtuchtrockner auch nicht wirklich heizen können.
Allerdings gibt es diese Teile auch mit einer elektr. Zusatzheizung, um kurzfristig die Temperatur im Bad zu erhöhen.
Wenn diese Zusatzheizung nicht benötigt wird, wird der Handtuchwärmer ( oder - trockner??) weiterhin durch die Wp erwärmt. Und für die Handtücher zu trocknen reicht das dann allemal
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Die Verlegeabstände der Fussbodenheizung sollten im Bad ja auch
entsprechend klein sein. Wenn die größer als 10cm sind, wirst Du
da sicherlich Probleme bekommen.
Mal so Interessehalber:
Welche Luftwp hast Du denn? Welches Fabrikat?
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Hallo
Kann es nicht sein, dass der gute Geselle einfach nur ein wenig Umsatz seinem hef bringen will. Nachtragsangebote sind immmer willkommene Umsatz- und vor allem Gewinnoptimierungen. Wenn kein Hk da ist, kann man ja den Leuten noch einen für viel Geld aufschwatzen.
Viel Spass
Christian
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