Hallo Wissende!
Wir möchten unsere Fenster samt Rahmen austauschen lassen und haben vom Fachbetrieb bereits ein Angebot für neue Kunststofffenster vorliegen. Allerdings macht es mich stutzig, dass dieser Anbieter die Baukörperanschlussfuge nur mit Schaum ausfüllt und nicht mit Dichtbändern arbeitet. Als Laie verstehe ich es allerdings so, dass trotz Schaum diese Kompressionsbänder eingebaut werden sollten. Es handelt sich um ein Fertighaus, was keine verputzte Laibung hat. Zwischen dem Fensterrahmen und der Rollladenführungsschiene ist ein Metallrahmen. Handhabt man das in solch einem Fall anders? Bin für jeden Rat dankbar!
Gruß, Lotte
Hallo Lotte
Bin zwar kein Fensterbauer, aber soweit ich das weiß reicht das Ausschäumen allein nicht aus. Die Dichtbänder sollen bewirken das der Luftdurchlass und die damit zusammenhängenden Wärmeverluste minimiert werden.
Hab dazu noch einen interessanten Link gefunden, da steht u.a.:
Allein der Einsatz von Bauschaum zur Fugenschließung ist also nicht ausreichend. Um die Fuge winddicht, schlagregensicher und bauphysikalisch korrekt herzustellen, also alle inneren und äußeren Anforderungen an diese zu bewältigen, ist ein mehrstufiger Aufbau des Fugenverschlusses notwendig.
Hier der Link:
http://www.viola-schoen.de/texte/domizil-2003-fenste…
Hoffe das hilft dir weiter?
Schönen Tag noch 
Gruß
Nelsont
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Hallo !
Zusätzlich zum Schaum kommen doch auf beide Seiten (Innen-Außen) Silikonabdichtungen. Das reicht völlig.
Ein guter Fensterbauer läßt maximal 3 bis 5 Luft zwischen Rahmen und Stein.
mfgConrad
Was bedeutet in Deinem Fall Altbau???
Hallo Alexandra,
Was bedeutet in Deinem Fall Altbau???
Das Haus ist 29 Jahre alt. Ich denke, dass man das Alter schon als Altbau bezeichenen kann? Wir haben bereits Kunststofffenster mit Isolierglas. Es sollen auch wieder Kunststofffenster eingesetzt werden, nur eben nach heutigem Standard.
Gruß, Lotte
Hallo Lotte,
das mag nach Deinem Verständnis alt sein, wenn die meisten hier im Forum aber von Altbau sprechen, dann haben sie so richtig alte Wohnungen und Häuser, also auch mit so richtig tollen Baumaterialien wie Bruchsandstein, Bimsstein etc… die man heute in der Regel nicht mehr verwendet. Alt wäre also so ab Baujahr 1500 bis 1900. Zu diesen alten Gemäuern passen dann leider häufig nicht die normalen heutigen Baumaterialien, welche so üblich angeboten werden - in der Regel nehmen diese Häuser es auch übel, wenn man sie komplett abdichtet - also z.B. Kunststofffenster einbaut, die alles dicht machen und super Isolierwerte haben. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, dass zum Beispiel Bruchsandsteine relativ viel Feuchtigkeit aufnehmnen und auch wieder abgeben. Wenn man denen die Atmung nimmt, hat man hinterher ein Problem mit Feuchtigkeit im Haus und ggf Schimmel etc…
…aber der ein oder andere hier im Forum kann das bestimmt noch viel schöner und fachlich noch korekter erklären, weil der sich mit dem Thema bestimmt schon ne Weile länger auseinander setzt.
Damit Dir das nicht passiert wollte ich noch mal wissen wie alt das Haus ist. Leider beraten einen auch die Experten manchmal nicht richtig und gerade bei so alten Häusern holt man sich besser noch drei Meinungen mehr ein.
Hallo Lotte,
wir hatten neulich auch einen Schreiner da. Der hatte zu dem Thema von sich aus erklärt, dass es zwar „vorgeschrieben“ sei, Dichtungsbänder zu benutzen und nicht nur zu schäumen und dann mit Silikon abzudichten, in der Praxis würde das aber „niemand“ machen: Denn wenn das neue Fenster richtig gemessen wurde und daher gut passt und nicht allzu viel PU-Schaum nötig wäre, würden die Schreiner diese Lücke in der Wärmedämmung einfach in Kauf nehmen, jedenfalls bei ungedämmten Häusern, weil diese Lücke gegenüber den Wärmeverlusten über den ungedämmten Stein vernachlässigbar sei (so die Begründung).
Aber warum nicht auf eine Ausführung bestehen, die 100 % den aktuellen Vorgaben / Empfehlungen entspricht?
Grüße
EK
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Ich habe nun diverse Internetseiten und Aussagen von Sachverständigen gelesen und muss feststellen, dass dieses Thema sehr komplex ist und das was vor 3 Jahren kritisiert wurde, heute absolut in Ordnung ist. Über einen Fachmann habe ich erfahren, dass die EnEV ein theoretisches Regelwerk ist, was bei Neubauten auch beachtet wird aber in Punkto Sanierung nur wenig hergibt. Abgesehen davon würde eine Regel nicht auf alle Bauwerke gleich umzusetzen sein. Als Laie wird einem wohl nur übrig bleiben einen Fachmann zu finden dem man traut oder einen Sachverständigen vor Ort hinzuzuziehen.
Ich danke euch allen für die Antworten und grüße euch,
Lotte