Eternitplattenfassade 70er optisch aufstylen?

Hallo,

ich habe ein Haus aus den 70ern. Es hat eine Dämmung die so aussieht, dass die untere Etage mit einer Klinkerimitation in Platten verkleidet ist und die ganze obere Etage mit schwarzen Eternitplatten versehen ist.

Diese typisch 70er Verkleidung ist zwar sehr gut gedämmt, sieht aber scheußlich aus, zudem das Haus keinen Dachüberstand hat.

Wir wollen verkaufen, finden aber keinen Käufer, weil es so dunkel aussieht. Nun ist es natürlich nicht vorgesehen eine neue Verkleidung zu bauen. Das wäre zu teuer. Andererseits habe ich im unteren Bereich schon Kletterrosen angebracht die es verschönern.

Hat jemand eine Idee, wie und ob man diese dunklen Platten behandeln kann, so dass es etwas freundlicher aussieht? Gibt es im Maler- und Lackiererbereich vielleicht Erfahrungen?

Schöne Grüße
von

Gismonti

Hallo Gismonti!
Wenn die Platten noch nicht verwittert sind, kann man sie mit geeignetem Putzgrund Wasserbasis oder Tiefgrund Lösungsmittelhaltig (bei starker verwitterung besser) vorstreichen, dann lassen sich die Platten auch mit Fassadenfarbe neu beschichten, dafür müsste man aber mal im Fachhandel nachfragen, den nicht jedes Material ist dafür geeignet.
Hier noch was, was Du für dich selber bewerten muß, wie Du da vorgehst ist deine Sache und Gesundheit.
„Sollten die Platten verwittert sein darf man sie selber nicht mechanisch bzw. mit Hochdruckeiniger sauber machen, das darf nur von Autorisierten Firmen gemacht werden, wegen dem Asbest der im Material ist.“

Gruß sepp.

Hier noch was, was Du für dich selber bewerten muß, wie Du da
vorgehst ist deine Sache und Gesundheit.
„Sollten die Platten verwittert sein darf man sie selber nicht
mechanisch bzw. mit Hochdruckeiniger sauber machen, das darf
nur von Autorisierten Firmen gemacht werden, wegen dem Asbest
der im Material ist.“

Gruß sepp.

Hi,
diese Platten gelten schon seit längerem als Sondermüll.
Keiner, der sich nur etwas damit auskennt, wird dieses Mateial ohne spezielle luftdichte schutzkleidung bearbeiten oder behandeln.
Eine Fachfirma sollte eigentlich maximal zur Entsorgung raten, da die Gefahr weiter besteht.

Wenn du es wirklich selbst machen willst: Besorg dir vorher eine Vollmaske mit externen Filtern und einen Chemieschutzanzug.
(ganz dünnes papierähnliches Material, weiß)
Beides bekommst du im Baumarkt und ist auch nicht allzu teuer.
Ohne Gummi-Handschuhe solltest du auch nicht arbeiten und alle Fenster solltn dabei zu sein.

Asbest ist fast das schlimmste was du deiner Lunge antun kannst. Selbst Rauchen ist dagegen gesund.
Asbes´t setzt sich überall fest (Haut/Kleidung). Wenn du dann z.B. ein Kleidungsstück ausschütteln würdest, würden diese Fasern wieder fliegen und du könntest sie einatmen.

Aus diesem Grund die Chemieschuatzanzüge und Gummi-Handschuhe.
Auf beiden setzt sich recht wenig fest.
Nach der Arbeit zuerst Schutzkleidung aus und in Tüte stecken. Dann erst die Maske abnhemen. Am besten alles draußen machen.
Danach Tüte direkt zukleben und mit Inhalt entsorgen. Maske kannst du danach auch vergessen. Filter musst du wegwerfen.

Aus gleichen Gründen enthält die ehemalige Glaswolle auch kein Glas mehr und soll angeblich als Mineralwolle nicht so schädlich sein.
Habe lange Zeit bis zu 10-Stunden täglöich mit dem Zeug gearbeitet… daher rühren auch Erfahrungen mit dem, wo sich die Mikro-Fasern festsetzen.

Wenn du wirklich was gegen das schmuddelimage machen willst, solltest du eine Farbe wählen, die zur Versiegelung von Mauern/Steinen gedacht ist.
So kann der Anstrich auch den Zerfall bremsen und die Freigabe von Asbestfasern an die Umwelt vermindern.

Wenn man es vernünftig machen wollte, würde man die Altlasten entsorgen lassen.
Vielleicht kann man das mit dem Käufer vereinbaren und beide tragen jeweils die Hälfte dr Kosten.
Moralisch wäre es eigentlich nötig, dass man den Käufer über das Vorhandensein dieses Matrial informiert.

Du entscheidest:
Versiegeln oder entsorgen ?
Selbst oder Fachfirma ?

Gruß
BJ

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