Parkett und Fußbodenheizung

Hallo,

wenn man Parkett auf Fußbodenheizung verlegen will, was ist da nun die Richtige Lösung!?
Verkleben auf Estrich (Calciumsulfatestrich Neubau)mit Kleber (lösungsmittelfrei,welcher?) oder mit einer Fix-Klebematte (z.B. von Tilo) oder doch lieber schwimmend mit PE-Folie und Trittschall drunter??? Unter dem betreffenden Raum ist eine Bodenplatte, die bereits ziemlich gut gedämmt und abgesperrt ist.

Würden gern Lärche weiß geölt (3-Schichtdielen-Parkett mit 14 mm Stärke) im Wohnzimmer verlegen.

Furnierboden (bereits mit Korktrittschall drunter) in Arbeitszimmer und Gästezimmer (EG über Keller) sowie Furnierboden im Flur OG und Kork in den Kinderzimmern (OG) verlegen.
Den Furnierboden aber auf jeden Fall schwimmend und bei dem Kork ist es noch nicht klar, ob überhaupt (wegen der guten Dämmwirkung auf Fußbodenheizung?) und wie (schwimmend oder verklebt).

Wie kann man es denn nun richtig machen?

Und ist es realistisch als Laie ohne Vorerfahrung die genannten Tätigkeiten auszuführen?

Viele Grüße

Frauke

Hallo Frauke,

wie´s richtig geht weiß ich auch nicht, ich kann dir nur sagen, wie wir es gemacht haben:

wir haben Fertigparkett (Clicksystem,hochwertigeres Markenprodukt) schwimmend auf Trittschalldämmung mit integrierter Dampfsperre verlegt (ist eine Rolle , obere Seite mit Goldfolie, untere Seite weisse Wellpappe)

Ging sehr gut zu verlegen, sieht jetzt auch nach dem 2. Winter noch immer top aus (wenn ich ehrlich bin, besser als das Stabparkett meiner SchwieMu, das vom Parkettleger verlegt wurde und mindestens doppelt so teuer war und jetzt Fugen von mehr als 3 mm aufweist obwohl keine FBH)

Ich persönlich würde mich aber auch bis heute (zwischenzeitlich ca 120 qm Wohnfläche mit Klickparket u. Klicklaminat schwimmend verlegt)nicht an eine Verklebung trauen. Ausserdem kann meiner Laienmeinung nach bei einer schwimmenden Verlegung der Boden besser „arbeiten“ wenn es zu einer Temperaturänderung kommt.

Wichtig ist, ein hochwertiges (= leider meistens auch teueres) Produkt zu nehmen.
Billigeres Fertigparkett (ca 50 % billiger als im Wohnzimmer) in den Kinderzimmern unterscheidet sich deutlich in der Qualität der Verarbeitung, in der Leichtigkeit zu verlegen, in der Grösse der Fugen, die man immer wieder haben wird.
Ebenso verhält es sich beim Laminat.

Trittschalldämmung mit Kork wirkt meiner Laienmeinung nach wie eine Wärmedämmung, ob das bei FBH Sinn macht?

Im übrigen haben wir eine NiedertemperaturFBH.

grüsse
dragonkidd

(jaja, habe mich jetzt als Laminatverlegerin geoutet, die sogar Laminat in der Küche hat, seit 2 Jahren damit sehr zufrieden ist, und wenn es in 10 Jahren kaputt ist, gerne was neues reinlegt, weil es nur 4 qm sind,die an einem Tag verlegt sind, denn der Küchenblock selbst steht direkt auf dem Estrich…)

Hallo,

(jaja, habe mich jetzt als Laminatverlegerin geoutet, die
sogar Laminat in der Küche hat, seit 2 Jahren damit sehr
zufrieden ist, und wenn es in 10 Jahren kaputt ist, gerne was
neues reinlegt, weil es nur 4 qm sind,die an einem Tag verlegt
sind, denn der Küchenblock selbst steht direkt auf dem
Estrich…)

mein Arbeitskollege hat seit ca. 5 Jahren Laminat in der Küche. Das sieht immer noch sehr gut aus. Er hat es aber an den Kanten verklebt (zusätzlich zum Klick-Mechanismus) damit es dort widerstandsfähiger gegen Wasser wird.

Gruß, Niels

Hallo,

allgemein gilt Parkett als nicht so gut geeignet für Fußbodenheizung, weil die Wärmeleitfähigkeit nicht so gut ist. Mit einer Trittschalldämmung fügst du noch eine weitere Schicht ein, die den Wärmeübergang behindert.

Gruß, Niels

Hallo Frauke,
Nils hat schon recht, dickeres Parkett oder Ähnliches auf Estrich mit Fußbodenheizung ist eher kontraproduktiv, da das Holz die Wärme dämmt und damit der Nutzen einer Fußbodenheizung ein Stück weit wieder rückgängig gemacht und damit Heizenergie verschwendet wird. Außerdem wird sich die Reaktionszeit der Fußbodenheizung deutlich verlängern.
Falls Du das trotzdem unbedingt willst, so rate ich Dir eher zu einem sogenannten „Sparparkett“, das sind etwa 8 mm starke Holzklötzchen, die auf einem Trägergewebe aufgeklebt sind, so wie bei manchen Fliesen. Dieses wird mit einem geeigneten Parkettkleber, in diesem Falle eignen sich umweltverträgliche Dispersionskleber nach eigenen Erfahrungen leider überhaupt nicht, direkt auf den geschliffenen und sorgfältig (!!!) entstaubten Anhydrit(=Calciumsulfat)-Estrich aufgeklebt. Wir nehmen, wenn´s der Kunde unbedingt will, in solchen Fällen einen high-tech Zweikomponenten-Kleber da die Wärmeausdehnung des Estrichs und des Parketts eigentlich gar nicht zusammen passen. Danach wird die Oberfläche des Parketts gespachtelt und plangeschliffen, entstaubt und behandelt. Hier kann Estrichlack, Öl und/oder Wachs oder sonstwas vewendet werden. Diese Methode hat, anders als bei „Laminat“ oder einem Dreischichtparkett mit dünner Nutzschicht, den Vorteil, daß man nach Jahren der Nutzung oder nach einem Schaden noch ein- oder zweimal neu schleifen und versiegeln kann.
Um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Holzfußböden und Fußbodenheizungen passen nicht zusammen!
Gruß
Dieter

Hallo,

erstmal danke für die Antworten.
Ich hab nun nochmal recherchiert und bin auf die Elasto-Fix Klebematte von Tilo gestossen. Diese soll sich gut eignen für die Parkettverklebung und Fußbodenheizung, da hier die Nachteile der schwimmenden Verlegung (Luftschicht als Isolierung) wegfallen würde. Man aber den Vorteil hätte, dass es geklebt (ohne aufwendiges Auftragen von Kleber) und gleichzeitig mit einem Trittschall versehen wäre.

HAt jemand schon damit Erfahrungen gesammelt???

Viele Grüße

Frauke