Hallo,
unsere alte Zentralheizung (Nachtstrom-Speicherheizung) ist defekt und muss bald ersetzt werden. Doch welche Heizung würde sich als gute Lösung hinsichtlich Preis/Leistung unter Berücksichtigung folgender Punkte anbieten?
Heizen mit Strom ist teuer
Gas und Öl wegen CO2 nicht erwünscht
Pellets ebenfalls nicht erwünscht
Zu heizen sind 180qm, eigenes Haus Baujahr 1972.
Wer hat hier guten Rat?
unsere alte Zentralheizung (Nachtstrom-Speicherheizung) ist
defekt und muss bald ersetzt werden. Doch welche Heizung würde
sich als gute Lösung hinsichtlich Preis/Leistung unter
Berücksichtigung folgender Punkte anbieten?
Heizen mit Strom ist teuer
Gas und Öl wegen CO2 nicht erwünscht
Pellets ebenfalls nicht erwünscht
Zu heizen sind 180qm, eigenes Haus Baujahr 1972.
Heizen mit Strom ist die mit Abstand teuerste Methode aller Heizungsarten. Dabei wird übrigens auch am meisten CO2 in die Atmosphäre geblasen, weil für jede kWh, die Du verheizt, 3 kWh eines Primärenergieträgers im E-Werk verfeuert werden müssen. Davon gehen 2 kWh als Abwärme verloren. Hinsichtlich Abwärme sind die Verhältnisse auch bei Kernkraftwerken nicht besser. Nur Wind- und Wasserkraft machen dabei eine Ausnahme, erzeugen weder CO2 noch nennenswerte Abwärme, haben aber insgesamt nur geringen Anteil an der Stromerzeugung.
Beim Verheizen von Öl oder Gas in der Hausheizung brauchst Du pro kWh Heizenergie nicht wie bei Strom den 3fachen Primärenergieeinsatz, weil Deine Hausheizung nicht den Umweg über Dampferzeugung und Turbine wie ein E-Werk geht, sondern den Primärenergieträger zu etwa 90% in nutzbare Wärme verwandelt. Das Verheizen von Öl oder Gas ist deshalb hinsichtlich CO2-Bilanz im Vergleich mit Strom deutlich günstiger und zudem spürbar billiger.
Das Problem ist die Bauweise des Hauses, die sich aus Bj. 1972 ergibt. Thermische Isolation wurde damals nur in bescheidenem Umfang berücksichtigt, entsprechend hoch ist der Energiebedarf des Hauses, i. d. R. >200 kWh pro m² und Jahr. Wenn man Heizkosten reduzieren will, muß man beim Energiebedarf des Hauses ansetzen und die Außenhaut des Gebäudes, also Fassade, Dach, Fenster, Haustüren, thermisch isolieren. Mit der Senkung des Energiebedarfs senkt man automatisch den durch die Heizung verursachten CO2-Ausstoß. Im Zuge solcher Maßnahme läßt Du eine neue Heizung einbauen, aber keine Nachtspeicherheizung, sondern eine auf den verringerten Energiebedarf des Hauses angepaßte Öl- oder Gasheizung.
Erstmal die gute Nachricht: Fast jedes Haus und ein Gebäude Bj 72 allemal, läßt sich auf zeitgemäß niedrigen Energiebedarf bringen.
Die etwas weniger gute Nachricht: Der Aufwand ist beträchtlich. Beauftrage einen Architekten oder Statiker mit der Planung.
Was ist mit einem eigenen kleinen Heizblockkraftwerk? Da fällt nicht nur Wärme, sondern auch noch Strom an. Diese Geräte sind allerdings bei der Energiewirtschaft nicht sonderlich beliebt, da man sich damit theoretisch völlig autark von den Energiemonopolisten machen könnte.
wie wäre es mit einer Wärmepumpe (Luft/Luft, Luft/Grundwasser).
Das ist eigentlich die einzige Möglichkeit ein Haus zu beheizen und Warmwasser zu erzeugen, wenn du auf alle „Standart“ Energien verzichten willst.
Natürlich braucht auch eine Wärmepumpe einen gewissen Anteil an Strom.
Ein BHKW wie schon erwähnt, ist zwar recht autag und erzeugt auch Strom dabei, allerdings muß das BHKW was zum verbrennen haben (Gas/Öl).
Somit würde es bei dir nicht landen können.
Was hast du für ein Haus?
Den alleine von der Dämmung hängt schonmal ab mit was du heizen kannst.
Ein Passiv oder Niedrigenergiehaus kannst du sicher mit einer Wärmepumpe gut versorgen.
Ein schlecht isolierter Altbau wird kaum warm werden ohne normal Energieerzeugung.
Meiner Meinung nach sind Gasbrennwertgeräte so ziemlich die umweltfreundlichsten und energetischsten Wärmeerzeuger.
Oder eine Pelletheizung die eigentlich auch von der Umweltseite her gesehen als gut zu bewerten ist.
Mit beiden kannst du dann auch ein „normales“ Haus heizen.