Holzleitungsmaste

Hallo zusammen,

weiter unten steht eine Diskussion über das Verbauen von Holz im Erdreich. Ich habe in diesem Zusammenhang etwas nachgeforscht und bin auf einen link gestoßen, den ich Euch nicht vorenthalten will. Das Laden dauert zwar etwas, lohnt sich aber:

http://www.schrader-air.de/panorama/hallertau/hopfen…

Gruss
Waldemar

Servus,

in der Tat eine sehr schöne Aufnahme - obgleich ich Hopfengärten im Winter bei Schnee grafisch noch deutlich eindrucksvoller finde.

Habe vor vielen Jahren mal an einem Hopfengarten mitgebaut. Es ist ziemlich eindrucksvoll, mit wie einfachen Mitteln die Stangen gesetzt werden: Ein zapfwellengetriebener Erdbohrer an der Dreipunkthydraulik, eine Kette an der Ackerschiene um die Stangen an Ort und Stelle zu bringen, ein Frontlader, um sie zu stellen, und wenn sie einmal stehen, kann man die Dinger zu zweit oder zu dritt von Hand auf ihren genauen Standort bringen („No a Muggaseggele nomzuas! Hee! Hofele, hofele!“ etc…). Die Drähte werden ebenfalls von Hand eingerichtet und mit einem einfachen Flaschenzug mit Ratsche gespannt. Bloß die Anker für die Drahtbespannung („Schlaudern“) sind in den vergangenen fünfzig Jahren ein bissel schwerer geworden, so dass man sie ohne Frontlader nicht mehr von der Stelle kriegt (da hängt an jeder Schlauder knapp ein Viertel Kubikmeter armierter Beton unten dran).

Schöne Grüße

MM

Hallo!

Der PC meiner Freundin will mir die Seite nicht anzeigen…
Vielleicht kannst Du mal ganz kurz beschreiben, wie man Holzteile vor Verrottung in der Erde schützt…

Ich kenne nur, dass man ganz früher die Weidepfähle im Lagerfeuer angekohlt hat, und dann eingeschlagen.

Später hat man dann allerlei chem. Mittel genommen, z.B. bei den Eisenbahnschwellen oder Telefonleitungsmasten.

Grüße, Steffen!

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Servus,

Hopfenstangen und Wingertstickel wurden lange Zeit kyanisiert, d.h. oberflächlich mit Quecksilberchlorid behandelt. Angeblich die Ursache für das markant häufige Auftreten von Leberzirrhose in Rheinhessen, dass die alten Wingertstickel u.a. zum Backen verfeuert wurden. Heute werden sie kesseldruckimprägniert, es gibt unterschiedliche Mittel zur Behandlung - für Masten vor allem CKB-Salz (Chromat, Kupfer-, Borsalze).

Das Ankokeln (bzw. auch Verwenden von verkohlten Sparren aus abgebrannten Dachstühlen) war immer bloß für Weidezaunpfosten üblich. Ein Hopfengarten steht dreißig bis vierzig Jahre, dafür reicht der Schutz einer oberflächlichen Verkohlung nicht aus.

Schöne Grüße

MM

Servus,

Info über Holzschutzsalze
http://www.tischler-ole-welzel.de/Hol…)%20Holzschu…%2520Holzschutzmittel%2520-%2520Wirkstoffe%2520Anwendung%2520Kurzzeichen.pdf)

…bin schon wieder weg (viel Arbeit)

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Servus,

mit Gunst und Verlaub: das gehört aber in „empfehlenswerte Seiten“. Mit so wenig Brimborium so viel Substanz rüberbringen - das ist nicht bloß für die Ausbildung gut!

Schöne Grüße

MM
(träumt davon, dass in jedem Werbeauftritt so viel Inhalt stecken könnte)

Merci, Martin,
ich freue mich, wenn etwas gelungen ist.

Ich lese hier zwischen den Zeilen außerdem ein Augenzwinkern:

(träumt davon, dass in jedem Werbeauftritt so viel Inhalt
stecken könnte)

In der Tat kann man dies als Werbeauftritt deuten,
aber es geht mir auf meiner Seite
um Verbreitung von Wissen:
kostenlos, quasi ehrenamtlich,
vor allem im Sinne des alten Internet-Traums,
ein großes Netzwerk für Informationsaustausch zu pflegen,
auf meiner Seite, bei wer-weiss-was und in Kürze bei Wikipedia,
denn die Holzseiten sind technisch völlig veraltet.

Die Seite ist ein Abfallprodukt meiner Arbeit:
Meine Schüler bekommen noch mehr,
nämlich alles aus meinem Unterricht kostenlos auf
CD-ROM, weil sie die Fachbücher nicht verstehen
und weil die in vielen Bereichen nicht normgerecht,
also falsch sind.

Du siehst, ich kann auch weitschweifig sein :smile:)).

Vive la France et salut
à la prochaine

der Olle, der von Frankreich träumt

>>> oder man verwendet Material aus Kunststoff-Recycling; da gibt es viele Dinge wie z.B. Weidezaunpfosten, Balken als Untergrund für Holzterrassen; Bootsstege, und vieles mehr - total unverrottbar und zu bearbeiten wie Holz (bohren, schrauben, sägen…) Servus
Infos kann ich auf Wunsch gerne zusenden -

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