Hallo zusammen,
Ich plane den Neubau eines Hauses und würde in diesem gerne einen
Specksteinofen zur überwiegenden Heizung des Hauses benutzen. Da
diese Ofenart ja hauptsächlich Strahlungswärme abgibt, befürchte ich,
dass anliegende Räume nicht mehr ausreichend beheizt werden,
geschweige denn das Obergeschoss. Ideal wäre natürlich ein Ofen, der
„in einer Wand“ steht, also seine Wärme in mehrere Zimmer abgibt,
aber das könnte am Preis scheitern. Da das Haus auch relativ klein
werden soll, würde die Wärme wahrscheinlich in dem Raum, in dem der
Ofen steht, zu hoch sein.
Jetzt dachte ich, das Ganze mit einer kontrollierten Be- und
Entlüftung zu versehen, mit Absauger im Wohnzimmer, die die Wärme
dann durch die Etagen verteilt. Ich fand mich ziemlich genial
))
aber mein Häuslebauer meint, dann müsse man wahrscheinlich während
der Befeuerung die Lüftung ausschalten (ähnliches Problem wie Dunstabzugshauben, bei denen dann ein Sicherheitskontakt zum Öffnen der Fenster eingebaut werden muss…). Nur die Dinger heizen ja nach Anfeuerphase 24 Stunden, bleibt also keine Zeit zum Verteilen der Wärme!
Wer kann mir tipps geben? Muss doch eine Möglichkeit geben, das miteinander zu kombinieren. Mein potentieller Ofenbauer ist auch etwas
überfragt…
Danke, Gruß Birgit
Hallo zusammen,
Ich plane den Neubau eines Hauses und würde in diesem gerne
einen
Specksteinofen zur überwiegenden Heizung des Hauses benutzen.
Das heißt, dass Du eine weitere Wärmequelle hast.
Kann man denn an den Ofen kein Hiezregister anschließen?
Ein Freund von mir hat einen Kachelofen, der heizt über einen eingebauten Wärmetauscher einen 1000l Wärmespeicher im Keller. Dieser wird, wenn genügend warm, in den Heizkreislauf des Gasbrennwertkessels eingeschleust und heizt dann das gesamte Haus über die vorhandenen Heizkörper.
Jetzt dachte ich, das Ganze mit einer kontrollierten Be- und
Entlüftung zu versehen, mit Absauger im Wohnzimmer, die die
Wärme
dann durch die Etagen verteilt. Ich fand mich ziemlich genial
Ich nicht so.
Erstens das Problem des Unterdrucks im Zimmer.
Zweitens der Telefonie-Effekt durch Rohre/Öffnungen.
Drittens die Geräusche eventueller Lüfter.
Wer kann mir tipps geben? Muss doch eine Möglichkeit geben,
das miteinander zu kombinieren. Mein potentieller Ofenbauer
ist auch etwas
überfragt…
Du wirst sowieso den Bezirksschornsteinfegermeister fragen müssen.
Hallo Carsten,
danke für deine Antwort. Das Haus ist ohne Keller geplant, ich denke, die Wärmeverluste wären erheblich, wenn die Wärmetauschergeschichte bis in das Nebengebäude verlegt werden müsste. Ich glaube auch, dass die Art von Ofen, wie ich ihn gerne hätte, hierfür ungeeignet ist.
Ich habe aber das Gefühl, dass du der kontrollierten Be-und Entlüftung skeptisch gegenüber stehst. Wenn dem so ist, würde mich interessieren, warum. Hast du schlechte Erfahrungen gemacht? Ist es zu laut? Zu hellhörig?
Schornsteinfeger ist klar, ich würde ihm aber gerne ein Konzept vorlegen können, wenn ich mich an ihn wende.
Danke, Gruß Birgit
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Hallo Birgit,
ohne gemein sein zu wollen… Verwerfe den Ofenbauer *lol* Der hätte dir daraufhin sofort etwas von „raumluftunabhängigen“ Öfen erzählen müssen, zumindest wenn er Ahnung hätte…
Mit einem Specksteinofen als Dauerbrandofen ein Haus heizen…
In die Diskussion klinke ich mich nicht ein. Nur als Anmerkung: da gibt es deutlich bessere Möglichkeiten… Schau mal hier:
http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?forum=8
Gruß
Uli
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
Jetzt dachte ich, das Ganze mit einer kontrollierten Be- und
Entlüftung zu versehen, mit Absauger im Wohnzimmer, die die
Wärme
dann durch die Etagen verteilt. Ich fand mich ziemlich genial
))
das ist das Prinzip einer Schachtheizung. So etwas wurde Mitte des letzten Jahrhunderts öfters eingebaut (meist mit Öl beheizt). Die Wärmeverteilung ist recht schnell und angenehm (wobei Speckstein zu lange zum Aufheizen braucht). Den größten nachteil hat Birgit schon genannt. Durch die Rohre verteilt sich nicht nur die Wärme sondern auch der Schall im ganzen Haus.
Gruß, Niels
Hallo,
imho ist es aus ökologischen Gründen nicht erlaubt, sein Haus mittels Kaminofen zu beheizen. Abgaswerte und Feinstaubbelastung, dazu der schlechte Wirkungsgrad sprechen dagegen. Frag Deinen Kaminkehrer, der sollte wissen, ob das nicht nur in meinem Wohnort gilt.
Gruß
loderunner
Hallo,
imho ist es aus ökologischen Gründen nicht erlaubt, sein Haus
mittels Kaminofen zu beheizen. Abgaswerte und
Feinstaubbelastung, dazu der schlechte Wirkungsgrad sprechen
dagegen.
Verwechselst du eventuell „Kaminofen“ mit „offenem Kamin“? Offene Kamine haben Wirkungsgrade um 20%, gute Kaminöfen erreichen 80%.
Frag Deinen Kaminkehrer, der sollte wissen, ob das
nicht nur in meinem Wohnort gilt.
Meinst du den Kaminofen als ausschließliche Heizung? Oder der Kaminofen überhaupt?
Gruß, Niels
Hallo,
Verwechselst du eventuell „Kaminofen“ mit „offenem Kamin“?
Offene Kamine haben Wirkungsgrade um 20%, gute Kaminöfen
erreichen 80%.
80% sind weniger als 100%. Und die 80% sind nicht der Normalfall, sondern der Idealfall, wenn sie im optimalen Arbeitspunkt betrieben werden.
Nein, habe ich nicht verwechselt.
Frag Deinen Kaminkehrer, der sollte wissen, ob das
nicht nur in meinem Wohnort gilt.Meinst du den Kaminofen als ausschließliche Heizung? Oder der
Kaminofen überhaupt?
Beides. Es gibt meiner Kenntnis nach Gegenden (Gemeinden), in denen der Kaminofen nur jeden zweiten Tag betrieben werden darf, anderswo darf er nur nicht als ausschließliche Heizung verwendet werden. Und wieder anderswo gibt es vielleicht gar keine Beschränkungen.
Gruß
loderunner
Ergänzung
Hallo,
mir ist grad noch ein Link in die Finger gefallen:
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID2158450…
Zitat zu Kaminöfen: „ausschließlich als Zusatz- und Zweitheizung (also nicht für den Dauerbetrieb)“
Ist wohl deutlich. Wenn das nicht inzwischen geändert wurde.
Gruß
loderunner
Hallo,
80% sind weniger als 100%. Und die 80% sind nicht der
Normalfall, sondern der Idealfall, wenn sie im optimalen
Arbeitspunkt betrieben werden.
Nein, habe ich nicht verwechselt.
OK, aber 100% wird von keiner Heizung erreicht. Brennwertkessel liegen natürlich deutlich drüber. Ich denke auch, dass - wie im von dir genannten Bericht - zuviel Mist gemacht wird bei der Bedienung. Teils bewusst („Müll“ verbrennen), teils unbewusst (Regelung über die Luftzufuhr).
Und wieder anderswo gibt es vielleicht gar
keine Beschränkungen.
Bei uns wohl eher das. Zumindest hat der Schornsteinfeger nichts gesagt.
Gruß, Niels