Wir sind dieses Jahr in eine Wohnung mit Fußbodenheizung (FBH) und Zeitschaltuhr gezogen. Hat jemand von euch einen Tipp wie wir die Zeitschaltuhr (ZU) richtig einstellen können?
Also die ZU ist unten direkt an der Therme angebracht, wir können damit also nur die Heizdauer für die gesamte Wohnung einstellen (wobei jeder Raum ein eigenes Thermostat hat). Wir sind morgens ab 06:30 aus dem Haus und sind ab 16:30 Uhr wieder daheim. Jetzt hätten wir es natürlich gern, dass es morgens nicht eisekalt ist (vor allem nich im Badezimmer *brrr*) und das es Abends schön wohlig warm ist.
Da so eine FBH bekanntlich recht träge ist, wollte ich mal fragen ob von euch jemand eine Ahnung hat wie ich das Ding am besten einstelle.
Hallo,
wie du schon selbst sagst die FBH ist träge also soll die Heizung min 2 Stunden vor dem Aufstehen angehen und kann 2 Stunden früher abschalten.( Eurere Bettzeit)Danach kannst du ja alle Räume mit dem Thermostat schalten.
danke für deine Antwort. Also zwei Stunden reichen schon?
Ich dachte das muss mehr sein…
Na das sind ja mal gute Nachrichten. Hatte schon Angst, dass die Heizung auf Dauerbetrieb gestellt werden muss und man die Temperatur nur von den einzelnen Räumen aus regeln kann.
danke für deine Antwort. Also zwei Stunden reichen schon?
Ich dachte das muss mehr sein…
Na ja *kopfkratz*, kann sein, muss aber nicht.
Jede FBH ist anders, die Wände sind anders isoliert, die Masse der Möbel ist anders, und, und, und …
Wir haben bei uns die FBH im Bad so eingestellt, das sie gerade noch nicht abschaltet, die echte Raumtemperatur wird dann vom Handtuchtrockner, also viele Querrohre übereinander, gebracht. Aber die zwei Stunden sind zufällig auch bei uns drin!
War 'ne lange Einstellzeit. Aber jetzt sind wir zufrieden.
Na das sind ja mal gute Nachrichten. Hatte schon Angst, dass
die Heizung auf Dauerbetrieb gestellt werden muss und man die
Temperatur nur von den einzelnen Räumen aus regeln kann.
Das kann in kälteren Jahreszeiten durchaus auch passieren!
Na das sind ja mal gute Nachrichten. Hatte schon Angst, dass
die Heizung auf Dauerbetrieb gestellt werden muss und man die
Temperatur nur von den einzelnen Räumen aus regeln kann.
ob 2 Stunden reichen, hängt von der Fußbodenheizung ab. In einem Trockenverlegesystem können 2 Stunden reichen. In Zementestrich verlegte Fußbodenheizungen können je nach Vorlauftemperatur und Dicke des Fußbodenaufbaus bis zu 12 Stunden benötigen, bis die gewünschte Raumtemperatur nach einer Absenkung erreicht wird.
Ich habe auch Fußbodenheizung. Da wird nichts abgesenkt. Durch die Absenkung werden auch die Innenseiten der Aussenwände kälter. Damit verringert sich im Raum die Strahlungswärme und es wird vorübergehend eine höhere Raumtemperatur als Wohlfühltemperatur benötgt. Der dabei auftretende höhere Wärmebedarf gleicht die durch die Absenkung erreichte Einsparung zum größten Teil wieder aus. Deshalb ist bei Fußbodenheizungen mit hoher Trägheit (Estrichsysteme) eine Absenkung nur bei längerer Abwesenheit (Urlaub) wirklich sinnvoll.
Trotz der fehlenden Absenkung wird nicht mehr Energie verbraucht, als bei einer Heizkörperheizung mit Absenkung. Die bei genauer Auslegung der Anlage viel niedrigeren Vorlauftemperaturen (in meinem Haus max 38°C Vorlauf und 5°C Speizung) sparen in Verbindung mit einem dazu passenden Wärmeerzeuger (ohne Mischer!!!) enorm viel Energie (viel geringere Abgastemperaturen, Solarwärme mitunter auch im Winter ausreichend, Wärmepumpe hat erheblich höhere Leistungszahl bei niedrigeren Temperaturen). Ausserdem sind die Wohlfühltemperaturen durch den hohen Strahlungswärmeanteil der großen Fußbodenfläche um mindestens 2°C geringer.
Ausserdem sind die Wohlfühltemperaturen durch den hohen :Strahlungswärmeanteil der großen Fußbodenfläche um mindestens
2°C geringer.
den angeblichen hohen Strahlungsanteil bei Flächenheizungen mit
sehr niedriger Vorlauftemp. halte ich für eine reine Legende.
Je niedriger die Oberflächentemp. ist desto sehr viel niedriger
ist auch die Stahlungsleistung, die abgegeben wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan-Boltzmann-Konstante
Da die Strahlungleistung sogar mit der 4 Potenz zur Temp.
ansteigt, wird bei entsprechend niedrigerer Oberflächentemp.
auch weitaus weniger Stahlung abgegeben, als entsprechend der
größeren aktiven Oberfläche zur Verfügung steht.
Genährt wird diese Ansicht wohl aus den unsäglichen Werbeaussagen
diverser Anbieter von Heizungen, welche einzig zur Verblödung
der potenziellen Käufer dienen sollen.
Das es bei Fußbodenheizungen trotzdem zu einer niedrigeren
Wohlfühltemp. kommt, hat meiner Meinung nach ganz andere Gründe.
Die Zimmertemp. wird üblicherweise in ca. 1,5m Höhe irgendwo an
der Wand gemessen. Dabei wird natürlich nicht die Temperatur-
verteilung im Raum und insbesondere nicht die Schichtung erfasst.
Da bei konventionellen Heizkörpern aber die Wärme natürlich
entsprechend den Naturgesetzen nach oben steigt und die kalte
Luft sich unten sammelt, kommt es oft zu einer erheblichen
Diff. zwischen Fußboden und Decke. Trotz recht warm fühlter
Raumtemp. im Kopfbereich sind die Füße recht kalt und das
Wohlbefinden ist nicht so gut. Statt dessen ist es unter der
Decken sauwarm, wovon man natürlich wenig hat.
Bei Fußbodenheizung wird dies nun eher nicht so sein. Da die
Quelle direkt unter den Füßen ist, wird es kaum zu einer
starken Schichtung kommen. Zusätzlich werden die Füße direkt
durch Wärmeleitung über die Sohlen durchgewärmt, was zum
Wohlbefinden beiträgt (fördert die Durchblutung).
den angeblichen hohen Strahlungsanteil bei Flächenheizungen
mit
sehr niedriger Vorlauftemp. halte ich für eine reine Legende.
Je niedriger die Oberflächentemp. ist desto sehr viel
niedriger
ist auch die Stahlungsleistung, die abgegeben wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan-Boltzmann-Konstante
Da die Strahlungleistung sogar mit der 4 Potenz zur Temp.
ansteigt, wird bei entsprechend niedrigerer Oberflächentemp.
auch weitaus weniger Stahlung abgegeben, als entsprechend der
größeren aktiven Oberfläche zur Verfügung steht.
es geht mir hierbei nicht um eine hohe Strahlungsleistung als wesentlicher Bestandteil der Heizleistung, sondern lediglich um die geringere Wohlfühltemperatur. Es macht einen riesigen Unterschied, ob die komplette Fußbodenfläche 25°C oder 15°C hat. Ob da beim Menschen das Strahlungsempfinden oder die Durchblutung der Füße einen größeren Einfluß haben, spielt überhaupt keine Rolle. Einzig die um etwa 2°C niedrigere Raumtemperatur sind wichtig. Und die kann ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen.
Ich habe dazu mal einen Bericht in einer Fachzeitschrift gelesen. Dort wurde in Versuchsreihen der Energieverbrauch einer Fußbodenheizung ohne Nachtabsenkung mit dem einer Heizkörperheizung mit Nachtabsenkung verglichen. Der Energieverbrauch war gleich. Leider kann ich mich an die Randbedingungen nicht mehr erinnern.