Heizen im Badezimmer

Hallo,

ich habe eine Frage zum Heizverhalten im Badezimmer.
Bisher war ich es gewohnt im Badezimmer eigentlich immer die Heizung aufgedreht zu haben. Das hatte vorallem den Vorteil, dass die Feuchtigkeit vom Duschen gut weggetrocknet ist.

Jetzt bin ich mit einer Mitbewohnerin in eine Wohnung gezogen und sie scheint extreme Angst vor einer Nachzahlung zu haben. So dass sie darauf besteht die Heizung im Badezimmer aus zu haben. Wenn ich dusche darf ich sie dann morgens aufdrehen, aber danach muss sie wieder aus.
Mein Problem dabei ist das kein Handtuch trocknet, das finde ich sehr unangenehm, außerdem kann ich mir vorstellen, dass sich in einem kalten Badezimmer leichter Schimmel bildet.
Liege ich denn mit dieser Vorstellung so falsch?

Wie heizt ihr im Badezimmer. Ist es überhaupt sinnvoll den Raum so kalt zu halten und nur zum Duschen aufzuwärmen? Nach dem Duschen lüfte ich ja auch, so dass die Heizungsluft gleich wieder rausgeht. Das kann doch auch nicht der Sinn der Sache sein oder?

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir schreibt, wie eurer Meinung nach sinnvolles Heizverhalten im Badezimmer aussieht.

Ist es denn ein so dekadenter Wunsch im Badezimmer die Heizung wenigstens auf 1.5 zu drehen?

Viele Grüße Johanna

Wir machen das so:
Hallo Johanna!
Wir versuchen auch, so sparsam wir möglich zu heizen. Bisher haben wir noch keinen Schimmel, obwohl anscheinend unsere Wohnanlage dafür anfällig zu sein schein (Sagen viele andere Bewohner).
Im Bad heißt das: Heizen nur bevor man duschen/baden möchte, anschließend Heizung aus und möglichst schnell das Fenster sperrangelweit aufgemacht, für 10-20min. Dazu: täglich 1-2mal 10min Durchzug durch alle Räume. Am Besten wäre es natürlich noch, die Handtücher woanders zu trocknen, aber dazu sind wir zu faul.

Wenn es richtig kalt (mehrere Minusgrade) ist, drehen wir die Heizung auch mal tagsüber dauerhaft auf 1 oder so, wir wollen uns ja auch nicht den A… abfrieren, wenn wir uns mit demselben auf der Kloschüssel niederlassen.

Wichtig dabei ist, die ungeheizten Räume nicht durch offene Türen „mitzuheizen“. Die warme Luft hat meist einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, beim Abkühlen in dem ungeheizten Raum schlägt sich diese Feuchtigkeit dann an den kältesten Stellen nieder. Ungut.

Ist es denn ein so dekadenter Wunsch im Badezimmer die Heizung
wenigstens auf 1.5 zu drehen?

Nö, dekadent finde ich das nicht, man muß halt wissen, was einem das bißchen „Luxus“ wert ist. Für die paar Minuten, die wir uns im Bad aufhalten, möchte ich es nicht dauernd warm halten. Vieles am Heizverhalten ist Gewöhnungssache.

Dazu noch ein Geschichtchen: Mein Mann hat die Angewohnheit, sich mit warmen Wasser die Zähne zu putzen. Dazu laufen geschätzte 3l Wasser (der Warmwasserzähler läuft da natürlich mit) durch den Hahn, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist und er sein Becherchen mit 0,2l warmen Wasser gefüllt hat. Ich bin regelmäßig die Wände hochgegangen bei dem Thema, aber er bestand auf warmen Wasser beim Zähneputzen.
Jetzt haben wir ein Haus gekauft, da gibt es (vorerst) nur einen Boiler unter dem Waschbecken, da ist erst einmal Schluß mit warm Zähneputzen, der Boiler wird nämlich meist ausgeschaltet sein. *grins*

Er wird sich dran gewöhnen…

Und Ihr werdet Euch hoffentlich gütlich einigen
wünscht
kernig

Hallo,

Auch Hallo,

ich habe eine Frage zum Heizverhalten im Badezimmer.
Bisher war ich es gewohnt im Badezimmer eigentlich immer die
Heizung aufgedreht zu haben. Das hatte vorallem den Vorteil,
dass die Feuchtigkeit vom Duschen gut weggetrocknet ist.

Du mußt im Badezimmer heizen.Kalte Luft kann keine Feuchtigkeit aufnehmen.

Jetzt bin ich mit einer Mitbewohnerin in eine Wohnung gezogen
und sie scheint extreme Angst vor einer Nachzahlung zu haben.

Deine Mitbewohnerin zahlt mehr, wenn sie nicht heizt.
Ihr könnt Euer Badezimmer 20-22° warm halten.

So dass sie darauf besteht die Heizung im Badezimmer aus zu
haben. Wenn ich dusche darf ich sie dann morgens aufdrehen,
aber danach muss sie wieder aus.

Heizkörper abstellen und dann bei Bedarf wieder anstellen, ist kostspielig, da sich erst alles (Wand, Gemäuer) wieder aufheizen muß.

Mein Problem dabei ist das kein Handtuch trocknet, das finde
ich sehr unangenehm, außerdem kann ich mir vorstellen, dass
sich in einem kalten Badezimmer leichter Schimmel bildet.

Und mit dem Schimmel hast Du absolut recht, gestern wieder so einen Fall gehabt. Wolten sparen, nun ist bei denen das Badezimmer schimmelig. Bei Schimmel ist ohnehin vorsicht geboten, denn, haben sich die Schimmelsporen erst einmal in der Lunge festgesetzt, bleiben die „Biester“ auch dort.

Liege ich denn mit dieser Vorstellung so falsch?

Nein, liegst Du nicht.

Wie heizt ihr im Badezimmer. Ist es überhaupt sinnvoll den
Raum so kalt zu halten und nur zum Duschen aufzuwärmen?

Nein!!!

Nach

dem Duschen lüfte ich ja auch, so dass die Heizungsluft gleich
wieder rausgeht. Das kann doch auch nicht der Sinn der Sache
sein oder?

Doch, dass ist Der Sinn der Sache. Wenn Luft ihren Sättigungsbereich erreicht hat, muß sie ausgetauscht werden.Denn ansonsten kann die Luft weder Feuchtigkeit noch Wärme aufnehmen.
Bei „verbrauchter Luft“ müsst Ihr frieren. Es wird nicht mehr warm und die feuchte Luft beschlägt sich dann nicht nur an den Scheiben, sondern auch an den Wänden.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir schreibt, wie eurer
Meinung nach sinnvolles Heizverhalten im Badezimmer aussieht.

Ist es denn ein so dekadenter Wunsch im Badezimmer die Heizung
wenigstens auf 1.5 zu drehen?

Nein ist es nicht!!! Drehe sie auf 2 und lass das Ventil auch so stehen. Tag und Nacht.
Viele Menschen haben ein falsches Lüftsystem, nämlich überhaup keins.
Ihr müsst „Schocklüften“. 2-3 mal am Tag alle Fenster für 10-15 min. öffnen, danach das Schließen nicht vergessen. Wichtig dabei, die Heizkörper —nicht---- abdrehen. Der vEnergieaufwand alles wieder aufzuheizen ist viel zu hoch.

Viele Grüße Johanna

Viele Grüße zurück
Armin

Hi,

sei mir nicht böse, aber das ist teurer Unsinn:

Ihr müsst „Schocklüften“. 2-3 mal am Tag alle Fenster für
10-15 min. öffnen, danach das Schließen nicht vergessen.
Wichtig dabei, die Heizkörper —nicht---- abdrehen. Der
vEnergieaufwand alles wieder aufzuheizen ist viel zu hoch.

Schocklüften ist völlig richtig (wobei 10-15 Minuten meist zu lang ist), dabei aber die Heizkörper nicht abzudrehen ist Verschwendung pur.
Die Wände kühlen in den wenigen Minuten nicht merklich aus. Natürlich geben sie etwas Energie ab, was man aber mit aufgedrehten Heizkörpern auch nicht verhindern kann (dafür ist der Anteil der Energieübertragung per Wärmestrahlung einfach zu klein). Dafür gibt man jede Menge Energie an die Luft ab, die gerade nach draußen befördert wird…

Das einzige, was man wieder aufheizen muß wenn man beim Stoßlüften den Heizkörper abdreht, ist der Heizkörper selbst (und die frische Luft). Aber die Luft noch mal zu erwärmen bevor sie ausgetauscht wird ist einfach irrsinnig. Und da der Heizkörper während des Lüftens permanent mit kalter Luft umströmt wird, kann man da richtig viel Energie verschwenden.

Gruß Stefan

Hi,

sei mir nicht böse, aber das ist teurer Unsinn:

Ihr müsst „Schocklüften“. 2-3 mal am Tag alle Fenster für
10-15 min. öffnen, danach das Schließen nicht vergessen.
Wichtig dabei, die Heizkörper —nicht---- abdrehen. Der
vEnergieaufwand alles wieder aufzuheizen ist viel zu hoch.

Schocklüften ist völlig richtig (wobei 10-15 Minuten meist zu
lang ist), dabei aber die Heizkörper nicht abzudrehen ist
Verschwendung pur.

Die Wände kühlen in den wenigen Minuten nicht merklich aus.
Natürlich geben sie etwas Energie ab, was man aber mit
aufgedrehten Heizkörpern auch nicht verhindern kann (dafür ist
der Anteil der Energieübertragung per Wärmestrahlung einfach
zu klein). Dafür gibt man jede Menge Energie an die Luft ab,
die gerade nach draußen befördert wird…

Das einzige, was man wieder aufheizen muß wenn man beim
Stoßlüften den Heizkörper abdreht, ist der Heizkörper selbst
(und die frische Luft). Aber die Luft noch mal zu erwärmen
bevor sie ausgetauscht wird ist einfach irrsinnig. Und da der
Heizkörper während des Lüftens permanent mit kalter Luft
umströmt wird, kann man da richtig viel Energie verschwenden.

Gruß Stefan

Hi Goosi,

sei mir auch nicht böse,

meine Antwort auf die Frage ist bauphysikalisch absolut korrekt.
Zur Meisterschule gehört eben auch das Fach Bauphysik.
Und die habe ich gerade mal vor 3 Jahren abgeschlossen.

Ergo, erzähle mir nichts von Unsinn.

Gruß Armin

Hallo Armin

danke für deine Antwort. Ist natürlich das was ich hören wollte:wink: Ich werd es mal meiner Mitbewohnerin vorlesen, aber ich befürchte es bringt nicht so viel.

Vielleicht sollte ich ihr einfach anbieten eine eventuelle Hiezkostennachzahlung zu übernehmen… mich nervt diese Feuchtigkeit nämlich. (nicht unbedingt die Kälte, mich stört es nicht wenn es kälter in einem Raum ist, in meinem Zimmer ist es auch nie über 20 Grad)

Aber wenn ich im Bad den Klodeckel aufmache ist er immer beschlagen und auch die Klobrille ist ganz feucht, das kann doch nicht der Sinn der Sache sein.

So teuer kann es doch wohl nicht sein ein 3 Quadratmeter Badezimmer zu beheizen oder?

Viele Grüße, Johanna

Hallo Armin

Hallo Johanna,

danke für deine Antwort.

Bitte.

Ist natürlich das was ich hören

wollte:wink: Ich werd es mal meiner Mitbewohnerin vorlesen, aber
ich befürchte es bringt nicht so viel.

Versuche es, außerdem seid Ihr ja zu zweit. Oder zähhlen Deine Bedürfnisse nicht?

Vielleicht sollte ich ihr einfach anbieten eine eventuelle
Hiezkostennachzahlung zu übernehmen… mich nervt diese
Feuchtigkeit nämlich. (nicht unbedingt die Kälte, mich stört
es nicht wenn es kälter in einem Raum ist, in meinem Zimmer
ist es auch nie über 20 Grad)

Aber wenn ich im Bad den Klodeckel aufmache ist er immer
beschlagen und auch die Klobrille ist ganz feucht, das kann
doch nicht der Sinn der Sache sein.

Nein, ist vor allen Dingen ekelig.

So teuer kann es doch wohl nicht sein ein 3 Quadratmeter
Badezimmer zu beheizen oder?

Nein, ist es nicht. Man kann ja auch sparen, nur nicht am falschen Ende.

Viele Grüße, Johanna

Gruß zurück
Armin

Hi,

Zur Meisterschule gehört eben auch das Fach Bauphysik.
Und die habe ich gerade mal vor 3 Jahren abgeschlossen.

tja, damit zeigst Du nur, daß man die Meisterschule erfolgreich abschließen kann, ohne die Physik wirklich verstanden zu haben…

Ergo, erzähle mir nichts von Unsinn.

Doch, unsinnige Aussagen werde ich auch in Zukunft so bezeichnen. Und Dein Rat ist nicht nur falsch, er kostet bei Befolgung auch richtig Geld.

Gruß Stefan

Hallo,

ich denke, es gibt keine Diskussion über den Sinn des Stoßlüftens.
Allerdings stimme ich nicht mit der Aussage überein, daß dabei die Heizkörper eingeschaltet bleiben.
Das Stoßlüften über 5-10 Minuten sorgt dafür, daß die Raumluft ausgetauscht wird. Während dieser kurzen Zeit verlieren die Gegenstände, die vorher aufgenommene Temperatur nicht. Dies betrifft vor allem die Wände aber natürlich auch die Heizkörper. Somit wird kaum zusätzliche Energie benötigt, um den Heizköper wieder aufzuheizen.

Wenn der Heizkörper aufgedreht bleibt, trifft aber die kältere Außenluft auf den Thermostat (das Thermostat?) und somit wird die Heizleistung erhöht.
Ideal wäre es somit, zuerst die Heizkörper herunterdrehen, dann kurz Stoßlüften und zuletzt den vorherigen Wert wieder einzustellen.

Zugegeben: Ich vergesse es auch meistens und lasse die Heizköper aufgedreht.

Nein ist es nicht!!! Drehe sie auf 2 und lass das Ventil auch
so stehen. Tag und Nacht.
Viele Menschen haben ein falsches Lüftsystem, nämlich überhaup
keins.
Ihr müsst „Schocklüften“. 2-3 mal am Tag alle Fenster für
10-15 min. öffnen, danach das Schließen nicht vergessen.
Wichtig dabei, die Heizkörper —nicht---- abdrehen. Der
vEnergieaufwand alles wieder aufzuheizen ist viel zu hoch.

Viele Grüße Johanna

Viele Grüße zurück
Armin