in einer ca 60qm wohnung mit nachtspeicheröfen und durchlauferhitzer im bad ist der monatliche abschlag im moment ca 90 eur.
kwh/jahr sind nicht bekannt.
es wohnt eine person dort.
ist dieser verbrauch/abschlag realistisch für strom-warmwasser-heizung?
Leider dürften sich die 90 Euro - auch mit Nachtstromtarif im
(noch) derzeitigem Niveau befinden.
Hallo
dh der derzeitige Abschlag ist für die Konstellation „normal“ und nicht ungewöhnlich hoch (oder niedrig)?
Welche Möglichkeiten zu sparen gibt es denn in der og Situation?
Leider dürften sich die 90 Euro - auch mit Nachtstromtarif im
(noch) derzeitigem Niveau befinden.
Hallo
dh der derzeitige Abschlag ist für die Konstellation „normal“
und nicht ungewöhnlich hoch (oder niedrig)?
Welche Möglichkeiten zu sparen gibt es denn in der og Situation?
Leider nur zwei unkomfortable, die du aber bestimmt schon weisst :
Weniger heizen (dh die Temperatur herunterdrehen)
Weniger Warmwasser verbrauchen
oder zwei zunächst kostenintensivere (Investment):
3.Effizientere Heizung (Gas, Öl) installieren, mit Warmwasseraufbereitung
90 Euro sind real, der Durchlauferhitzer frisst sehr viel Strom - und über die Heizung muss ich sicher nichts sagen. Wenn Du sparsam bist musst Du vielleicht auch nichts nachzahlen.
Welche Möglichkeiten zu sparen gibt es denn in der og
Situation?
Beim Warmwasser vielleicht den Boiler (hängt der am Nachtstrom?) abschalten, wenn man ihn nicht braucht und für kleinere Mengen einen Wasserkocher verwenden (z.B. 1,5 Liter Kochendwasser und 2-4 Liter Kaltwasser zum Spülen).
Das mit dem abschalten am besten mal probieren, wenn man etwas Zeit hat. Vielleicht muß man seinen Tagesablauf, besonders am Morgen, etwas umstellen. Also z.B. die Betten schon mal machen, während das Wasser für die Dusche warm wird.
Beim Warmwasser vielleicht den Boiler (hängt der am
Nachtstrom?) abschalten,
Einen Durchlauferhitzer kann man weder mit Nachtstrom betreiben noch nutzt das Abschalten bei Nichtbenutzung irgendwas - das macht er nämlich schon von allein.
Gruß
loderunner
Beim Warmwasser vielleicht den Boiler (hängt der am
Nachtstrom?) abschalten,
Einen Durchlauferhitzer kann man weder mit Nachtstrom
Wie man die nennt, ist mir egal, jedenfalls gibt es Warmwasserbereiter, die nachts mit Nachtstrom aufgeheizt werden und tagsüber nur zuheizen, wenn es nötig ist.
betreiben noch nutzt das Abschalten bei Nichtbenutzung
irgendwas - das macht er nämlich schon von allein.
Das fällt bei mir unter Standbystromverbrauch. So lang der Speicher wärmer als der Raum ist, wird man Verluste haben, die proportional zum Temperaturunterschied sind. Der ist aber größer, wenn man den Speicher dauernd auf Temperatur hält, statt ihn nur aufzuheizen, wenn es nötig ist. Da ich selbst einige Zeit in so einer Wohnung leben durfte, weiß ich wovon ich rede.
Sollte es wirklich ein reiner Durchlauferhitzer sein, der sich nur einschaltet, wenn Wasser fliest, nehme ich alles zurück. Ich meine aber, daß es im Physikbrett mal eine Diskussion gab, daß das mit einem normalen elektrischen Hausanschluß gar nicht geht, da man bei einem normalen Wasserdurchfluß bestenfalls lauwarmes Wasser bekommen würde.
Aber einen Tipp habe ich doch noch. Die Warmwassertemperatur so niedrig wie möglich einstellen (aber gelegentlich aufheizen um evtl. vorhandenen Legionellen den Garaus zu machen).
Ein Warmwasserspeicher oder Boiler (von dem Du sprichst, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hei%C3%9Fwasserbereiter) ist das Gegenteil davon: hier das Wasser auf Vorrat erwärmt - und nur dann kann man Nachtstrom ausnutzen (wenn der Speicher groß genug ist) und hier kann man die Wassertemperatur absenken (beim Durchlauferhitzer macht man das durch Mischen selber).
Hallo,
für den Fall des Durchlauferhitzers habe ich meine Aussage ja zurückgenommen.
Ich habe aber nochmal nachgerechnet. Bei mir ist die Wohnung vor dem Zähler mit dreimal 25A bei 230V abgesichert (der Hausanschluß hat das doppelte, mehr war aber vor ein paar Jahren nicht möglich, ohne neue Kabel zum ca. 300 m entfernten Verteilerkasten zu legen). Macht maximal 10kW oder bei einer Spararmatur mit 10 l/min und ankommendem Wasser von 10°C (das dürfte im Winter noch viel sein) 24,3°C Warmwassertemperatur. Bei 3x50A des Hausanschlusses komme ich bei 100% Wirkungsgrad auf 38,6°C. Das ist für mich knapp unter einer warmen Dusche. Da sowas verkauft wird, scheint es aber bei anderen irgendwie zu funktionieren.
1+2 sind klar …
3+4 sind mir als Mieter eher verwehrt.
Wenn es also keine „Spezialtipps für Nachtspeicheröfenbenutzer“ gibt, werd ich wohl einfach mal schauen wie es läuft. wird ja auch langsam kalt.
ist eigentlich bei allen anbietern der strom nachts automatisch billiger? oder brauch man dafür spezielle tarife?
gruß
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich habe aber nochmal nachgerechnet. Bei mir ist die Wohnung
vor dem Zähler mit dreimal 25A bei 230V abgesichert (der
Hausanschluß hat das doppelte, mehr war aber vor ein paar
Jahren nicht möglich, ohne neue Kabel zum ca. 300 m entfernten
Verteilerkasten zu legen).
300m ? Eine Null zuviel? Wie dick ist denn die Leitung?
Macht maximal 10kW
25A, 400/230V entspricht über 17kW.
Kann ein 18kW Gerät sein, oder ein 21kW Gerät.
Je nach Querschnitt der Zuleitung wirkt diese als Vorwiderstand, dann klappt das schon mit der Sicherung, auch bei 21kW.
300m ? Eine Null zuviel? Wie dick ist denn die Leitung?
Nach 30m bin ich noch nicht mal an der Straße.
Was die Leitung angeht, vertraue ich dem Elektriker, der vor ein paar Jahren die Hausverteilung erneuert hat.
Wie ich oben gerechnet habe, wären mir 21kW immer noch zu wenig. Aber ich würde nie auf die Idee kommen mit Strom zu heizen, das Warmwasser zu machen oder zu kochen. ICh sehe nicht mal, weshalb ich Drehstrom brauche.
300m ? Eine Null zuviel? Wie dick ist denn die Leitung?
Nach 30m bin ich noch nicht mal an der Straße.
Was die Leitung angeht, vertraue ich dem Elektriker, der vor
ein paar Jahren die Hausverteilung erneuert hat.
Ich darf mal für Dich und Deinen Elektriker nachrechnen:
Nach dem Zähler sind maximal 3% Spannungsfall, bezogen auf den Wert der Vorsicherung (hier 25A) zulässig.
Da Du ja die 3% nicht nur auf der Zuleitung zum Haus, sondern auch im Haus verbrätst, rechne ich mal mit 1,5% weiter, also 6V.
Das ergibt rechnerisch ein Kabel mit min. 37mm² Querschnitt.
Bei Wechselstrom wären für 25A schon 75mm² nötig, hättest aber nur ein drittel der Leistung.
So, und was liegt bei Dir für ein Kabel?
4x35mm² Erdkabel hätte einen Außendruchmesser von 28mm. Die Leiter ab 35mm² sind gut daran zu erkennen, dass sie nicht mehr rund sind, sondern „segmentförmig“, also im Querschnitt die Form eines Viertelkreises haben.
Ich vertraue grundsätzlich darauf, dass meine Kollegen grundlegende Formeln und Vorschriften kennen und anwenden, werde aber leider allzu oft enttäuscht.
Wie ich oben gerechnet habe, wären mir 21kW immer noch zu
wenig.
Ach, 21kW sind fürs Duschen voll geeignet.
Aber ich würde nie auf die Idee kommen mit Strom zu
heizen, das Warmwasser zu machen oder zu kochen. ICh sehe
nicht mal, weshalb ich Drehstrom brauche.
Das sollten Dir meine Werte für die Mindestquerschnitte zeigen.
Bei 21kW und 0,166l/s (=10l/min) hast Du eine Erwärmung von über 30K.
Das reicht.
Wobei ich fälschlicher Weise mit einer Dichte von 1 kg/dm³ gerechnet habe, aber das verfälscht ja nur minimal.