Hi,
nachdem mir gerade beim Flexen beinahe mein Pulli abgebrannt wäre… leider kein Witz,
ich aber keinen Blaumann daheim habe und in der Werkstatt es wegen Flexen und Schweissen scheiß kalt ist,
eine Frage: Welche Klamotten fangen nicht beim Flexen an zu kokeln?
Was empfehlt ihr mir drüber zu ziehen?
Gruß Steffen
Mit Verlaub und bei allem Respekt gegenüber dem Fragesteller:
Diese Frage kann wohl nicht ernsthafter Natur sein, oder?
Oh doch!
Denn wenn dir das mal passier ist denkst du nach.
Klugscheißer wie dich gibts genug. Daher meine Frage die sehr ernst gemeint war.
Beim Kettensägen gibts spezielle Schutzkleidung. Nur beim Flexen denkt jeder so wie ich erstmal, kann nix passieren.
Denkste.
Auch so scheinbar laienhafte Themen wie dieses können wichtig sein wenn man wie ich eine Dummheit gemacht hat.Und mal nen Pulli in Flammen zu sehen ist kein Hobby.
Also net dumm rum schwätzen, entweder antworten oder nix schreiben.
Hallo,
vor ca einem halben Jahr wurde im Nachbarort ein 42jähriger beerdigt. Seine Kleidung hatte beim flexen Feuer gefangen, zwei drittel seiner Hautoberfläche waren verbrannt. Gestorben ist er dann nach ca einer Woche an Nierenversagen.
Normale Berufsbekleidung wie sie Kfz Mechaniker, Schweißer usw tragen ist nicht so leicht entflammbar. Damit kannst du ohne weiteres Flexen, davon abgesehen wäre ein Schutz für die Augen empfehlenswert.
Ein Wollpulli oder noch schlimmer leicht entzündliche Chemiefasern können wirklich „brenzlig“ werden.
Gruß
Katl
Nun sollten wir in diesem Forum einen gewissen Mindestanspruch an Niveau auch in Schriftform walten lassen! Ansonsten gäbe es alternativ ausreichend andere Foren, um sich dort in der Fäkal- oder Floskelsprache betätigen zu können.
Wer jedoch handwerklich in einer Weise tätig werden möchte, welche das übliche Maß eines Standard-Do-It-Yourselfers überschreitet (hier: Flexen und/oder Schweißen), dem sollte man ohne weiteres die untersten Grundkenntnisse des persönlichen Arbeitsschutzes unterstellen. Ansonsten sollte er diese Arbeiten lieber an einen Fachbetrieb mit ausreichenden Kenntnissen vergeben.
Daran ändern nun einmal auch derartige persönliche Ausfälle, welche in diesem Forum (Gott-Sei-Dank) bisher nur selten auftraten, nun einmal gar nichts!
-.-.-.-.-
mfg Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen
Mit Arroganz ändert man überhaupt nix und hilft niemanden.
Auch nicht das Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen.
mfg
Jo
Hallo Steffen,
in aller Regel werden beim schleifen/flexen usw. Arbeitshosen / Kittel, die aus dem gleichen oder ähnlichen Material wie die BlueJeans hergestellt werden, getragen. In den Fällen, wo das Schleifen zur Tagesarbeit gehört, kommen zusätzlich auch Lederschürzen darüber.
Was ich bei deiner Frage nicht so recht verstehe: Wie kommen die Schleiffunken an deine Kleidung. Normalerweise schleife ich doch so, das die Schleiffunken von mir wegfliegen und nicht in meine Kleidung. Beobachte oder lasse dir einfach mal zeigen wie so eine Flex richtig eingesetzt wird.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Steffen,
ich flexe nicht jeden Tag, aber wenn, dann trag ich meinen Blaumann aus flammhemmenden Stoff. Schließlich schnalle ich mich beim Autofahren an und trage eine Schnittschutzhose, wenn ich mit der Kettensäge hantiere.
Sooo teuer ist ein Blaumann auch nicht!
Gandalf
ich flexe nicht jeden Tag, aber wenn, dann trag ich meinen
Blaumann aus flammhemmenden Stoff. Schließlich schnalle ich
mich beim Autofahren an und trage eine Schnittschutzhose, wenn
ich mit der Kettensäge hantiere.
Hallo Interessierte,
zur Arbeitsschutzkleidung, ein Freund war Jahrezehntelang als Gärtner in einer öffentlichen Institution beschäfigt die auch viele Liegenschaften hatten/haben.
Er und seine Kollegen hatten im Bus bzw. ihren Fahrzeugen alles dabei was es so an Sicherheitskleidung gibt.
Angelegt hat die nie einer.
Warum? Ganz einfach, mit Einhaltung aller Sicherheitsrichtlinien schaffen sie nur einen Baum am Tag. Ohne, mehrere.
Flink die Leiter rauf mit Turnschuhen, dann auf Ästen ranghangeln um dann so weit rausgelehnt einen anderen Ast absägen ist halt bedeutend schneller.
Und gängige Praxis, machten/machen da alle so.
Und was Wolf sagte ist gewissermaßen falsch. Klar, ich lasse den Spühstrahl der Flex nicht in meine Richtung sprühen, insofern richtig, aber wenn ich eine blöde Ecke abzuflexen habe, meinst du im Ernst ich baue den Griff um um andersrum zu flexen?
Natürlich flexe ich weiter, sehe die Funken auf mich zu kommen, naja, dem einen brennt der Kittel, der andere hat das besser im Auge.
Gruß
Reinhard
Hallo Reinhard,
was möchtest Du uns mit Deinem Beitrag sagen?
Daß alle Maßnahmen zur Arbeitsicherheit blödsinnig sind?!
Ich habe tagtäglich mit Leuten zu tun, die trotz Umgang mit giftigen und krebserzeugenden Arbeitsstoffen die elementarsten Sicherheitsvorkehrungen in den Wind schießen.
Das sind aber auch die, die am lautesten schreien, wenn was passiert.
Ich könnte kotzen, wenn ich so was höre - ehrlich.
Wenn Du Dich selber gefährdest, ist das Dein Bier. Darauf stolz zu sein oder damit zu kocketieren ist völlig daneben.
So jetzt ist der Frust draußen
Gandalf
ich flexe nicht jeden Tag, aber wenn, dann trag ich meinen
Blaumann aus flammhemmenden Stoff. Schließlich schnalle ich
mich beim Autofahren an und trage eine Schnittschutzhose, wenn
ich mit der Kettensäge hantiere.Hallo Interessierte,
zur Arbeitsschutzkleidung, ein Freund war Jahrezehntelang als
Gärtner in einer öffentlichen Institution beschäfigt die auch
viele Liegenschaften hatten/haben.
Er und seine Kollegen hatten im Bus bzw. ihren Fahrzeugen
alles dabei was es so an Sicherheitskleidung gibt.
Angelegt hat die nie einer.
Wenn sich der erste ins Bein gesägt hat, weil er keine Schnittschutzhose anhatte, denken die beiden anders!!!
Vermutlich haben die noch nicht mal einen Kettensägeschein.
Warum? Ganz einfach, mit Einhaltung aller
Sicherheitsrichtlinien schaffen sie nur einen Baum am Tag.
Ohne, mehrere.
Da stelle ich mir die Frage: Wie schaffen es professionelle Baumfällfirmen (mehrere) Bäume zu fällen/ stutzen?
Flink die Leiter rauf mit Turnschuhen, dann auf Ästen
ranghangeln um dann so weit rausgelehnt einen anderen Ast
absägen ist halt bedeutend schneller.
Und gängige Praxis, machten/machen da alle so.
Das machen nur die, die noch alle Gliedmaßen haben. Die anderen machten es auch mal so.
Professionelle haben evtl. auch einen Hoch-Entaster.
Und was Wolf sagte ist gewissermaßen falsch. Klar, ich lasse
den Spühstrahl der Flex nicht in meine Richtung sprühen,
insofern richtig, aber wenn ich eine blöde Ecke abzuflexen
habe, meinst du im Ernst ich baue den Griff um um andersrum zu
flexen?
Natürlich flexe ich weiter, sehe die Funken auf mich zu
kommen, naja, dem einen brennt der Kittel, der andere hat das
besser im Auge.
Wenn ich das mit dem Umgang an der Kettensäge lese, hast Du oder die komischen Gärtner vermutlich auch noch nichts von PSA oder dergleichen gehört.
Beim Flexen/ trennen/ schleifen gehört selbstverständlich Schutzbrille, schwer entflammbare Kleidung etc. dazu. Ich gehe auch mal davon aus, das Du ohne Fingerschutz den Winkelschleifer benutzt.
Gruß
Holger
Hallo Gandalf,
was möchtest Du uns mit Deinem Beitrag sagen?
Daß alle Maßnahmen zur Arbeitsicherheit blödsinnig sind?!
Nein. Aber das sie im Arbeitsalltag nicht eingehalten werden.
Ich habe tagtäglich mit Leuten zu tun, die trotz Umgang mit
giftigen und krebserzeugenden Arbeitsstoffen die elementarsten
Sicherheitsvorkehrungen in den Wind schießen.
Das sind aber auch die, die am lautesten schreien, wenn was
passiert.
? Lassen wir mal das „Laut schreien“ weg, ansonsten ist es doch genau das was ich sagte, alle Schutzmaßnahmendinge sind vorhanden, werden aber nicht benutzt.
Ich könnte kotzen, wenn ich so was höre - ehrlich.
? Auf dem „Bau“ isses so. Wenn du beim Flexen eine Schutzbrille anziehst bist du ein Schwächling. Wnn du eine Fliese in Form flext und dir fliegt dabei was ins logo unbedeckte Auge und du gehst zum Arzt bist du ein Schwächling.
Wobei mir das wurscht ist, ich gehe zum Arzt. Aber Andere halt nicht.
Wenn Du Dich selber gefährdest, ist das Dein Bier. Darauf
stolz zu sein oder damit zu kocketieren ist völlig daneben.
Ich passe auf mich auf
Prost
Gruß Reinhard
Habt euch wieder lieb
Hallo Leute,
kommt doch wieder runter.
Ich denke keiner will hier jemandem böses.
Beim Thema gefährliches soll man sicherlich nur gute und sehr gute Tipps abgeben.
Grundsätzlich muss man mit ordentlicher sicherer Arbeitskleidung die Arbeit im und am Haus aufnehmen. Manche hier mitgeteilten Arbeitsinfos sind nicht so das gelbe vom Ei aber als mündiger Heimwerker, denke ich, kann der Fragesteller auch dies unterscheiden insbesondere wenn er die Vita des Antwortenden liest.
Sicherlich wird er, wenn diese Arbeiten häufiger anfallen, geeignete und geprüfte Schutzkleidung beschaffen und verwenden. Es kommt aber auf den Umfang der Arbeiten auch an. Niemand wird wohl zum Abtrennen eines 8mm Eisenstabes (ca. 10 sec. Arbeit) die „Ritterrüstung“ anlegen. Schutzbrille immer!!
Ich hätte als Tipp angegeben eine Lederjacke (möglichst lang) verkehrt herum anzuziehen. Ist unbequem aber für einen einmaligen Gebrauch bei mittlerem Funkenflug besser als nichts. Könnt ihr damit konform gehen?
Grüße
Martin
@ Klaus
vielleicht könntest du ja den Nachsatz mit „öbv Sachverständiger…“ und so nicht immer verwenden. Steht ja in deiner Vita. Ist hier bei dieser Frage auch nicht unbedingt ein Zeichen von besonderer Kompetenz. Ist nicht böse gemeint.
Es lässt uns einfacheren Leute nur so verdammt alt aussehen. Das stört bei manchem von uns das Ego.
)
Hallo Reinhard,
Ich passe auf mich auf
Prost
wenn Du unterschreibst, daß Du im Fall der Fälle keine Leistungen der Kranken-, Renten- und Unfallkasse in Anspruch nimmst, darfst Du das von mir aus gerne machen.
Gandalf
Hallo Holger,
Wenn sich der erste ins Bein gesägt hat, weil er keine
Schnittschutzhose anhatte, denken die beiden anders!!!
Vermutlich haben die noch nicht mal einen Kettensägeschein.
Ui, für 'ne Kettensäge braucht man einen Schein? Wußte ich nicht.
Jedenfalls, er ist schon nahezu 35 Jahre Gärtner und weiß wie man Bäume hochsteigt und die beschneidet.
Und wenn er mir sagt, daß er mit voller Montur Stunden bräuchte, ohne Schutzkleidung bedeutend weniger Zeit, und das machen alle, dann glaub ich das.
Da stelle ich mir die Frage: Wie schaffen es professionelle
Baumfällfirmen (mehrere) Bäume zu fällen/ stutzen?
Mehr Leute *mutmaß*
Gruß
Reinhard
Moin,
…
eine Frage: Welche Klamotten fangen nicht beim Flexen an zu
kokeln?
Was empfehlt ihr mir drüber zu ziehen?
Schutzkleidung nach EN 340, EN 470-1, EN 531/+ EN 533
-
EN 340 Schutzkleidung - allgemeine Anforderungen
Diese Norm beschreibt fundamentale Anforderungen für jede Art von Schutzkleidung.
Dazu gehören u.a. Hinweise zu Größen, Hersteller- und Benutzerinformationen
ebenso wie ergonomische Empfehlungen. -
EN 470-1 Schutzbekleidung für das Schweissen und verwandte Verfahren
Schutzkleidung für das Schweißen und verwandte Verfahren.
Widerstandskraft gegen Stichflammen und Flammenausbreitung:
Stichflammen/Flammen dürfen sich nicht zur Kante des Testkörpers ausweiten.
Es dürfen keine Löcher entstanden sein.
Geschmolzenes Material darf nicht vom Stoff tropfen.
Nachbrennzeit darf 2 Sek. nicht überschreiten.
Nachglühzeit darf 2 Sek. nicht überschreiten.
Widerstandskraft gegen geschmolzene Metallspritzer:
Das Material sollte 15 Tropfen geschmolzener Metallspritzer aushalten ohne eine
Erhöhung der Temperatur von 40 K (Kelvin) zu überschreiten. -
EN 531 Flammhemmend
EN 531 Ist für den Schutz der Industriearbeiter gegen kurzen Kontakt mit Flammen
und wenigstens eine Art von Hitze vorgesehen.
Die Hitze kann konvektiv, strahlend oder durch grosse flüssige Metallspritzer verursacht auftreten,
oder auch als eine Kombination dieser Formen.
A. Alle Kleidungszusammenstellungen müssen die folgenden Anforderungen erfüllen,
geprüft nach EN 532.
Keine Probe darf zu der Ober- oder den Seitenkanten weiterbrennen
Keine Probe darf eine Lochausbildung aufweisen
Keine Probe darf brennendes oder schmelzendes Abtropfen aufweisen
der Mittelwert der Nachbrennzeit muss d” 2 s betragen
der Mittelwert der Nachglühzeit muss d” 2 s betragen
B. Konvektiv-Hitze
Alle Kleidungszusammenstellungen die für den Schutz gegen Konvektiv-Hitze vorgesehen sind, müssen mindestens Stufe B1 der Tabelle erfüllen, bei der Prüfung nach EN 367. B 1 ist die kleinste Stufe 3-6 Sekunden. B 5 ist die höchste Stufe.
C. Strahlungs-Hitze
Alle Kleidungszusammenstellungen die für den Schutz gegen Strahlungshitze vorgesehen sind, müssen mindestens Stufe C 1 der Tabelle erfüllen.
C 1 ist die kleinste Stufe 8-30 Sekunden. C 4 ist die höchste Stufe.
D. Flüssige Aluminium-Spritzer
E. Flüssige Eisen-Spritzer -
EN 533 Schutz gegen Hitze und Flammen, Materialien und Materialkombinationen
Ist für die begrenzte Flammenausbreitung, für Industrie und Elektrogewerbe.
Die Eigenschaften des Stoffes wird in folgende Kategorien aufgeteilt.:
• Index 1 : Stichflammen dürfen sich nicht zur Kante des Testkörpers ausweiten.
• Index 2 : Geschmolzenes Material darf nicht vom Stoff Tropfen.
• Index 3 : Nachglühzeit darf 2 Sekunden nicht überschreiten
Gruß Steffen
mfg
W.
ich aber keinen Blaumann daheim habe und in der Werkstatt es
wegen Flexen und Schweissen scheiß kalt ist,
eine Frage: Welche Klamotten fangen nicht beim Flexen an zu
kokeln?
Was empfehlt ihr mir drüber zu ziehen?
Kleidung aus reiner Baumwolle ist nicht so leicht entflammbar wie Synthetik.
Dabei kommt es auch auf die Oberflächenstruktur an, je „plüschiger“ und feinfaseriger, desto brennbarer.
unterschiedliche Firmen-und Sicherheitsphilosophie
Nein. Aber das sie im Arbeitsalltag nicht eingehalten werden.
So pauschal ist das sicher nicht richtig.
Schutzbrille anziehst bist du ein Schwächling. Wnn du eine
Fliese in Form flext und dir fliegt dabei was ins logo
unbedeckte Auge und du gehst zum Arzt bist du ein Schwächling.
Bin ich doch lieber ein Schwächling mit zwei funktionierenden Augen.
Im übrigen ist das eine Frage der Firmenphilosophie wie der Arbeitsschutz gehandhabt wird. Wenn der Chef die Angelegenheit unterstützt und regelmäßig die Leute mit zerfetzten Turnschuhen statt Arbeitsschuhen zur Schnecke macht, evtl. noch Schutzkleidung mitfinanziert, wandelt sich die Sache. Und das ist jetzt keine Mutmaßung, dass habe ich selber so erlebt.
„Ich kneif schnell das Auge zu, wenn ein Funke drauf zu fliegt“, „Ich spring schnell zur Seite, wenn mir an der Kreissäge ein Stück Holz zurückschlägt“, „Ich halte die Kettensäge ordentlich fest, dann passiert nix“ und „Ich achte darauf, wohin die Funken beim Flexen fliegen“ - gnadenlose Selbstüberschätzung, würde ich sagen.
So ähnlich wie: „Wenn ich was getrunken habe, fahre ich ganz vorsichtig Auto“
Beim Heimwerkern halte ich Schutzmaßnahmen für noch wichtiger, die Bastler wissen ja meist nicht so genau, was sie tun (Ich nehme mich da nicht aus).
kernig