Mein Problem ist die Luft in einem der Heizkörper.
Neues Haus, bewohnt seit 2 Jahren,Gasheizung, oben sammelt sich in einem Heizkörper Luft an. Ca. jeden 10 Tag kann ich es entluften, da ungefähr 1/4 des Körpers kalt wird.
Wenn ich es tue, stinkts nach Stickstoff; wohl normal - habe ich nun irgendwo gelesen.
Ist das normal, dass ich es 3-4 mal im Monat machen muss?
Wenn ich meinen Handwerker rufe, besteht da die Chance, dass er das beseitigt, so dass ich es nicht mehr bzw. nur noch selten mache???
Woran kann es liegen??
Eigentlich wäre das noch ein Garantiefall; der Handwerker will zu mir irgendwie gar nicht kommen. Ich stelle es mir total schwierig vor, die Ursache zu finden…
Danke schon mal im vorfeld
alex
hat deine Hzg. evtl. eine Nachtabsenkung?
Könnte es sein, dass deine Heizung „atmet“, d.h. nachts Luft ansaugt und tags beim Heizen/Zirkulieren dann gluckert?
Hallo Alex,
das nach so langer Zeit ein Heizkörper immer wieder entlüftet werden muss ist nicht normal und liegt oft daran das die Heizkörper-/Entlüftungen nicht optimal platziert wurden. Darunter verstehe ich das die Entlüftung wirklich am obersten Punkt eines Heizkörpers angeschweißt wurden und, das ist die Praxis das der Heizkörper mit der Wasserwaage ausgerichtet Richtung Entlüftung leicht schräg montiert werden sollte.
Das die entweichende Luft nach irgenwas richt ist normal und kann sowohl von den verlegten Rohren wie auch von dem verwendeten Löt oder Klebstoff herkommen.
Um das Problem zu lösen, würde ich alle Heizkörperventile auf maximale Temperatur aufdrehen,
am Kessel die Umwälzpumpe auf maximale Drehzahl stellen, das System mit Wasser auf den maximal zulässigen Druck auffüllen.
Zum Wasser auffüllen gleich noch ein Typ:
An deinem Kessel ist eine Wasserleitung mit Abstellventil und an deinem Kessel ein Ventil um die Anlage (aus der Wasserleitung) aufzufüllen.
Ich habe zwischen diesen Anschlüssen einen guten Gewebe- /Wasserschlauch fest montiert. Damit erreiche ich, das beim Nachfüllen nicht immer erst die Luft im Schlauch und dann erst das Wasser in die Anlage gedrückt wird.
Aber nicht vergessen, nach der Prozedur die zwei Ventile wieder schließen.
Nach dem auffüllen, damit nicht schon wieder neue Luft reingedrückt wird, erst das Entlüftungsventil am Kessel öffnen.
Und dann, feuer…Kessel auf maximale Kesseltemperatur einstellen, 30 Minuten warten und dann die Heizkörper nacheinander entlüften. Zwischendurch und am Ende der Entlüftung (immer mal wieder) den Druck am Kessel überprüfen.
Heizkörperventile zwischen 2 - 3 einstellen.
Kesseltemperatur zurückdrehen.
Umwälzpumpe vorherige Drehzahl.
Wünsche viel Erfolg.
Wenn ich es tue, stinkts nach Stickstoff; wohl normal - habe
ich nun irgendwo gelesen.
Nach Stickstoff?
Unsere Luft besteht, wenn ich das richtig behalten habe, zu 21% aus Stickstoff. Das müßte dann doch gewaltig stinken!
Ist das normal, dass ich es 3-4 mal im Monat machen muss?
Wenn ich meinen Handwerker rufe, besteht da die Chance, dass
er das beseitigt, so dass ich es nicht mehr bzw. nur noch
selten mache???
Woran kann es liegen??
Eigentlich wäre das noch ein Garantiefall; der Handwerker will
zu mir irgendwie gar nicht kommen. Ich stelle es mir total
schwierig vor, die Ursache zu finden…
Ändert sich der Druck im System stark? Dadurch könnte Luft angesaugt werden.
und noch ein paar andere Gase mit deutlich weniger als 1%. Es
würde also noch schlimmer stinken, als du gedacht hast
Gruß, Niels
Dann trennt sich also Sauerstoff von den anderen Gasen im Heizungswasser? Merkwürdig!
Und warum sollte der Rest dann stinken? Vor allem, woran erkennt ein Laie das, welches Gas da stinkt?
mir hat mal ein Heizungsinstallateur gesagt, dass der Sauerstoff der Luft die im Heizkreislauf eingeschlossen ist im Laufe der Zeit in das Wasser geht, dadurch steigt der Stickstoffgehalt der „Luft“ im Heizkreislauf langsam auf über 90% an.
Stickstoff stinkt nicht, sonst hieße er Stinkstoff
Was der Ursprungsposter vielleicht meinte, ist ein Geruch nach Schwefel.
Hallo Leute,
hab nicht erwartet, dass ich schon einige Tipps bekommen hab… Dafür besten Dank!
Werde eure Tipps verinnerlichen, wobei ich jetzt beim Lesen das Gefühl bekommen habe, dass ich es doch lieber dem Handwerker überlassen soll.