Wasser Kondensattrockner zum Bügeln?

Hallo,

ich habe mich gefragt, ob man das Wasser, dass sich beim einem Kondensatwäschetrockner sammelt auch in einem handelsüblichen Dampfbügeleisen neueren Kaufdatums benutzen kann?

Wenn nein, warum nicht?

Grüße

Schildmann

Das Kondensat kann feine/kurze Fasern der Wäsche beinhalten. Hierdurch könnten sich die feinen Dampfdüsen des Bügeleisens über kurz oder lang verstopfen.
Die Fasern entfernt man beispielsweise dadurch, dass das Kondensat nach der Entnahme zunächst ein Haushalts-Filterpapier durchläuft, beispielsweise für den Kaffee-Extrakt.
Andere Stimmen sprechen auch davon, dass im Kondensat ggf. kleinere Waschmittelreste beinhaltet sein könnten. Entsprechende Studien oder Veröffentlichungen sind mir jedoch nicht bekannt!

Was soll also passieren?
Ich denke, der Filter wird seine ausreichende Schuldigkeit tun.

  • Klaus -

Kondenswasser ist eine Chemikalie!
Hi schildmann!

ich habe mich gefragt, ob man das Wasser, dass sich beim einem
Kondensatwäschetrockner sammelt auch in einem handelsüblichen
Dampfbügeleisen neueren Kaufdatums benutzen kann?

Das kommt drauf an, was der Hersteller des Dampfbügeleisens fordert.
Mein (relativ neues) Dampfbügleisen will Leitungswasser, hat aber eine Taste zum „Entkalken“.

Destilliertes Wasser (und im Grunde ist das das Wasser des Kondensatwäschetrockners) ist hochgradig aggressiv. Da es arm an Mineralien ist, greift es fast alle Oberflächen an und zerstört, was es unter die Oberflächen bekommt.
Viele Metalle reagieren, Beton zerlegt sich…

Also einfach in die Bedienungsanleitung des Bügeleisenherstellers schauen: akzeptiert er dest-Wasser -> dann funzt das auch mit dem Wasser aus dem Wäschtrockner. Will er Leitungswasser: gib es ihm! :smile:

LG Ulli

Hallo,

ich habe mich gefragt, ob man das Wasser, dass sich beim einem
Kondensatwäschetrockner sammelt auch in einem handelsüblichen
Dampfbügeleisen neueren Kaufdatums benutzen kann?

Bei uns wird schon seit Jahren, ohne irgendwelche Probleme Wäschetrocknerwasser im Dampfbügeleisen verwendet.
Eine Agressivität in irgend einer Form ist nicht Feststellbar.
Im Gegenteil kalkfreies Wasser ist m.E.doch weicher und weniger Aggresiv als Leitungswasser.
Ob diese problemlose Nutzung dieses Wassers jedoch Bauart und Baujahrabhängig ist kann ich nicht beurteilen.
Grundlegend große Unterschiede kann ich mir aber nicht vorstellen.

Viele Grüße
Markus

Hi Ayla,

Destilliertes Wasser (und im Grunde ist das das Wasser des
Kondensatwäschetrockners) ist hochgradig aggressiv. Da es arm
an Mineralien ist, greift es fast alle Oberflächen an und
zerstört, was es unter die Oberflächen bekommt.
Viele Metalle reagieren, Beton zerlegt sich…

ähm, wo hast Du das denn her?!
Das es Gegenden in D (und anderswo) gibt, wo das Leitungswasser mehr oder weniger die gleiche Zusammensetzung hat wie destilliertes Wasser, ist Dir aber bekannt. Müssen die Leitungswasserkonzentrat zu ihrem Bügelwasser geben?!

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hi Ayla,

Hi Gandalf

ähm, wo hast Du das denn her?!
Das es Gegenden in D (und anderswo) gibt, wo das
Leitungswasser mehr oder weniger die gleiche Zusammensetzung
hat wie destilliertes Wasser, ist Dir aber bekannt. Müssen die
Leitungswasserkonzentrat zu ihrem Bügelwasser geben?!

Ich bin davon ausgegangen,dass das Wasser aus dem Wäschetrockner tatsächlich dort „kondensiert“ ist, Mineralien und Salze nicht mehr enthalten sind.

Zitat aus : http://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/w/wasser…

„Als aggressives Wasser (aggressive water) wird ein Wasser bezeichnet, das mit ihm in Berührung stehende Feststoffe auflösen oder zersetzen kann, wofür in der Regel die Wasserinhaltstoffe verantwortlich sind. Aber auch destilliertes Wasser kann z.B. Mineralien aus Feststoffen herauslösen.“

Dazu kommt, dass in dem Betrieb, der mich für meine Arbeit bezahlt, Verdampferanlagen stehen, deren „Kondenswasser“ regelmässig Beton und Baustahl auflösen. Das schafft „Leitungswasser“ normalerweise nicht.

Gruss aus dem kalkarmen Bergischen
Ulli

Moin,

alternativ zu dem empfohlenen Kaffefilter kann ich aus eigener Erfahrung einen Stoffteefilter empfehlen.
Das sind diese mit dem Tassengroßen Metallring an dem ein aus feinster Baumwolle angehängter Stoffsack befestigt ist.
Dieser hält auch sichtbar alle feinen Rückstände zurück und kostet nur einmal ein paar Cent.

CU - Dominik

Hi Ayla,

Ich bin davon ausgegangen,dass das Wasser aus dem
Wäschetrockner tatsächlich dort „kondensiert“ ist, Mineralien
und Salze nicht mehr enthalten sind.

das stimmt soweit.

Zitat aus :
http://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/w/wasser…

„Als aggressives Wasser (aggressive water) wird ein Wasser
bezeichnet, das mit ihm in Berührung stehende Feststoffe
auflösen oder zersetzen kann, wofür in der Regel die
Wasserinhaltstoffe verantwortlich sind. Aber auch
destilliertes Wasser kann z.B. Mineralien aus Feststoffen
herauslösen.“

Das Wasser Mineralien lösen kann ist unbestritten, aber die Lösemitteleigenschaften von Leitungswasser und destillierten/entionisiertem Wasser unterscheiden sich, wenn überhaupt zu bemerken, nur gering.

Dazu kommt, dass in dem Betrieb, der mich für meine Arbeit
bezahlt, Verdampferanlagen stehen, deren „Kondenswasser“
regelmässig Beton und Baustahl auflösen. Das schafft
„Leitungswasser“ normalerweise nicht.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit entionisiertem Wasser und auch in unserem Betrieb werden große Mengen davon z.B. als spezielles Prozesswasser und als Kesselspeisewasser für unser Kraftwerk produziert. Mir ist nicht bekannnt, daß da Unterschiede zu ‚normalem‘ Wasser gemacht wird, bzgl. Korrosivität.
Wir haben zwar drei Wasserleitungssysteme (Leitungswasser, Prozesswasser (das ist mechanisch gefiltertes Wasser aus einem Kanal) und entionisiertes Wasser/Kondensat. Aber nur, weil das rechungstechnisch und prozesstechnisch relevant ist.

Wenn Beton von entionisiertem Wasser angegriffen würde, wäre m.E. mit dem Beton etwas nicht in Ordnung.

Gandalf