Hallo!
Ich kann Dir mal meiner Erfahrungen zu dem Thema schreiben.
Nicht, damit Du meine Fehler wiederholst.
Nach einigen notdürftigen Konstruktionen mit Baumarktgelumpe und geringer Lebensdauer habe ich mich genug geärgert, und das vor ca. 8 Jahren ganz solide gebaut, aus einzelnen Komponenten.
Der Brunnen ist ca 5 m tiefer als die Pumpe, und das Saugrohr ist 40 mm
PE-Rohr, 27 Meter lang, 1,50 tief eingegraben, mit Gefälle gelegt, damit sich die Leitung selbstständig entlüftet, wenn man die anfüllt. Damit gibt es keine Probleme.
Bei Dir ist das aber nicht so dramatisch,
weil die Zisterne ja höher liegt, Du solltest aber auch darauf achten, dass möglichst keine „Luftsäcke“ in der Leitung stehen könen.
Ansaugseitig ist alles perfekt.
Ich habe mich von unserem örtlichen Handwerker beraten lassen, das ganze Zeug dort gekauft, aber selbst montiert.
Das sollte also auf seine Empfehlung eine Anlage ohne Druckkessel sein,
weil diese angeblich sehr anfällig wären.
Ich habe also eine Pumpe von KSB bekommen, Förderhöhe 38 m, also 3,8 bar. Leistungsaufnahme 660 Watt. Diese steht auf einer selbstgebauten Halterung mit Gummilagern vom PKW-Bereich, und ist mit flexibelen Schläuchen angeschlossen.
Damit wollte ich die Schallübertragung auf das Haus verringern, was auch funktioniert.
Danach folgt ein rückspülbarer Trinkwasserfilter, den ich monatlich rückspüle, und einmal im Jahr zerlege und gründlich reinige.
Als nächstes kommt dann ein Steuergerät für die Pumpe.
Ich habe mir das anders vorgestellt,
aber das ist nur ein simpeler Druckschalter, irgendwie mit Durchflussmengenmesser kombiniert.
Er schaltet aber zum Glück die Pumpe ab, wenn der Brunnen mal leer sein sollte.
Dieser Druckschalter hat überhaupt nicht funktioniert, das hat sich der Handwerksmeister dann angesehen, und mir kulanterweise einen anderen gegeben.
Das Problem war, dass öfters die Pumpe ständig angelaufen ist und wieder abgeschalten hat. Manchmal die ganze Nacht durch. Auch mit dem neuen Steuerschalter.
Dann machte der Handwerker einen hilflosen Eindruck, und ich habe mich selbst darum gekümmert.
Fehler war, dass bei den vielen Klospülungen und Wasserhähnen nicht alles hundertprozentig dicht ist, und scheinbar, wenn irgendwo mal ein Tropfen Wasser verschwunden ist, lief die Pumpe dann immer 10 Sekunden.
Ich habe dann ein selbstgebasteltes Druckbehältnis als Puffer eingebaut, was mit Luftpolster gearbeitet hat, ohne Membran.
So hat diese Anlage dann bis vor einem halben Jahr funktioniert.
Meine Erfahrungen:
Diese Anlage lief zuverlässig, und hat in ihrer Leistung normalerweise ausgereicht.
Meine Probleme damit:
- Wenn Mutti ihre Blumen mit dem Wasserschlauch giesst,
wird es knapp, wenn man dabei gerade duscht.
Ansonsten reicht die Wassermenge und Druck aber völlig aus.(meine Wohnung ist 5 m höher als die Pumpe)
- Auch wenn man sich mit wenig Wasser nur die Hände wäscht, läuft während der gesamten Zeit die Pumpe mit, natürlich mit voller Leistung,
(das hat mir der Handwerker anders erklärt, aber mit einer Kreiselpumpe geht sowas natürlich nicht, wenn man keinen grösseren Druckbehälter mit entsprechenden Druckminderer hat hat)
-Ich musste alle 2 Monate das Luftpolster im selbstgebauten Druckbehälter aufpumpen. Das war immer eine gefährliche Sache,
weil ich im Bad einen elektrischen Durchlauferhitzer habe.
Wenn man da zu viel Luft reinpumpt, besteht die Gefahr, dass Luftblasen in die Leitung gelangen, welche die Heizspiralen im Durchlauferhitzer
durchbrennen lassen.
Das sollte zwar nicht passieren, ist aber schon geschehen, als ich mal was an der Anlage gebaut habe.
-An allen Rohrleitungen tritt im Sommer massive Kondenswasserbildung auf,
wodurch auch alles stark angegammelt war. Auch ein flexibeler Schlauch war dadurch undicht.
-einmal hat Mutti wieder ihre blöden Blumen gegossen, und vergessen, das Wasser abzudrehen.
Brunnen war leer, Pumpe hat glücklicherweise abgeschalten.
Saugleitung war aber auch teilweise leer, wenn ich jetzt so nachdenke, mein Durchlauferhitzer danach vermutlich auch kaputt.
Dann musste ich die Saugleitung anfüllen, so 30 Liter Wasser durch ein 10er Gewinde in der Pumpe einfüllen, das dauert.
So,
vor kurzem habe ich diese Anlage nochmal auf Vordermann gebracht.
Also:
- ein durchströmtes Druckbehältnis hängend eingebaut, damit keine Luftblasen in die Leitung austreten können.
- Eine ordentliche große Anfüllverschraubung eingebaut.
- Flexibelen, edelstahlummantelten Anschlusschlauch eingebaut, der nicht rostet.
- alle mit Wasser in Kontakt stehenden Teile sorgfältig isoliert, damit sich kein Kondenswasser mehr bildet.
Derzeit funktioniert diese Anlage gut und zuverlässig.
Nachteilig finde ich, dass bei geringer Wasserabnahme über längere Zeit die Pumpe in vielen Fällen die ganze Zeit mit ihrer vollen Leistung mitläuft.
Das könnte ich durch ein grosses Druckspeicherbehältnis + Druckminderer beheben, das ist aber teuer, und diese Behälter sollen manchmal nicht sehr lange leben.
Das sollten mal paar Anregungen sein, was man so alles falsch machen kann.
Grüße, Steffen!
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