ohne jetzt eine diskussion für oder wider laminat vom zaun zu brechen:
reicht eine 2mm-Schaumfolie aus, um dem nachbar unten vor dem gröbsten zu verschonen?
situation: 80er-Jahre bau, Estrich mit PVC-Boden aufgeklebt, 1.OG
Klick-Laminat, Abstand von Wand+Heizungsrohren vorausgesetzt:
reichen da die mickrigen 2mm oder sollten es doch besser 5mm sein? oder noch besser dieses selitac-platten-gedöhns?
wohlgemerkt: mir gehts nur um den nachbarn unten drunter. wie laut trittgeräusche in meinen 4 Wänden sind, ist mir egal. ich will nur vermeiden, dass es knatsch mit unten gibt
ja gut. aber halt dicker. war ja auch nur ein beispiel. gibt ja noch Kork und 5mm-Schaumfolie und und und. diese platten gefielen mir nur igendwie recht gut, da einigermaßen wiederstandsfähig und nich so schwammig und labberig.
Was hört der Nachbar denn bisher ? Wer verlegt das Laminat ?
Wer kontrolliert die Ausführung ?
keine ahnung, wohnung wird neu bezogen.
ich und
ich.
Darauf achten, daß zwischen Laminat und begrenzenden Wänden ausreichend Platz (10-15mm) besteht und zwischen Sockelleisten und Laminat und/oder Wand auch einen 2mm Streifen legen. Dann dürfte es wenig Probleme mit der Körperschallübertragung über Wände geben. Den Rest an Schallübertragung nach unten kannst du nicht beeinflussen.
klar geh ich davon aus, dass dieses wohnhaus hinsichtlich
schallisolierung besser als ein 50er-Jahre-Kösel ist. hm.
Das könnte schon am Estrich scheitern, aber sind wir mal optimistisch.
ja gut. aber halt dicker. war ja auch nur ein beispiel. gibt
ja noch Kork und 5mm-Schaumfolie und und und. diese platten
gefielen mir nur igendwie recht gut, da einigermaßen
wiederstandsfähig und nich so schwammig und labberig.
Du kannst 5mm-Schaumfolie auch verwenden, evtl. musst du dann aber Türen (mehr) kürzen. Einfach mal nachmessen, welcher Spielraum zur Verfügung steht. Ich bleibe dabei, daß der Unterschied der Materialien untereinander hinsichtlich Schalldämmung zu gering ist, um damit die Kaufentscheidung zu begründen. Einfacher zu verlegen, das wäre hingegen ein Argument.
Grüße
BW
Den Rest an Schallübertragung nach unten kannst
du nicht beeinflussen.
hm. also macht es - sofern ich es richtig verstehe - keinen großen unterschied für die wohnung unter mir, ob ich nun 2mm oder 5mm Schaumfolie nehme oder sonstwelchen kram?
klar geh ich davon aus, dass dieses wohnhaus hinsichtlich
schallisolierung besser als ein 50er-Jahre-Kösel ist. hm.
Das könnte schon am Estrich scheitern, aber sind wir mal
optimistisch.
wieso könnte es am Estrich scheitern?
Du kannst 5mm-Schaumfolie auch verwenden, evtl. musst du dann
aber Türen (mehr) kürzen.
Türen muss ich ohnehin kürzen. ob ich die nun 15mm kürze oder 18mm… ist im endeffekt auch egal
Einfach mal nachmessen, welcher
Spielraum zur Verfügung steht. Ich bleibe dabei, daß der
Unterschied der Materialien untereinander hinsichtlich
Schalldämmung zu gering ist, um damit die Kaufentscheidung zu
begründen.
Wenn Du Dir einen GEfallen tun willst, dann nimm was festes. Also Kork oder diese Platten. Der Schaum ist ziemlich lästig zum Verlegen, würde ich jedenfalls nicht mehr nehmen. Wellt sich dauernd und muß irgendwie fixiert werden. Außerdem hört es sich beim Gehschall nach oben hin auch eher laut an. Vermute mal, dass es mit Kork besser wäre. Ist einfach weniger Luft drin, die als Resonanzkörper dienen könnte… (vermute mal, dass das daher kommt)
Hallo Ensi,
noch einige generelle Anmerkungen zu Trittschall bei Laminat:
Grundsätzlich soll eine Schallentkoppelung/Trennung zwischen Estrich und Laminat erfolgen. 2mm PE_Schaum ist dafür ausreichend.
Dickere Schichten können dazu führen, daß der Boden bei Punktlasten (Schränke, hüpfende Personen) zu stark eingedrückt wird. Die Fugen können sich eher öffnen, evtl. sogar Bruchgefahr.
Die Trennschicht dient auch zum Ausgleich von geringen Unebenheiten im Estrich. Kork hat hier gegenüber PE-Schaum Nachteile. Bezüglich Wärmedämung besitzt Kork dagegen Vorteile.
Neben Trittschall ist noch der im Raum entstehende Luftschall (Gehschall) von Bedeutung. Auch dieser kann durch angrenzende Wände und Decken auf benachbarte Etagen/Räume übertragen werden. Hier gibt es Laminat mit integriertem „Trittschall“, um die Entstehung zu dämpfen. Für den Trittschall nach unten über Estrich schlechter geeignet.
Die Entstehung von Tritt- und Gehschall sowie deren Bekämpfung sind meines Wissens auch heute noch nicht geklärt. Frage mal bei Herstellern nach, wie sie für ihr Produkt zu einem Trittschallverbesserungsmaß von z.B. 22 dB oder mehr kommen. Messung ? Schätzung ? Berechnung ?
wieso könnte es am Estrich scheitern?
Keine Trennung zwischen Estrich und Wände.
Wie bereits gesagt: Du kannst 2mm oder 5mm starke Trennschicht verwenden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist mir nicht klar. Wichtiger auf jeden Fall: Saubere handwerkliche Verabeitung.
Wenn Du Dir einen GEfallen tun willst, dann nimm was festes.
Zumindest in Bezug auf Schalldämmung und Akustik würde ich das nicht verallgemeinern
… Der Schaum ist ziemlich lästig
zum Verlegen, würde ich jedenfalls nicht mehr nehmen. Wellt
sich dauernd und muß irgendwie fixiert werden.
Neben den wärmedämmenden Eigenschaften, zumindest wenn man ihn als fertigen Bodenbelag nutzt, der einzige Vorteil. Uups, den Öko-Faktor habe ich vergessen, hat aber jetzt nichts im Zusammenhang mit Trittschall zu tun.
Außerdem hört
es sich beim Gehschall nach oben hin auch eher laut an.
Das dürfte es zwischen Kork und PE-Schaum nur subjektiv gefühlte Unterschiede geben. Der Gehschall wird durch das Element Laminat verursacht. Die dünne Unterlage beeinflusst dies nicht.
Vermute mal, dass es mit Kork besser wäre. Ist einfach weniger
Luft drin, die als Resonanzkörper dienen könnte…
Luft kann man nicht als Resonanzkörper bezeichnen. Luft absorbiert eher. In der Akustik und im Schallschutz wird „Luft“ sehr gerne genutzt. Beispiele:
Trockenbauwände mit Mineralwolle als Zwischendämmung weisen deutlich höhere Schalldämmwerte als Wände mit z.B. PU-Schaum. Wegen des größeren anteiligen Luftvolumens (ok, die Materialsteifigkeit spielt natürlich auch eine Rolle, ähnlich wie beim Kork gegenüber PE-Schaum).
Abgehängte Unterdecken mit einem Abstand von z.B. 400mm zur Rohdecke weisen bessere Absorptionswerte (und damit geringere Luftschallausbreitung im Raum und -übertragung auf andere Räume) als Decken mit einer Abhänghöhe von 100mm auf.
Einscheibenverglasung ist bezüglich Schalldämmung deutlich schlechter als z.B. Doppelverglasung mit Luftzwischenraum (die alten Kastenfenster von früher wiesen „geniale“ Schallschutzwerte auf wegen des Luftzwischenraums und des großen Abstandes der beiden Scheiben).
Welche Konstruktionen sinnvoll und wirtschaftlich sind, das werden Akustiker noch in 50 Jahren berechnen, messen und abschätzen.
Grüße
BW
wir haben die Selitac 5mm genommen. Lassen sich sehr gut verarbeiten und gleichen kleine Bodenunebenheiten sehr gut aus. Im Geschoss darunter ist praktisch kein Trittschall zu hören. Du darfst nur beim Verlegen nicht auf den Platten herumlaufen, weil sie eine so hohe punktuelle Belastung (beim Abrollen des Fußes) nicht reversibel überstehen. Liegt das Laminat einmal drauf, hatten wir auch mit schweren Mögeln keine sichtbare Verformung.
Beim 2mm-Schaum ist es durchaus möglich, dass kleinere Unebenheiten / Krümel sich durchdrücken und so eine Schallbrücke zum Estrich ergeben. Außerdem ist der billige Schaum auch weicher.