Durch Innenmauerwerk (Rotstein) und vorgesetzte Klinkerfassade soll eine Fensteröffnung geschaffen werden. Diese muss natürlich einen Sturz erhalten, zumindest wohl im tragenden Innenmauerwerk. Aussen wäre ggf. ein Sturz zu mauern?
Wie geht man dabei vor, damit „nichts runterkommt“, die Fassade nicht absackt?
die Dimensionierung des Sturzes sollte ein Statiker vornehmen, sonst könnte im Schadensfall die Gebäudeversicherung zicken.
Der Einbau sollte von Menschen vorgenommen werden, die so was können und auch schon mehrfach gemacht haben.
Ich mache zwar viel am um und im Haus, aber diese Sachen hab ich machen lassen. Zwar hab ich die Vorarbeiten und als der Sturz drin war hab ich die Durchbrüche gemacht, aber den Sturz - da hab ich die Finger von gelassen.
Es gibt übrigens vorgefertigte Stürze aus armiertem Beton, Du kannst aber auch mit (mehreren) H-Trägern arbeiten oder die Stürze gießen lassen.
Im Prinzip ist das recht einfach.
Die Wände sind ja üblicherweise 24 oder 36 cm dick,
und die Stürze 11,5 cm dick.
Man muss da also je nach Wanddicke 2 oder 3 Stürze hintereinander einsetzen.
Also erstmal das Fensterloch von unten nach oben herstellen.
Wenn man dann so bis auf 2 Ziegelreihen die Oberkante erreicht hat,
stützt man das auf der Innenseite der Wand mit Balken und Keilen, oder einem hydr. LKW-Wagenheber ab.
Die Wand ist dann erstmal gesichert, so dass man dann auf der Aussenseite die Steine herausnehmen, und den ersten Sturz einsetzen kann.
Schön Mörtel daraufstreichen, und an den Seiten unter dem Sturz Eisenplatten hineinschlagen, bis der straff sitzt.
Am nächsten Tag ist das dann fest, so dass man die Abstützung entfernen kann, und den oder die anderen Stürze von innen einsetzen kann.
Es gibt auch Stürze, die auf einer Seite wärmegedämmt sind, so einen sollte man auf der Aussenseite verwenden, mit der Wärmedämmung nach aussen.
Nun, das ist immer so eine Sache,
wenn Du diese Aktion nicht überblicken kannst,
wäre es ev. besser, das einen Fachmann machen zu lassen.
Grüße, Steffen!
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setze die Kosten einer potentiell notwendigen Schadensbeseitigung mit den Kosten einer professionellen Arbeit von Fachleuten in Relation und komme zu dem einzig richtigen Ergebnis, es nicht selbst zu versuchen.
Ich sehe es genau wie Gandalf. Ich habe auch schon viel am Haus selbst gemacht, habe einen Statiker und zwei Bauunternehmer „griffbereit“, die mir gerne mal für umme den ein oder anderen Tipp geben, oder auch mal das ein oder andere Werkzeug ausleihen. Trotzdem habe ich die diversen Durchbrüche immer extern vergeben, da mir auch von meinen Fachleuten recht deutlich davon abgeraten wurde, diese Dinge selbst zu machen (und wir reden hier davon, dass ich z.B. eine komplette Elektik mit Abnahme durch Meisterbetrieb selbst gemacht habe).
Theoretisch weiß ich natürlich schon, wie man es machen würde, habe es auch mehrfach gesehen, und käme auch an das nötige Werkzeug/Material. Vermutlich würde es gut gehen. Aber das Risiko ist mir einfach zu hoch. Sollten meine Fachleute einen Fehler machen, müssten sie hierfür haften. Bricht mir eine Wand weg, stehe ich im kurzen Hemd da.
BTW: Von wegen Wagenheber und Co. Die beiden Fachfirmen die bei mir im Haus tätig waren, haben beide zunächst mal ordentliche Balken auf dem Boden ausgelegt, und dann mit Steifen links und rechts ebenso ordentliche Balken an der Decke fixiert um die Last bis zum Einbau der Stürze sauber abzufangen. Ich denke nicht, dass die sich zum Spaß den Aufwand mit dem schweren und unhandlichen Zeug gemacht haben.