WDVS oder nicht?

hallo.

hausmodernisierung steht an.
baujahr 1982. wand aus 36er poroton. viele fenster.
laut energiepaß liegt der berechnete energiebedarf bei 294kWh pro m² und jahr.
der tatsächliche verbrauch liegt bei 116kWh (was am kachelofen und an den unbeheizten räumen liegen dürfte).

der energieberater empfiehlt eine neue heizung (pellets) und - trotz der großen fensterflächen - eine außendämmung mit 12cm polystyrol.

mit der neuen heizung bin ich sofort einverstanden (momentan werkelt ein uralter ölbrenner vor sich hin dessen steuerung seit jahren ärger macht).

nach allem was ich bis jetz gelesen habe (u.a. auch die verunsichernden ausführungen von konrad fischer http://www.konrad-fischer-info.de/2139bau.htm), hab ich kein gutes bauchgefühl bei der wärmedämmung.

man liest ja da viel darüber
daß die berechneten einsparungen bei weitem nicht erreicht werden,
daß stärkere dämmungen gar nicht sooo viel bringt („wenig dämmung bringt viel, viel dämmung bringt wenig mehr“ stand mal irgendwo geschrieben),
daß WDVSe nach einigen jahren probleme mit veralgung und schimmel machen…

ich frage mich, ob ein austausch der verglasung und/oder eine abdichtung der fenster (durch die’s teilweise schon ziemlich zieht) nicht mehr bringt, ohne die ästhetik zu zerstören.
laut berechnung macht das zwar relativ wenig aus, aber ich trau den zahlen nicht ganz.

die meinungen hier im archiv und überhaupt bezüglich wärmedämmung gehen ja weit auseinander. deshalb glaub ich nicht, daß ich hier jetzt viel schlauer werde :smile:
trotzdem würden mich mal eure aktuellen meinungen bzw. erfahungen zum thema interessieren.

gruß

michael

Hallo,

nach allem was ich bis jetz gelesen habe (u.a. auch die
verunsichernden ausführungen von konrad fischer
http://www.konrad-fischer-info.de/2139bau.htm), hab ich kein
gutes bauchgefühl bei der wärmedämmung.

Ich habe kein gutes Bauchgefühl bei dieser Seite. Bei der angeblichen Messung der isolationswirkung verschiedener Baustoffe lassen diese ‚Experten‘ leider völlig außer acht, dass ein Material nicht nur Wärmeleitung, sondern auch Wärmekapazität hat. Vielleicht hätten sie mal einen Physiker fragen sollen, bevor sie derartigen Unsinn verbreiten.
Nebenbei ist das Design dieser Internetseite ein einzige Katastrophe.

man liest ja da viel darüber
daß die berechneten einsparungen bei weitem nicht erreicht
werden,

Natürlich nicht. Es wird bei derartigen Berechnungen immer nur von Erfahrungswerten und Mittelwerten ausgegangen. Wer statt zu heizen lieber einen Pullover anzieht, wird durch zusätzliche Wärmedämmung selbstverständlich viel weniger einsparen als jemand, der unter 25° auf dem Fußboden schon am schnattern ist. Und wer den ganzen Tag das Fenster auf Kipp stellt, braucht gar keine Isolierung - weder für Fenster noch Wände.

daß stärkere dämmungen gar nicht sooo viel bringt („wenig
dämmung bringt viel, viel dämmung bringt wenig mehr“ stand mal
irgendwo geschrieben),

Ist doch logisch: wenn eine Isolierung die Hälfte des Energieverlustes verhindert, kann die Verdopplung doch nur noch die Hälfte der Hälfte zusätzlich verhindern. Was genau unter gegebenen Umständen das Optimum ist, muss man dann sehen.

daß WDVSe nach einigen jahren probleme mit veralgung und
schimmel machen…

Bei uns ist die Nordseite nach etwa 10Jahren etwas grau geworden. Ist halt nunmal so, wenn die Wände außen nicht mehr so schnell trocknen wie vorher, als sie von innen beheizt wurden und als die Feuchtigkeit noch im Putz versickern und langsam wieder abgegeben werden konnte.
Schimmel tut aber nichts, das kann man durch geeignete Massnahmen verhindern. Z.B., indem man nicht nur die Wände oder nur die Fenster isoliert. Z.B. indem man auch sein Verhalten den neuen Gegebenheiten anpasst (speziell die Sache mit dem Lüften).

Frag halt einen weiteren Fachmann und konfrontiere den einen jeweils mit den Aussagen des anderen. Und entscheide dann nach Logik oder frag einen dritten.
Gruß
loderunner

Hallo,

hausmodernisierung steht an.
baujahr 1982. wand aus 36er poroton. viele fenster.
laut energiepaß liegt der berechnete energiebedarf bei 294kWh
pro m² und jahr.
der tatsächliche verbrauch liegt bei 116kWh (was am kachelofen
und an den unbeheizten räumen liegen dürfte).

Das Holz vom Kachelofen muß man natürlich mitrechnen. Gut ein Drittel vom berechneten Wert halte ich schon für sehr wenig, wobei der letzte Winter extrem mild war, da kann das schon sein.

der energieberater empfiehlt eine neue heizung (pellets) und -

Pellets würde ich mir sehr gut überlegen. Die Preise dafür steigen teilweise wesentlich schneller, als der Ölpreis.

Cu Rene

Hallo,
(das nachfolgende ist meine persönliche Meinung, wie erwünscht:smile:
Ist dein Energieberater mit einer Firma liiert die Pelletheizungen vertreiben? Ich bin Heizungsbauer, und wechsle so im Jahr bestimmt 30 - 40 Kessel. Ich hab bis jetzt 2(!) Pelletöfen eingebaut. Einer mit Saugleitung und einer mit Schneckenladung, in mein Haus kommt so ein Teil nicht rein. Falls du Gasanschluß hast: Brennwert. Ansonsten Wärmepumpe wenn die Möglichkeit besteht. Ist `ne größere Anschaffung, wenn keine Fußbodenheizung, müssen größere Heizkörper rein.
Zur Wärmedämmung: ich kenne nur Dämmung mit 18cm. 12 ist doch weder Fisch noch Fleisch? Dann investiere das Geld, wie schon erkannt in neue Fenster, besonders die Rolläden sind früher immer ein Stiefkind gewesen. Die Gurtrollen ungedämmt in die Wand, das bläst jedes Streichholz aus.
Wie sieht es mit dem Dach aus? 1982 war Wärmedämmung im Dach auch noch nicht so verbreitet. Hat der Energieberater eine Wärmebildkamera im Einsatz gehabt? Vielleicht hat es bei euch geschneit? Liegt noch Schnee auf dem Dach? Daran lässt sich auch erkennen ob das Dach gut gedämmt ist.
ansonsten wünsch ich frohes Schaffen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Hertha,

(das nachfolgende ist meine persönliche Meinung, wie
erwünscht:smile:
Ist dein Energieberater mit einer Firma liiert die
Pelletheizungen vertreiben? Ich bin Heizungsbauer, und wechsle
so im Jahr bestimmt 30 - 40 Kessel. Ich hab bis jetzt 2(!)
Pelletöfen eingebaut.

*hmmh* aufgrund des Kundeswunsches gebaut oder hast du sie vorher beraten?

Einer mit Saugleitung und einer mit
Schneckenladung, in mein Haus kommt so ein Teil nicht rein.

Warum?

Falls du Gasanschluß hast: Brennwert.

?

Ansonsten Wärmepumpe
wenn die Möglichkeit besteht. Ist `ne größere Anschaffung,
wenn keine Fußbodenheizung, müssen größere Heizkörper rein.
Zur Wärmedämmung: ich kenne nur Dämmung mit 18cm. 12 ist doch
weder Fisch noch Fleisch?

12 ist mehr als 0, 18 mehr als 12, beides Fleisch.

Dann investiere das Geld, wie schon
erkannt in neue Fenster, besonders die Rolläden sind früher
immer ein Stiefkind gewesen. Die Gurtrollen ungedämmt in die
Wand, das bläst jedes Streichholz aus.

Ja, da ziehst rein.

Wie sieht es mit dem Dach aus? 1982 war Wärmedämmung im Dach
auch noch nicht so verbreitet. Hat der Energieberater eine
Wärmebildkamera im Einsatz gehabt? Vielleicht hat es bei euch
geschneit? Liegt noch Schnee auf dem Dach? Daran lässt sich
auch erkennen ob das Dach gut gedämmt ist.

*hmmh* im Winter liegt auf meinem Autodach auch Schnee, daran kann ich nicht so richtig erkennen daß mein Autohimmel gut gedämmt ist.

Gruß
Reinhard

Hi Hertha,

Gude Reinhard

(das nachfolgende ist meine persönliche Meinung, wie
erwünscht:smile:

warum glaubst du hab ich das geschrieben?
Aber , weil du es bist…

Ist dein Energieberater mit einer Firma liiert die
Pelletheizungen vertreiben? Ich bin Heizungsbauer, und wechsle
so im Jahr bestimmt 30 - 40 Kessel. Ich hab bis jetzt 2(!)
Pelletöfen eingebaut.

*hmmh* aufgrund des Kundeswunsches gebaut oder hast du sie

Beraten? bei meiner Einstellung zu den Dingern…

vorher beraten?

Einer mit Saugleitung und einer mit
Schneckenladung, in mein Haus kommt so ein Teil nicht rein.

Warum?

Pellets sind kein Abfallprodukt, sie werden industriell hergestellt, der Preis wird steigen.
Feinstaubschleudern.

Falls du Gasanschluß hast: Brennwert.

?

Das Fragezeichen versteh ich nicht.

Ansonsten Wärmepumpe
wenn die Möglichkeit besteht. Ist `ne größere Anschaffung,
wenn keine Fußbodenheizung, müssen größere Heizkörper rein.
Zur Wärmedämmung: ich kenne nur Dämmung mit 18cm. 12 ist doch
weder Fisch noch Fleisch?

12 ist mehr als 0, 18 mehr als 12, beides Fleisch.

die Eintracht hat super gespielt------aber 1:0 verloren. Entweder mach ich es richtig, oder ich lass es.

Dann investiere das Geld, wie schon
erkannt in neue Fenster, besonders die Rolläden sind früher
immer ein Stiefkind gewesen. Die Gurtrollen ungedämmt in die
Wand, das bläst jedes Streichholz aus.

Ja, da ziehst rein.

Wie sieht es mit dem Dach aus? 1982 war Wärmedämmung im Dach
auch noch nicht so verbreitet. Hat der Energieberater eine
Wärmebildkamera im Einsatz gehabt? Vielleicht hat es bei euch
geschneit? Liegt noch Schnee auf dem Dach? Daran lässt sich
auch erkennen ob das Dach gut gedämmt ist.

*hmmh* im Winter liegt auf meinem Autodach auch Schnee, daran
kann ich nicht so richtig erkennen daß mein Autohimmel gut
gedämmt ist.

Ich weiß zwar nicht, was das mit deinem Auto zu tun hat, aber
wenn du deine Standheizung anmachst und der Schnee bleibt auf dem „Autodach“ liegen…hast du ein super gedämmtes Autodach. Glückwunsch!

Gruß
Reinhard

Gruß retour.

Hallo,

hausmodernisierung steht an.
baujahr 1982. wand aus 36er poroton. viele fenster.
laut energiepaß liegt der berechnete energiebedarf bei 294kWh
pro m² und jahr.

Das entspricht also knapp 30liter Öl pro m³ und Jahr. Ganz schon viel.
Ich brauche etwa 6-7 Liter pro m² und Jahr (Äquivalent) und es ist
nicht gerade kalt im Haus :smile:
Ein Niedrigergiehaus ist nun mal nur mit der großen Dämmkeule zu haben.

der tatsächliche verbrauch liegt bei 116kWh (was am kachelofen
und an den unbeheizten räumen liegen dürfte).

Das kannst du ja zukünftig trotzdem weiter so machen.
Heizenergie wird aber im Laufe der Jahre immer teurer, egal
welche Art von Heizung man betreibt.
Ich würde meine Gasheizung auch nicht mehr gegen was anderes
eintauschen wollen. Ist eben sehr komfortabel.

der energieberater empfiehlt eine neue heizung (pellets) und -
trotz der großen fensterflächen - eine außendämmung mit 12cm
polystyrol.

Die Fensterflächen haben natürlich auch etwas höhere Verluste
als eine gut gedämmte Wand. Es gibt aber auch den sogenannten
solaren Gewinn. Wenn bei mir die Sonne richtig scheint, brauche
ich auch bei tiefen Außentemp. gar keine Heizung, weil die eher
kleinen Fenster nach Süden paar hundert Watt reinlassen. Das reicht.
Das bringt aber tatsächlich nur was, wenn die Fenster hochwertig
sind und die Sonne auch tatsächlich reinscheinen kann.

Wenn es durch alle Löcher zieht, dann kannst du das vergessen.
Meine Hausbaufirma hat absichtlich keine Gurtzüge (nur Kurbeltrieb)
im Programm gehabt, weil die nicht dicht zu bekommen sind.

mit der neuen heizung bin ich sofort einverstanden (momentan
werkelt ein uralter ölbrenner vor sich hin dessen steuerung
seit jahren ärger macht).

Ja, das bringt etwas Einsparung und natürlich auch Komfort.
Aber wirklich nachhaltig sparen kannst du nur durch signifikante
Verbesserung der Bausubstanz. Also durchgehende Dämmung ohne
Schwachstellen wie Kältebrücken und zugige Löcher.

nach allem was ich bis jetz gelesen habe (u.a. auch die
verunsichernden ausführungen von konrad fischer
http://www.konrad-fischer-info.de/2139bau.htm), hab ich kein
gutes bauchgefühl bei der wärmedämmung.

Diese Argumente haben sicher zum Hintergrund, daß am Bau viel gefuscht
wird. Ansonsten macht sich der Typ nur wichtig und verunsichert mit
Halbwahrheiten und auch bauphysikalischen Schwachsinn die Leute.

man liest ja da viel darüber daß die berechneten einsparungen
bei weitem nicht erreicht werden,

Ich bin immer wieder darüber glücklich, mit einem Bruchteil der
Heizkosten auszukommen, im Vergleich zum „normalen Verbrauch“.
Oft wird als Faustformel angegeben, daß Warmwasser am Gesamtverbrauch
ca. 10% ausmacht. Bei mir sind es ca. 40%, weil eben die Heizung
rel. wenig benötigt. Das ist Beweis genug, daß es geht.

daß stärkere dämmungen gar nicht sooo viel bringt („wenig
dämmung bringt viel, viel dämmung bringt wenig mehr“ stand mal
irgendwo geschrieben),

Hat Loderunner schon gut beschrieben.
Je mehr man schon gespart hat, desto weniger bleibt als weiterer
Spareffekt drüber. Wenn man aber einmal die Sache anfängt, dann ist
die Kostendifferenz zwischen 12cm und 18cm Dämmung sicher gering.
In dem Moment also nicht das techn. sinnvoll Machbare aus zu
schöpfen wäre dumm.
Jetzt bischen isolieren und in 10 Jahren dann nochmal ran …?

daß WDVSe nach einigen jahren probleme mit veralgung und
schimmel machen…

Schimmelprobleme habe ich nicht. Muß auch nicht sein.
Natürlich können unsachgermäße Ausführung und falsches
Nutzungsverhalten zu Problemen führen. Wer sich vorher schlau macht,
vermeidet grobe Fehler.
In dem Fall auch nicht nur Handwerkern trauen, weil die keine
Ing.-Ausbildung haben und oft genau soviel von Bauphysik verstehen,
wie die Kassiererin im Supermarkt. Im Zweifelsfall doch richtige
Sachverständige ran holen. Kosten zwar Geld, aber Baufusch ist unter
Umständen unbezahlbar.

ich frage mich, ob ein austausch der verglasung und/oder eine
abdichtung der fenster (durch die’s teilweise schon ziemlich
zieht) nicht mehr bringt, ohne die ästhetik zu zerstören.

Ja, wenn’s zieht geht nun mal die Wärme mit raus. Das ist nicht neu.
Solange du einen Ofen beheizt, muß auch bischen Zuluft sein.
Wenn der Ofen aus ist, dann nicht mehr. Permanete Zugluft kann
erhebliche Wärmemengen transportieren. Auch wenn die Verlustleistung
nur gering ist, es zieht ja 24h am Tag durch die Ritzen.

laut berechnung macht das zwar relativ wenig aus, aber ich
trau den zahlen nicht ganz.

Was macht wenig aus? Die Zugluft, oder was?

die meinungen hier im archiv und überhaupt bezüglich
wärmedämmung gehen ja weit auseinander.

Gegen Wärmedämmung an sich kann keiner was haben.
Es ist aber schon so, daß die anfallenden Kosten eine Wärmedämmung
unter Umständen derzeit noch nicht wirklich rentabel machen.
Wenn man mit dem Geld bei aktuellen Energiepreisen 20 Jahre
heizen kann, lohnt es nicht wirklich. Da aber Energie regelmäßig
teurer wird, kommt früher oder später der Punkt, wo man wohl doch
ran muß.

Deshalb glaub ich nicht, daß ich hier jetzt viel schlauer werde :smile:

Da hier bisher alle antworten in eine Richtung gehen, sollte
es evtl. doch zum schlauer werden verhelfen :-?)

trotzdem würden mich mal eure aktuellen meinungen bzw.
erfahungen zum thema interessieren.

Gruß Uwi

hallo uwi.

Diese Argumente haben sicher zum Hintergrund, daß am Bau viel
gefuscht
wird. Ansonsten macht sich der Typ nur wichtig und
verunsichert mit
Halbwahrheiten und auch bauphysikalischen Schwachsinn die
Leute.

das gefühl hab ich auch. trotzdem steckt natürlich in allem ein körnchen wahrheit. und gepfuscht wird tatsächlich viel am bau.

Permanete Zugluft kann
erhebliche Wärmemengen transportieren. Auch wenn die
Verlustleistung
nur gering ist, es zieht ja 24h am Tag durch die Ritzen.

eben. gibt’s eigentlich erfahrungsberichte, was das ersetzen von aufsatz- durch vorbaurolläden angeht? oder ist das gar net zu empfehlen?

Was macht wenig aus? Die Zugluft, oder was?

die verluste durch die fenster. bzw. die verlustminimierung durch den einbau neuer fenster.

Es ist aber schon so, daß die anfallenden Kosten eine
Wärmedämmung
unter Umständen derzeit noch nicht wirklich rentabel machen.
Wenn man mit dem Geld bei aktuellen Energiepreisen 20 Jahre
heizen kann, lohnt es nicht wirklich. Da aber Energie
regelmäßig
teurer wird, kommt früher oder später der Punkt, wo man wohl
doch
ran muß.

seh ich eigentlich auch so. und dann werden die preise für dämmsysteme eher steigen als fallen.

Da hier bisher alle antworten in eine Richtung gehen, sollte
es evtl. doch zum schlauer werden verhelfen :-?)

teilweise schon, ja :smile:
aber bezüglich pelletsheizung gibt’s schon wieder zwei unterschiedliche meinungen :wink:
ich liebäugle da aber sowieso auf einen kombi-brenner, der z.b. auch hackschnitzel und getreide und evtl. sogar stückgut verheizen kann. laut aussage des energieberaters gibt’s hier inzwischen ganz ordentliche systeme.

gruß

michael

hallo rene.

der energieberater empfiehlt eine neue heizung (pellets) und -

Pellets würde ich mir sehr gut überlegen. Die Preise dafür
steigen teilweise wesentlich schneller, als der Ölpreis.

ja. der pelletspreis war schon mal auf ölpreisniveau.
aber was wäre die alternative? ich will auf jeden fall weg von öl und gas.
wärmepumpe klingt zwar auch interessant (zumal das haus hauptsächlich mit fußbodenheizung beheizt wird), aber luftpumpe ist nicht effizient genug und die tiefenbohrung für eine erdsonde geht ziemlich ins geld.
bleibt also eigentlich nur holz. und da möcht ich eigentlich keinen reinen pellets-brenner. getreide (jaaaa, afrika und so…), hackschnitzel und stückgut gibt’s ja auch noch. und es gibt systeme, die alles verbrennen können.

gruß

michael

hallo loderunner.

Ich habe kein gutes Bauchgefühl bei dieser Seite. Bei der
angeblichen Messung der isolationswirkung verschiedener
Baustoffe lassen diese ‚Experten‘ leider völlig außer acht,
dass ein Material nicht nur Wärmeleitung, sondern auch
Wärmekapazität hat. Vielleicht hätten sie mal einen Physiker
fragen sollen, bevor sie derartigen Unsinn verbreiten.

na dann. werd ich diese aussagen bei meinen entscheidungen mal unberücksichtigt lassen (kommt mir vor wie „die geschworenen werden die letzte aussage nicht beachten“ in amerikanischen gerichtsfilmen :smile: )

Nebenbei ist das Design dieser Internetseite ein einzige
Katastrophe.

allerdings :smile:

Bei uns ist die Nordseite nach etwa 10Jahren etwas grau
geworden. Ist halt nunmal so, wenn die Wände außen nicht mehr
so schnell trocknen wie vorher, als sie von innen beheizt
wurden und als die Feuchtigkeit noch im Putz versickern und
langsam wieder abgegeben werden konnte.

die nordseite würde sowieso mit efeu bepflanzt. oder wäre das ein problem?
womit habt ihr denn gedämmt?

Frag halt einen weiteren Fachmann und konfrontiere den einen
jeweils mit den Aussagen des anderen. Und entscheide dann nach
Logik oder frag einen dritten.

drei fachleute, vier meinungen :smile: werd mich jedenfalls weiter schlau machen.
bis hierher erstmal vielen dank.

gruß

michael

Hallo,

die nordseite würde sowieso mit efeu bepflanzt. oder wäre das
ein problem?

Mein Schwiegereltern hatten Efeu am so gedämmten Haus, der inzwischen entfernt wurde, ohne dass Schäden zurück blieben. Sie mussten halt neu streichen, um die kleben gebliebenen Haftwurzeln bzw. deren Spuren zu überdecken.

womit habt ihr denn gedämmt?

Hartschaumplatten (geklebt und gedübelt), darüber Kunststoffmatten und Reibeputz. An der Nordseite sieht man leider die (Metall-)Dübel, die zwar überputzt sind, aber eine Kältebrücke bilden. Diese Stellen sind dann etwas wärmer, damit weniger verschmutzt und deshalb als etwas hellerer Fleck sichtbar. Evt. gibt es inzwischen Kunststoffdübel, die dieses Problem nicht haben.
Als wir das Haus übernommen haben, war es an drei Seiten mit Aluplanken verkleidet, die dritte Seite mit Kunststoffpanelen. Es gab also eh’ keine Alternative zu einer neuen Außenhaut. Ich würde es aber auch sonst jederzeit wieder machen. Auf die gleiche Weise, mit Ausnahme der Dübel.
Gruß
loderunner

Hallo,

„wenig
dämmung bringt viel, viel dämmung bringt wenig mehr“

sie kostet aber auch nicht so viel mehr. Im Prinzip kostet sie nur die etwas dickeren Dämmplatten und etwas längere Kunststoffdübel. Der restliche Aufbau der Wand bleibt gleich und auch die Arbeitszeit ist nicht anders. Du brauchst auch nicht mehr Gerüst (auch ein Kostenfaktor). Ich würde auch eher zu einer dickeren Dämmung raten.

Gruß, Niels

Hallo Michael,

was meinst du mit nicht effizient genug bei einer Wärme_Luft_Pumpe?
Vorlauftemperaturen, oder eventuelles elektrisches Nachheizen bei tiefen Temperaturen?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

das gefühl hab ich auch. trotzdem steckt natürlich in allem
ein körnchen wahrheit. und gepfuscht wird tatsächlich viel am bau.

Naja, logisch ist da immer bischen Wahrheit mit drin.
Aber was soll das? Eine unseriöse Seite wird durch „Körnchen von Wahrheit“
nicht zu einer verwendbaren Informationsquelle.

Daß am Bau auf Deibel komm raus gefuscht wird, liegt am System.
Da hilft tatsächlich nur, sich selber vorher schlau zu machen
und bei Bedarf wirklich kompetente Fachleute zu konsultieren.
Auch bei der Auswahl der ausführenden Firma sollte nicht nur der Preis
entscheiden. Gerade im Baugewerbe habe ich den Eindruck,
daß der billigste Anbieter eine Garantie für Fusch gleich mitliefern kann.

nur gering ist, es zieht ja 24h am Tag durch die Ritzen.

eben. gibt’s eigentlich erfahrungsberichte, was das ersetzen
von aufsatz- durch vorbaurolläden angeht? oder ist das gar net
zu empfehlen?

Wenn es durch Fenster und Ritzen zieht, dann müssen diese primär
abgedichtet werden. Bei alten Fenstern hilft evtl. schon,
die Dichtungen zu ersetzen bzw. überhautp welche einzubauen.

Was macht wenig aus? Die Zugluft, oder was?

die verluste durch die fenster. bzw. die verlustminimierung
durch den einbau neuer fenster.

Das hängt von den Verhältnissen ab. Wenn die Wand schon rel. gut ist
(Poroton sollte schon besser sein als massive Ziegel), dann können die
Fenster schon erheblichen Anteil haben, andernfalls eben nicht.
Letztlich bringt die Summe aller Maßnahmen den Erfolg, sofern diese
auch ausgewogen sind.

Da aber Energie regelmäßig teurer wird, kommt früher oder später der Punkt,
wo man wohl doch ran muß.

seh ich eigentlich auch so. und dann werden die preise für
dämmsysteme eher steigen als fallen.

Das sehe ich prinzipiell nicht so. Das reine Material wird eh kaum einen
großen Teil der Kosten ausmachen. Auf Grund der Technologieweiterentw.
wird so eine Dämmung womöglich sogar rel. billiger.

aber bezüglich pelletsheizung gibt’s schon wieder zwei
unterschiedliche meinungen :wink:
ich liebäugle da aber sowieso auf einen kombi-brenner, der
z.b. auch hackschnitzel und getreide und evtl. sogar stückgut
verheizen kann. laut aussage des energieberaters gibt’s hier
inzwischen ganz ordentliche systeme.

Das kann dir niemand wirklich beantworten.
Kommt drauf an, wo und wie du wohnst. In ländlicher Gegend mit genügend
Platz für das Heizmat. mag es eine gute Alternative sein.
Wenn du dazu noch akzeptierst, für die geringeren Heizkosten mehr
persönlichen Einsatz zu erbringen und du auf den max. Komfort einer
Öl-/Gasheizung verzichten kannst, dann mach es halt.
Für mich wäre das keine gute Alternative.
Gruß Uwi

hausmodernisierung steht an.
baujahr 1982. wand aus 36er poroton.

Na, das ist doch schon mal ne vernünftige Wand.

der energieberater empfiehlt eine neue heizung (pellets) und -

In meinem Bekanntenkreis werden Pelletheizungen heftig diskutiert.
Von mir dazu kein Tips, weder Pro noch Contra.

trotz der großen fensterflächen - eine außendämmung mit 12cm
polystyrol.

Wenn viela alte und zugige Fenster da sind, dann würde ich zu aller erst DORT ansetzen, wo vermutlich mehr Energie flöten geht, als über die Wände.
Ich kenne einen Bauunternehmer, der selber WDVS anbringt, aber in seinem Neubau ausdrücklich einen monolithischen Wandaufbau (dicke, richtig dicke Porenbetonwände) genommen hat.
„WDVS? So ein Dreck kommt mir nicht ans Haus. Die kommen doch nach 15 Jahren von alleine wieder runter.“
Hmm, sagt er. Ich weiß es nicht!

man liest ja da viel darüber
daß die berechneten einsparungen bei weitem nicht erreicht
werden,

Dort, wo die Energieverluste an anderer Stelle weit höher sind, wird es auch kaum was bringen.

daß stärkere dämmungen gar nicht sooo viel bringt („wenig
dämmung bringt viel, viel dämmung bringt wenig mehr“ stand mal
irgendwo geschrieben),

Das ist richtig. 5cm Dämmung dämmen schon viel, weitere 5cm können ja nur noch den Rest, der von den ersten 5cm noch durchgelassen werden, dämmen.

daß WDVSe nach einigen jahren probleme mit veralgung und
schimmel machen…

Hab ich auch gehört. Aber aus mangel an Wissen möchte ich das nicht kommentieren.

ich frage mich, ob ein austausch der verglasung und/oder eine
abdichtung der fenster (durch die’s teilweise schon ziemlich
zieht) nicht mehr bringt, ohne die ästhetik zu zerstören.

Ich denke, dass dies die ERSTE Maßnahme sein sollte!