Keine Druckschwankungen mehr!

Hallo,

an Alle die sich an der ersten Runde beteiligt haben.
Hier ein kurzer Bericht, wie es mir inzwischen ergangen ist.
Nachdem ich sicher war, daß das Ausgleichsgefäß kaputt ist, habe ich ein neues Gefäß vom gleichen Hersteller besorgt.
Der Heizungsbauer hatte vernünftiger Weise vor dem Ausgleichsgefäß ein Absperrventil und eine Rohrverschraubung eingebaut, so ging das Auswechseln ohne Probleme. Die Heizung läuft jetzt wieder problemlos und mit konstantem Druck.

Da ich ein neugieriger Mensch bin, habe ich hinterher das defekte Ausgleichsgefäß zerlegt und untersucht.

  1. Der ganze Behälter war voll Wasser, Stickstoff nichtmehr vorhanden.
  2. Das Gefäß besteht aus zwei Halbkugeln welche in der Mitte durch eine Bördelung verbunden sind.
  3. Zwischen den beiden Halbkugeln ist eine Membran so eingebaut, daß der Rand der Membran zugleich als Dichtung für die beiden Halbkugeln an der Bördelstelle dient.
  4. Normalerweise ist in der unteren Halbkugel Stickstoff, in der oberen Heizungswasser. Die Membran trennt das Wasser vom Stickstoff.
  5. In der unteren Halbkugel ist ein Ventil eingebaut (Hier könnte man Gas nachfüllen).

Nachdem ich das Gefäß zerlegt hatte, konnte ich feststellen, daß in die untere Hälfte kein Wasser eingedrungen war. Sowohl die Unterseite der Membran wie auch die Innenseite der verzinkten Halbkugel waren völlig sauber und trocken! Die Membran hatte keinen erkennbaren Schaden (sie war weder poröse noch eingerissen).

Der Fehler kam einzig und allein von dem fehlenden Stickstoff.

Jetzt stellt sich bei mir die Frage:
Kann es sein, daß der Stickstoff im Laufe der Jahre entweicht und von Zeit zu Zeit ergänzt werden muß (ähnlich wie bei einem Autoreifen)?
Das alte Gefäß war ca 4 Jahre im Einsatz bevor der Fehler auftrat.

Gruss

Waldemar

Hallo Waldemar!

Bei dem porösen Gummi kann man eine offene Stelle oft nur unter Druck feststellen. Wie beim Fahrradschlauchreparieren.
Wenn Du häufiger Wasser nachgefüllt hast, hätte ein Nachfüllen mit Stickstoff nichts gebracht. Irgendwo war da eine Stelle, an der der Stickstoff entweichen konnte.
Das wäre wohl so weiter gegangen.
Außerdem brauchst Du dafür einen Monteur und der wäre wohl bei einmal Kommen, teurer geworden, als ein neues Gefäß.

Unser Topf ist jetzt 20 Jahre alt und in Ordnung. In unserem alten Haus war er schon nach 8 Jahren defekt.

Auf Deine Frage kann man eigentlich nur mit nein antworten. Es ist nicht normal, daß es so wie beim Autoreifen funktioniert.
Man wechselt dann aus. Alles andere ist dauernde Beobachtung der Anlage, Ärger, Auffüllen und laufende Kosten durch Monteure.
Gruß Werner

Eine andere Ursache des Stickstoffverlustes kann auch eine schlechte Bördelung sein.