Hallo,
es geht darum, dass in einem alten Haus die Küche neu gemacht werden soll. Es ist eigentlich ein Dielenfußboden drin, der teilweise (eine Trennwand wurde rausgerissen) mit einer Spanplatte bedeckt ist. Der Trockenbauer gleicht den Rest nun mit Schüttung an, so dass die Fläche erstmal komplett auf einer Höhe ist.
Wir hatten bislang zwei Fliesenleger da, die sich das angeguckt haben. Der eine meinte, er wird ne Ausgleichmasse (?) draufbringen und danach die Fliesen legen. Der andere redete von Abdichtungs- und Entkopplungsmatten, da er bzgl. Feuchtigkeit auf Nummer sicher gehen will und um eine durchgehende Fläche danach zu haben.
Die einzelnen Positionen waren die:
- Spezialgrundierung als Haftbrücke für glatten und nichtsaugenden Untergrund fachgerecht aufbringen
- Abdichtungs- und Entkopplungsmatten liefern und fachgerecht einbringen
- Untergrund für die Verlegung von Bodenfliesen im Dünnbettverfahren herrichten und Unebenheiten legalisieren
- Bodenfliesen auf Untergrund flexibel im Dünnbettverfahren verlegen und ausfugen
- Wartungsfugen aus Silikondichtstoff liefern und fachgerecht verlegen
Was meint ihr? Sind die Arbeiten so in Ordnung oder übertrieben? Er meinte halt, dass das bei einem alten Haus immer so eine Sache ist. Das mit den Wartungsfugen stört mich natürlich auch n bisschen, dass da alle Monate nach geschaut werden muss…
Ich hoffe, dass mich hier jemand beraten kann.
Danke schonmal
Hallo graste
problematisch ist nur der Holzfußboden, denn der arbeitet bei verschiedenen Luftfeuchtigkeiten - bzw. Temperaturen. Nur eine Schicht mit Ausgleichsmasse ist da keine Lösung, da diese durch das Ausdehnen und Zusammenziehen der Holzdielen auch reißen wird, somit auch deine Bodenfliesen oder die Fugen Risse kriegen. Der gesamte Bodenbereich sollte mit nichtsaugenden Trittplatten ausgelegt werden, am besten im „schwimmenden“-Verfahren, dann können auch Verschiebungen im Unterbau aufgefangen werden. Eine Revisions- oder
Dehnungsfuge ist dann nur erforderlich, wenn eine Länge von 5 Metern überschritten wird, ein guter Fliesenleger kann diese auch mit entsprechendem Silikon so ausfugen, das es absolut nicht auffällt.
Ich hoffe du kriegst von anderen Wissenden noch weitere Tip´s, dann würde ich ggf. noch ein drittes Angebot mit erweitertem Wissen einholen oder dein zweites Angebot detailiert realisieren, der machte noch den Eindruck, ordentliche Arbeit abliefern zu wollen.
Gruß Gerd
Hallo!
Die einzelnen Positionen sind völlig richtig, nur diese Art von Vorbereitungen zur Verlegung garantieren eine fachlich korrekte Ausführung.
Die Wartungsfugen werden zwischen Boden und Sockel erstellt. Sie entfallen zwar aus der Garantie (4 Jahre für Bauwerke)müssen aber nicht ständig kontrolliert werden,da es sich ja hierbei nicht um einen Naßbereich handelt.Im Altbau,wo sich der Boden schon gesenkt hat, halten sie 3-6 Jahre.
Gruß Chris
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