'Vernünfige' Solaranlage

Da wir unser Dach renovieren müssen, bietet es sich an eine thermische Solaranlage mit zu installieren.

Welche Größe und Dimension ist hier sinnvoll und bringt ein vernünftiges Einsparpotential, bei überschaubaren Kosten?

Wie könnte eine Wirtschaftlichkeitsrechnung aussehen?

Hier einige Daten:

  • Dachhälfte nach Süden, ca. 40° Neigung
  • zusammenhängende Fläche von 8 qm für Kollektoren machbar
  • größere Flächen müssten gestückelt werden
  • Leitungsführung über außen liegendendes Fallrohr zum Keller
  • Heizungsanlage ist 12 Jahre alt
  • Vissmann Gas-Brennwertbrenner
  • 200 l Warmwasserbehälter
  • Einzelheizkörper in den Zimmern

Angeboten wurde mir von unterschiedlichen Firmen Anlagen ab 8qm Kollektorfläche (Vakuumglaskolben) mit einem zusätzlichen Solarspeicher im Keller, der in Reihe mit dem vorhandenen Warmwasserbehälter betrieben werden könnte und noch eine Heizungsunterstützung bringt.
Natürlich wurde eine Einsparung von bis zu 50% der Heiz- und Warmwasserleistung (zur Zeit ca. 16.000 kWh) prognostiziert, was ich für überzogen halte, da auch noch elektische Energie eingesetzt werden muss (Pumpe, etc.). Die Komplettkosten der Solar-Anlage beginnen ab ca. 12.000 Euro.

Da wir unser Dach renovieren müssen, bietet es sich an eine
thermische Solaranlage mit zu installieren.

Bei steigenden Energiekosten genau die richtige Entscheidung. Schau mal auf der Seite von Buderus nach unter Solarkonfigurator. Bei einer Heizungsunterstützung ist das mit dem Rentieren so eine Sache, muss dann schon ganz genau berechnet werden. Bei einer Anlage zur Warmwassererwärmung ist das anders !!! Bitte ordendlich beraten lassen, vom Fachmann !!!

Vernüftige Energiesparmaßnahmen
Hallo,

was ich für überzogen halte, da auch noch elektische Energie
eingesetzt werden muss (Pumpe, etc.). Die Komplettkosten der
Solar-Anlage beginnen ab ca. 12.000 Euro.

Wenn du die konventionelle Heizung nicht komplett ersetzen kannst,
dann sparst du keine Kosten bei Installtion, Wartung, Gebühren usw.
Die Kollektoren sind also ein 2. Heizsystem. mit entsprechend hohen
Installationskosten.

Bleiben also nur Einsparungen bei reinen Verbrauchskosten.

Bei 12k€ würde es in meinem Haus wirtschaftlich keinen Sinn machen,
sowas zu installieren. Bei Gasverbrauch ca. 1000m³/Jahr kostet mir
das bei derzeitigen Gaspreisen ca. 600€ pro Jahr.
Um die 12000€ Anlagenkosten zu amortisieren, müßte ich bei 100%
Einsparung immer noch weit über 20 Jahre warten.

Auch wenn die Energiepreise noch mal doppelt so hoch werden,
lohnt es sich noch nicht, solange die Anschaffungskosten nicht
gleichzeitig sinken.

Gerade dann, wenn am wenigsten Energie benötigt wird, nämlich im
Sommer, ist die Anlage extrem überdimensioniert. Im Winter, bei
6h Dämmerlicht am Tag wird die Leistung aber nimmer reichen.
Da kannst du zufrieden sein, wenn für paar stunden am Tag an die
500W zusammenkommen.

Stellen sich folgende Fragen:

  1. Wieviel ist der momentane Verbrauch pro Jahr
  2. Welchen Zustand die Bausubstanz und speziell die Wärmedämmung
  3. Was ist zukünftig geplant.

Allg. gibt es den Grundsatz: „Energie sparen ist besser als
Energie billig erzeugen“
Deshalb kann es deutlich sinnvoller sein, die 12k€ in bauliche
Maßnahmen zur deutlichen Verbesserung der Wärmedämmung zu stecken,
statt eine zugige Hütte mit scheinbar billiger Energie zu heizen.

Eine kleinere Fläche zu einem deutlich niedrigeren Preis nur zur
Warmwassererzeugung kann evtl. mehr Sinn machen.
Bei mir sind das pro Monat aber nur ca. 25-30m³
-> entspricht ca. 1m³/Tag = ca. 10KWh
Bei einem Einsparpoential von angenommen 300m³ Gas pro Jahr mit
Verbrauchskostenca. 200€ dürfte das aber keine 2000€ kosten.
Sonst ist das nicht rentabel.
Gruß Uwi