Was muss manbeachten bei Kaminofeneinbau in Altbau

Hallo,
wenn man in einen Altbau (ca 1920) (Mehrfamilienhaus mit 3 Etagen)
gezogen ist und in die Küche in Anbetracht der Steigenden
Energiekosten einen Kaminofen selbst einbauen möchte - was ist zu
beachten? Über Online Auktionen bekommt man ja diverse Öfen. Da in
der Küche einmal bereits in den Wohnungen Öfen gestenden haben
mussten ( Es sind noch die Löcher zum Kamin vorhanden und nur durch
eine Platte abgedeckt) ist der Einbau prinzipiell wohl machber. Wer
hat Ahnung was ich beachten muss…? Danke für eine Antwort

Dass man vorm ersten Handschlag…

…den Schornsteinfeger informiert und fragt !

mfg Conrad

Hi Bergischer,

unterliegt dein Vorname dem Datenschutz? Ist doch irgendwie netter wenn man einen Namen hätte…

Ich kenne mich mit der Sachlage nict aus also kann ich nix kompetentes sagen, aber ich sage halt was ich da so machen würde.

Daß da mal irgendwann Öfen angeshlossen waren bedeutet heutzutage nix mehr, gibt da andere Vorschriften inzwischen.

Z.B. mußte mein Vater in seinem Haus wegen der Heizung im Keller, also es gibt keine kaminabgänge zu den Wohnungen, so ein Edelstahlrohr in den Kamin einführen lassen.
Ich hab zwar damals nachgefragt was das soll und warum, aber leider vergessen was die Begründung war, wahrscheinlich irgendeine Vorschrift.

Wie auch immer, ggfs. muß du mit diesen Kosten rechnen.

Dann würde ich bevor ich da irgendeinen Ofen kaufen würde, den zuständigen Schornsteinfeger fragen ob es bei Öfen irgendwelche Sachen gibt auf die ich vor dem Kauf achten müßte, Abgaswerte oder sowas.

Das Haus ist Baujahr 1920, vielleicht Holzfußboden, da wäre zu prüfen ob man so einen Ofen einfach so hinstellen darf oder ob da heutzutage eine Metallplatte drunter muß.

Und vor Inbetriebnahme muß eh mal der Schornsteigfeger kommen und mal prüfen ob der Kamin überhaupt noch korrekt funktioniert, ich glaube da muß oben so eine Klappe rein die funktionieren muß usw.

Wie gesagt, ich hab da keine Ahnung von, war nur mal so kleines Brainstorming.

Gruß
Reinhard

Hi Bergischer,

du kommst aus meiner Heimat Rösrath? Juchhuuuu :wink:

Wir sind vor einigen Jahren ebenfalls in ein altes Haus mit zwei Kaminen gezogen. Seither heizen wir nur mit Holz, Briketts und was sonst noch so im Haushalt anfällt.
In allen Etagen haben wir Allesbrenner stehen. Wir haben sie alle über ebay ersteigert.
Du stellst die Öfen auf diese unbrennbaren Platten auf, verbindest sie mit den Rohren an den Kamin und wenn deine Öfen startklar sind, lässt du den örtlichen Schornsteinfeger kommen damit er dir diese abnimmt. Beziehungsweise du erhälst sein Einverständnis zur Nutzung. Sollte irgendetwas nicht in Ordnung sein wird er dich unterrichten, als auch Ratschläge für die Sicherheit geben. Bei uns hat das nichteinmal etwas gekostet.

Alles Gute
Paula

Hi Bergischer,

du kommst aus meiner Heimat Rösrath? Juchhuuuu :wink:

Wir sind vor einigen Jahren ebenfalls in ein altes Haus mit
zwei Kaminen gezogen. Seither heizen wir nur mit Holz,
Briketts und was sonst noch so im Haushalt anfällt.

Hallo Paula,

ja, so einen Nachbarn, der alles verheizte, was im Haushalt so anfällt, hatten wir vor vielen Jahren auch mal. Mal war der Rauch weiss, dann schwarz. Mal roch es nach Plastik, dann wieder nach alten Socken, Autoreifen oder wasweissich… Irgendwann war dann Schluss mit lustig. Vermutlich, weil der Kamin völlig versottet war und ihm die braune Sosse innen an den Wänden runterlief.

Hallo Bergischer,

grundsätzlich (und wenn noch so viele ehemalige Anschlussöffnungen vorhanden sind), erst mal den Kaminkehrer vulgo: Schornsteinfeger kontaktieren. Überleg Dir vor dem Kauf, welche Heizleistung in kW Du brauchst und lass Dir bestätigen, dass der Kamin das dann auch verkraftet. Kannst Du am Aufstellort die nötigen Sicherheitsabstände rundum einhalten? Moderne Kaminöfen mit Specksteinverkleidung können ganz schön schwer sein. Hält der Altbauboden das aus?

Häng Dich einfach mal ins Indernett - Du kannst über Kaminöfen & Co. eine Menge Infos ergoogeln. Mit dem Basiswissen dann zum einkauf und sich nochmal beraten lassen.

Gut heiz!

-B

In allen Etagen haben wir Allesbrenner stehen. Wir haben sie
alle über ebay ersteigert.
Du stellst die Öfen auf diese unbrennbaren Platten auf,
verbindest sie mit den Rohren an den Kamin und wenn deine Öfen
startklar sind, lässt du den örtlichen Schornsteinfeger kommen
damit er dir diese abnimmt. Beziehungsweise du erhälst sein
Einverständnis zur Nutzung. Sollte irgendetwas nicht in
Ordnung sein wird er dich unterrichten, als auch Ratschläge
für die Sicherheit geben. Bei uns hat das nichteinmal etwas
gekostet.

Alles Gute
Paula

…der Kamin muss noch tauglich sein und darf nicht anderweitig für Heizung, Kabel etc. benutzt werden.

…aber welchen Sinn macht ein Ofen in der Küche?

Hi Bergischer,

Wir sind vor einigen Jahren ebenfalls in ein altes Haus mit
zwei Kaminen gezogen. Seither heizen wir nur mit Holz,
Briketts und was sonst noch so im Haushalt anfällt.

das würde ich hier nicht so rausposaunen, denn es ist verboten.

In allen Etagen haben wir Allesbrenner stehen. Wir haben sie
alle über ebay ersteigert.

Welchen Wirkungsgrad haben die? Moderne Öfen liegen bei >80%. Hast du weniger zahlst du beim Holz schnell den eingesparten Kaufpreis drauf. Zumal bei schlecht gedämmtem Wohnraum, wo der Verbrauch ohnehin schon hoch ist.

Du stellst die Öfen auf diese unbrennbaren Platten auf,
verbindest sie mit den Rohren an den Kamin und wenn deine Öfen
startklar sind, lässt du den örtlichen Schornsteinfeger kommen
damit er dir diese abnimmt.

Oder auch nicht, wenn z.B. der Kamin nicht mehr den Vorschriften entspricht o.ä. Dann gibts ein Betriebsverbot und du hast ein paar Zieröfen da rumstehen. Also besser zuerst mit dem Kaminkehrer sprechen.

Beziehungsweise du erhälst sein
Einverständnis zur Nutzung. Sollte irgendetwas nicht in
Ordnung sein wird er dich unterrichten,

nur, dass dann das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Gruß, Niels

Hallo,

wenn man in einen Altbau (ca 1920) (Mehrfamilienhaus mit 3
Etagen)
gezogen ist und in die Küche in Anbetracht der Steigenden
Energiekosten einen Kaminofen selbst einbauen möchte - was ist
zu
beachten?

frag den Kaminkehrer. Da es mehrere Wohnungen sind, hängt die Betriebserlaubnis auch davon ab, was sonst noch an diesem Kamin angeschlossen ist. Ist z.B. ein Heizkessel mit Gebläse dran oder ein anderer Ofen mit nicht selbstschließender Tür, darf kein Kaminofen angeschlossen werden. Außerdem muss der Zug für die anzuschließende Leistung geeignet sein. hat das Haus eine Gasheizung, könnte es auch sein, dass sich im Zug ein Edelstahlrohr befindet. Da ist der Abzug dann sowieso verbaut.
Weißt du denn, wieviel Leistung du benötigst? Öfen haben einen Leistungsbereich, außerhalb dessen sie nicht betrieben werden sollten. Oft werden die Öfen zu groß dimensioniert, so dass du bei kleiner Flamme keinen brauchbaren Abbrand zustande bringst. Die Folge ist erhöhter Brennstoffverbrauch (wegen unvollständiger Verbrennung) und versotteter Kamin (wegen zu niedriger Brennraumtemperaturen und dadurch zu hohem Anteil an Kohlenwasserstoffen im Abgas).

Über Online Auktionen bekommt man ja diverse Öfen.

Achte auf den Wirkungsgrad. Moderne Öfen liegen bei > 80%. Kaufst du einen mit weniger, musst du entsprechend mehr Heizmaterial verbraten (mal von der Umwelt abgesehen). Und wie gesagt: werde dir vorher klar darüber, was für eine Leistung du brauchst.

Da in
der Küche einmal bereits in den Wohnungen Öfen gestenden haben
mussten ( Es sind noch die Löcher zum Kamin vorhanden und nur
durch
eine Platte abgedeckt) ist der Einbau prinzipiell wohl
machber.

Mechanisch sicher, ob er auch zulässig ist, sagt dir der Kaminkehrer.
Außerdem: wie kommt die Wärme von der Küche in die anderen Räume? Oder soll nur die Küche beheizt werden? Wie groß ist die Küche?

Wer
hat Ahnung was ich beachten muss…? Danke für eine Antwort

Gruß, Niels

Hi,

der erste Schritt ist wirklich den Kaminkehrer zu informieren.

Wir haben uns Ende letzten Jahres einen Kaminofen einbauen lassen. Ausser den letzten 10 Jahren wurde das Häuschen immer mit Kaminöfen beheizt.

Wir dachten auch, einbauen und fertig. Aber wir haben Auflagen bekommen:

Der Abstand des Kaminlochs zur Decke war zu niedrig, obwohl da 30 Jahre lang so geheizt worden war. Wir mussten das Kaminloch versetzen und alle anderen, ungenutzten Kaminlöcher auch in den anderen Stockwerken zumauern. Auf der Bühne musste die Holzdecke um den Kamin bis auf 40 cm ringsum entfernt werden, obwohl direkt darunter auch nur Holzbalken liegen…

Aber wir sind zufrieden mit Kaminofen, das ist nett anzuschaun und eine sehr angenehme Wärme.

Viel Erfolg!

Gruß
Didi