Altes Haus neu elektrifizieren

Hallo,
bei einem Hauskauf müßten die Elektroleitungen erneuert werden, da von ca. 1933 und heutigen Ansprüchen nicht mehr genügend und außerdem nicht genügend Steckdosen vorhanden (damals ist man irgendwie mit einer Lampe und einer Steckdose pro Raum ausgekommen - wenn ich da heute allein an die Verbraucher im Arbeitszimmer, der Küche oder für all die TV/Video/Radio/CD-Player, … denke).

Da ich nichts über Putz haben möchte und (damit ich nicht später wieder anfangen muss) eher überdimensioniert renovieren möchte - was kostet mich das für ein 200m² Haus? Und was kann ich selber machen bzw. wofür brauche ich einen Elektriker? Kann ich ggf. was unter dem Holzdielenboden verlegen, statt die Wände aufzufräsen? Kein Fachwerk, Haus ist überwiegend aus Backsteinen gemauert.

Danke
Tini

Hallo Tini,

leider kA was das kostet.

Die laufenden Meter Kabel kann man sicher grob abschätzen,zzgl. 20% (oder auch mehr) an Rechenfehlern dazu. Steckdosen und Schalter kann man ja abzählen, muss man eh mal machen. Dann die passenden aussuchen, das geht ins Geld. Sofern spezielle Kabel kommen (siehe unten) wird’s entsprechend nocht teurer. So TV-Dosen sind erheblich teurer als so schnöde Steckdosen.

Aber ein paar Tipps, die mE „zukunktssicherer“ sind:

TV Kabel,
Kabel für die Boxen (Stereo, 5.1, 7.1)
Gegensprechanlage mit Türdücker, auch im Garten, so vorhanden
ggfs. Computerkabel cat5 (oder gibts da was neueres?)
Bei Rolladen an deren Stromversorgung denken
Im Treppenhaus ggfs. eine „Zeitschaltuhr“ vorsehen.

Und das am Besten alles in alle Ecken!

Bei Sicherungskasten lieber was größeres nehmen, Da kommen schnell noch ein paar FIs oder was auch immer dazu.

Trennen von Licht und Steckdosen in den Räumen und damit auch im Sicherungskasten.

mfg

Dirk.Pegasus

Hallo,

die Kosten sind einfach zu sehr von den individuellen Vorstellungen dessen abhängig, was man so haben möchte. Pro Raum nur einen Lichtauslass mit einem Schalter ist schon was anderes als drei oder noch mehr getrennt schaltbare Lichtquellen. Jede Steckdose kostet, und wenn ich mir ansehe, dass ich in einigen Räumen mehr als zehn Steckdosen, drei schaltbare Lichtquellen, fünf Wandauslässe in Reserve, drei Antennensteckdosen, und vier Netzwerkdosen habe, dann ist das um Dimensionen von dem heutigen Standard.

Dazu kommt die Verteilung, die bei größeren Installationen eben auch größer ausfällt. Und sollen es statt weißen Standardeinsätzen etwas bessere Dinge sein, reden wir gleich noch mal von deutlichen Aufschlägen. Zentrale Rolladensteuerung, Gegensprechanlage, Alarmanlage, … machen die Sache noch mal teurer.

Verwendbar ist von einer Installation anno 1930 nichts mehr, und Du kannst bei so einem alten Haus auch damit rechnen, dass Dir der Putz quadratmeterweise entgegen kommt, wenn Du Schlitze fräst, d.h. die Kosten für neuen Putz kannst Du gleich schon mal draufrechnen.

Selber machen kann man eine ganze Menge, wenn man das nötige Fachwissen hat. Ohne kann man eigentlich kaum etwas selbst machen. Und das Fachwissen kann man sich auch nicht nur theoretisch und innerhalb von wenigen Tagen raufschaffen. Da muss zumindest ein Fachmann immer dabei sein. Und Profis lassen auch nur höchst ungerne Laien mitarbeiten, weil sie letztendlich die sind, die den Kopf dafür hinhalten müssen.

Ich selbst habe genau so ein Projekt inzwischen größtenteils hinter mir, und habe inzwischen sicher € 10.000,-- verbaut, obwohl ich den größten Teil der Arbeiten selbst gemacht habe. Alleine die neue Hauptverteilung (Elektriker) hat über € 3.000,-- gekostet (musste komplett verlegt werden, und beinhaltet einen Haufen Stromkreise). Wir haben diverse Lichtanschlüsse in jedem Raum, Schalter in allen Ecken, Netzwerk- und Sat-Anlage umfassend verteilt, aber noch nicht mal zentrale Steuerung der Rolladen oder eine Gegensprechanlage (bislang nur Kabel vorbereitet). Schalterserie ist auch nichts Besonderes, und die Kosten für neuen Putz habe ich noch gar nicht gerechnet. Im Moment bin ich an einem Treppenhaus, was komplett neu gemacht werden muss (Hamburger Wechselschaltung und durchgescheuerte Stoffleitungen), und dann kommt noch die Wohnung im 1. OG dran. Da kommt sicher noch mal ein 1000er zusammen (wird nicht so aufwändig). Und natürlich wird alles wieder vom Elektriker abgenommen.

Gruß vom Wiz

Hallo

was kostet mich das für ein 200m² Haus?

Von 6000,- bis unendlich.
Abhängig von der gewünschten Ausstattung, dem Raumzuschnitt, Anzahl der Räume, Aussen- und Nassbereiche usw.
Müßte man vor Ort ansehen.

Und was kann
ich selber machen bzw. wofür brauche ich einen Elektriker?

Manche Elektriker bieten das Mitarbeits-Modell an.
Der Bauherr darf „das Grobe“ selbst machen, z.B. nach Planung, Einweisung und Anzeichnung darf er die Schlitze fräsen oder kloppen.
Auch Rohre und Leitungen dürfen verlegt werden. Der E-Meister kommt dann immer mal wieder rein und schaut sich das Ganze an.
Anschlußarbeiten, Verteilung, Inbetriebnahme und Prüfung (mittlerweile vorgeschrieben) der Anlage natürlich nur durch den Fachbetrieb.
Vielleicht bietet ein Fachbetrieb in deiner Nähe so etwas an.

Haus ist überwiegend aus
Backsteinen gemauert.

Viel Spaß beim Fräsen… :wink:
Gruß
Herm

Je nachdem was Du alles verlegt haben möchtes Steckdosen bis hin zu Rolläden, Internet etc… fangen die Kosten bei 3000 Euro an.

Wir habn anch langem hin und her ein Elektrikpaket bei Grenda und Hammer 0371-5381010 www.grenda-hammer.de über Ebay gekauft. Die Firma hat sich als Elektrobetrieb entsprechend bei den E-Werken eintragen lassen. Wir haben dann Schlitze gestemmt, Leitungen gelegt - das Anschließen an den Kasten war uns zu fisselig, das haben wir dann von einem Mitarbeiter der Firma machen lassen mit Endabnahme waren das ca. 300 Euro. Die Firma gibt auch eine Einweisung wie man Schlitze klopft, macht sich mit einem Gedanken wo der Sicherungskasten ggf hin soll, wie welche Leitungen laufen müssen - dann klopft ihr Schlitze etc… verlegt alles und das Unternehmen macht die Endabnahme. Das Unternehmen arbeitet deutschlandweit!!! Wir wohnen in der Nähe von Mainz das Unternehmen ist in Chemnitz. Die Betreuung war super und die mitarbeiter beraten kompetent, arbeiten zuverlässig sauber und pünktlich auf Termin.

Wir hatten keine Ahnung davon (außer nem normalen technischen Verständnis), haben es aber innerhalb von 14 Tagen geschafft unser Haus neu zu verlegen (neben nem normalen Job) und sind jetzt relativ fit und scheuen uns auch nicht weiter Dosen etc. zu verlegen, wenns denn sein muss.

Vergiss die Starkstromdose (so ein breiter Stecker) nicht, die wird u.a.a vom Maler für Putzmaschine etc. benötigt.

Viel Spaß beim selber gestalten.
Alexandra

Danke Euch allen! Bei Grenda und Hammer werde ich auf jeden Fall mal vorbeischauen …

Tini