Alten Verputz wiederverwenden

Hallo Wissende,

so wie ich es bei Entkernung von Altbauwohnungen mitbekomme werden da gewaltige Mengen alten Verputzes, alter Fliesen udn dies und das was da mal in der Wand war erst aus den Wänden entfernt, entsorgt, und wenn da die Wände schief sind muß wieder eine gewaltige Menge an Neuputz, Mörtel, wie auch immer man es nennt hochgeschleppt werden.

Ich konnte es ja gar nicht glauben, ich hab mal einen Kumpel auf der Baustelle besucht, Altbau, Holzdecke, die haben da erst so ne Metallgitterzeugs an die decke genagelt und dann 13 Säcke a 30 kg Material an die Decke geklatscht. Mit Wasser sind das für mich 500 kg.
Und sooo groß war das Zimmer nich, vielleicht 6 auf 6 Meter. Als normales Zimmer schon groß, aber daß da 500 kg, von mir aus irgendwann weniger, über einem so schweben hätte ich echt nicht gedacht.
Und das noch an einer Holzdecke.

Ichb hab mir da auch gedacht, was passiert eigentlich wenn da obendrüber mal jmd. laute Musik auflegt, mit Subhoover oder wie das heißt, also der gut die Bässe rüberbringt, also tiefe Frequenzen und erwischt mal da was wo der Holzboden anfängt mitzuschwingen, da er anders schwingt als das Mörtelzeugs daß an ihm hängt wirds dann zur Trennung kommen…
In dem Moment möchte ich grad nicht unter diese Decke sitzen :smile:

Nun meine Frage, mit Sicherheit haben sich daran schon einige Leute versucht, wodran sind sie gescheitert?

Mit dem was als „versucht“ bezeichnete, meine ich den Versuch die aus dem alten Putz geholten materialen, egal ob Sand, Zement, Fliesen, Gips, wieder zu benutzen.

Da ich schon in alten Bädern die Fliesen abgekloppt habe, von mir aus auch abgemeißelt, weiß ich schon wie groß und stabil da die Brocken sind wenn sie in Dickbetttechnik verlegt wurden.

Nehmen wir einfach mal an, es gebe eine Zertrümmerungsmaschine die man, zur Not zerlegt, mit zwei Mann hoch in die Wohnung tragen könnte.
Dann da alles „Alte“ der Wände „durchlaufen“ lassen.

Dann hätte man viele kleine Stückchen unterschiedlichem Zeugs. Dies nun in frischen Mörtel miteingerührt und damit die Wände grob verputzt müßte doch klappen?

Den letzten Putzauftrag kann man ja dann mit frischem feinputz machen.

Aber man hätte sich, wenns da keine Rutsche gibt, das mühselige Runtertragen des alten und das mühselige Hochtragen des neuen Putzes erspart, zumindest zum Großteil.

Nochmals meine Frage, an was sind meine Vordenker gescheitert, die das so wie ich sahen und da sich daran versucht haben das Problem so zu lösen?

Danke für jeden Gedankengang und das Interesse bis hierher mitzulesen *freu*

Gruß
Reinhard

Moin, Reinhard,

Putz kann sich im Lauf der Jahre / Jahrzehnte zersetzen, so dass er bei leichten Schlägen zu Mehl zerbröselt. Ich selbst kenne den Putz, der mit „Marktoberdorfer Sand“ als Zuschlag hergestellt wurde, der hält hier in der Gegend etwa 40 Jahre.

Haltbarkeit und Verarbeitbarkeit hängen von der Mischung der Bestandteile ab. Kein Maurer wird Putz aus Zutaten zusammenmischen, die er nicht kennt - und alter, gemahlener Putz ist gewiss kein Grundstoff, für den sich die Lebensdauer des fertigen Putzes vorhersagen lässt.

Dazu kommt, dass Putz heutzutage in der Maschine gemischt und per Pumpe an die Wand gespotzt wird. Das geht nur mit definierten Mischungen, nicht mit selbst angerührten Pampen. Am besten geeignet sind für Innenräume Gipsputze, das sind die, in die Du die Nägel hineinstecken kannst.

Ganz nebenbei bemerkt: Der Grund für das Verschwinden guten Brotes ist der gleiche, es kommt nur noch darauf an, dass der Teig maschinengerecht ist. Das Rührwerk darf nicht verkleben, der Brotlaibsch… nicht verstopfen, der fertige Laib auf dem Blech nicht hängenbleiben.

Gruß Ralf

Hi

Und sooo groß war das Zimmer nich, vielleicht 6 auf 6 Meter.
Als normales Zimmer schon groß, aber daß da 500 kg, von mir
aus irgendwann weniger, über einem so schweben hätte ich echt
nicht gedacht.
Und das noch an einer Holzdecke.

nun, warum glaubst du wohl hält genau sowas z.B. in meiner Hütte seit 1893? Trotz Parties bei denen die Kachelöfen zu schaukeln beginnen? Da kommt ein Sub nicht an eine irgendwie gefährliche Belastung.

Ichb hab mir da auch gedacht, was passiert eigentlich wenn da
obendrüber mal jmd. laute Musik auflegt, mit Subhoover oder
wie das heißt, also der gut die Bässe rüberbringt, also tiefe
Frequenzen und erwischt mal da was wo der Holzboden anfängt
mitzuschwingen, da er anders schwingt als das Mörtelzeugs daß
an ihm hängt wirds dann zur Trennung kommen…
In dem Moment möchte ich grad nicht unter diese Decke sitzen

-)

na, dann musste halt in ein Zelt ziehn. Die Gallier hatten auch solche Ängste…

Nun meine Frage, mit Sicherheit haben sich daran schon einige
Leute versucht, wodran sind sie gescheitert?

beim Versuch die Decke mit nem Sub zu zerlegen? Was 30 Pogotanzende Leute nicht schaffen schafft im normalfall auch kein Sub…

Mit dem was als „versucht“ bezeichnete, meine ich den Versuch
die aus dem alten Putz geholten materialen, egal ob Sand,
Zement, Fliesen, Gips, wieder zu benutzen.

ja, um Löcher in irgendwelchen Landschaften zu verfüllen werden sie ja benutzt…

Da ich schon in alten Bädern die Fliesen abgekloppt habe, von
mir aus auch abgemeißelt, weiß ich schon wie groß und stabil
da die Brocken sind wenn sie in Dickbetttechnik verlegt
wurden.

Früher wurde der Schutt in den Fussböden versenkt - da schwebt also noch mehr über dir im Altbau :smile:

Nehmen wir einfach mal an, es gebe eine Zertrümmerungsmaschine
die man, zur Not zerlegt, mit zwei Mann hoch in die Wohnung
tragen könnte.
Dann da alles „Alte“ der Wände „durchlaufen“ lassen.

die gibt es, was meinste was aus dem antiimperialistischen Schutt… äh, Schutzwall wurde…
sowas wird beim Strassenbau verwendet…

B

OT der Himmel fällt uns auf den Kopf

In dem Moment möchte ich grad nicht unter diese Decke sitzen

-)

na, dann musste halt in ein Zelt ziehn. Die Gallier hatten
auch solche Ängste…

Hallo B und auch Ralf und allen die sich noch Gedanken gemacht haben,

tja mit dem Himmel auf den Kopf fallen. Da war vor ca. einem Jahr oder so ein sehr interessanter Fernsehbeitrag der sehr indirekt damit zu tun hatte.
Da muß wohl vor langer Zeit mal ein Riesenbrocken vom Himmel gefallen sein, und hat dort wo er einschlug erstmal alles platt gemacht. Irgendwo Alpennähe, weil die auf der anderen Seite der Alpen überlebten und sahen wohl daß was Glühendes vom Himmel fiel usw.

Später siedelten um die Einschlagstelle (kann später durchaus der Bodensee draus entstanden sein oder sowas) ein gallischer oder germanischer Stamm.
Dann begann die „Metallzeit“ und die schmiedeten dort Schwerter und sonstige Waffen.
Bedingt duch den Einschlag war das Erz daß sie ausbudelten anders zusammengesetzt als sonst weltweit, ihre Schwerter hielten länger durch, blieben länger scharf. Die Römer bemerkten dies und kauften denen die Schwerter ab und ließen sie deshalb auch in Ruhe.

Im Beitrag wurde angedeutet daß das römische Weltreich ohne diese besseren Schwerter viel beschwerlicher so groß hätte werden können wenn überhaupt.

Den Namen des Stammes habe ich leider vergessen.

Gruß
Reinhard

Hallo Reinhard,

Das Abbinden von Gips, Zement usw. ist ein chemischer Vorgang.

Praktisch ist es nun schon so, dass nicht jeder Sand für z.B. Beton geeignet ist. Je nach mineralischer Zusammensetzung bekommst du unbrauchbaren Beton, weil die Chemie gestört wird.

Nun hast du keine Ahnung was da vor Jahrzehnten zusammengemixt und an die Wand gepappt wurde. Du müsstest also zuerst eine Analyse deines Ausbruchs machen. Dabei musst du auch noch beachten, dass z.B. beim Verputzen, nicht alles aus einer Charge stammt, da können dann auch nur einzelne Quadratmeter an der Wand faul sein, desweiteren können auch nur Schichten betroffen sein …

Hinzu kommt noch, dass früher oft mit z.B. bleihaltigen Farben gearbeitet wurde. Giftstoffe willst du aber wohl nicht in der neuen Wand haben ?!
Hinzu kommt noch, dass deine Steinmühle viel Staub erzeugen wird, als Erste wären dann die Arbeiter mit den Giftstoffen belastet …

Alles in allem ein riesiger (zeitlich und finanziell) Aufwand um eine Garantie für die geleistete Arbeit garantieren zu können.

MfG Peter(TOO)

Ich bedanke mich für Antworten und die Mühen o.w.T