Hallo ,
ich habe an meiner EFH an einem Kellerwand Feuchtigkeit im Innenraum ca . 2,50 m , Wand hat schon angfangen zu schimmeln .
Meine Frage ist wäre das vorher ausreichend nur diese Stelle abzudichten wenn ja wie ist die Vorgehensweise wenn man mir das Schritt für Schritt erklären würde wäre es echt Klasse .
Ich habe ca . 30 cm an einer Stelle schon ausgegraben diese Stellen waren voll mit Kies also Frage ich mich auch wie die Feuchtigkeit trotzdem durchdringen kann .
Ich würde gerne auch die anderen Wände gleich mitmachen aber leider habe ich hierfür kein Geld mehr .
Haus ist Baujahr 1959 .
Wie tief muss mann eigentlich ausgraben leider habe ich niemand wo mir das ausführlich erklärt .
Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten .
Hallo ayta,
bin zwar auch kein absoluter Experte was dein Problem betrifft, aber was ich weiß, ist, das man bis auf den Fundamentsockel graben muss, um das Kellerwerk richtig trocken zu legen. Außerdem müssen die Wände von außen mit einem Bitumenanstrich versehen werden. Darauf kommt dann noch eine spezielle Isolierung. Erst dann darf wieder zugeschüttet werden. Vorher solltest du dir überlegen, ob du nicht noch rund ums Haus ein Drainagerohr, wenn keins vorhanden, mit reinlegst.
Gruß sn00py603
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ich habe an meiner EFH an einem Kellerwand Feuchtigkeit im
Innenraum ca . 2,50 m , Wand hat schon angfangen zu schimmeln
Hallo,
es hat nur Zweck, wenn die gesamte Kellerwand bis auf die Bodenplatte ausgegraben wird.
Auf die Bodensohle sollte man ein Drainagerohr legen, das etwas über die Wandenden hinausragt und an beiden Enden nach unten etwas abgeknickt wird. Ich nehme nict an. daß Du diese Drainage noch an die Hausentwässerung anschließen kannst.
Dann folgen Bitumenanstrich, Isolierung ca. 8-10 cm dich mit außenseitigem aufkaschierten Filterfließ.
Dann kannst Du wieder zuschütten.
Am besten ist die gesamte Isolierung des Kellers. Du sagst aber, daß hierzu das Geld fehlt.
Gruß:
Manni
Hallo,
Eine Grundsanierung der Kelleraußenwände ist sehr aufwändig und auch kostenintensiv. Ich habe in einem vergleichbaren Fall mit Kieselsäure die Mauer von innen heraus zuverlässig abgedichtet. Mittel auf Basis von Kieselsäure gibt es viele auf dem Markt.
Anwendung:
Man bohrt schräg nach unten verlaufende Löcher in die Wand (16 bis 20 mm Durchmesser, ca. bis zur Hälfte der Wanddicke). Abstand voneinander ca. 30 cm (siehe aber auch die technischen Merkblätter für das spezielle Produkt).
Dann ausblasen und die Löcher mit dem Präparat füllen, immer wieder nachfüllen, bis nichts mehr aufgenommen wird. Das Präparat penetriert in das Gestein und verkieselt dort in den Hohlräumen. Ergebnis: Die Wand wird wasserdicht und trocken. Danach die Löcher zumörteln.
Grss
Iru
Hallo Iru,
hast du denn etwas feststellen können, dass sich das Wasser einen anderen Weg sucht. Unser Nachbar hat (seines Zeichens Bauingenieur) meinte nämlich das die Gefahr besteht, dass das Wasser dann an den Wänden hochsteigt.
Gruß Ute
Hallo Iru,
dann sollte man der Fairness halber dazuschreiben, daß diese Methode, wenn überhaupt, nur gegen aufsteigendes Wasser schützt. Wenn das Wasser horizontal auf die Wand drückt, nutzt das alles nichts.
Gandalf
Danke erstmal für zahlreiche Infos ,
wie tief muss ich eigentlich graben weil ich würde jetzt vorerst mal nur die 2,50 m von Hand ausgraben und denn Drainagerohr in einen Sickerloch fliesen lassen .
Wie ist die genaue Vorgehensweise ich denke mal nachdem ausgraben alles sauber machen Wand mit Steinverbung verputzen dann Bitumenanstrich und dann die Noppenfolie reinsetzen .
Später dann Drainagerohr in Sickerloch anschliessen Kies drauf Schotter drauf .
Bitte korrigiert mich wenn ich in der reihenfolge etwas falsch gemacht habe .
Problem wird denke ich das Sickerloch ao fliesst dieses Wasser dann hin .
Nee Gandalf, das eben nicht. Ich habe eine Kellerwand gegen drückendes Wasser (nicht aufsteigendes) abgedichtet. Sie war wirklich fast ständig nass. Ich habe aber einen Tag lang nichts anderes gemacht als gebohrt und die Wand in einen Schweizer Käse verwandelt. Dann ungefähr 20 Liter Kiesol in die Löcher verfüllt. Danach war die Wand dicht.
Gruss
Iru
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Nein Ute,
die Wand ist dauerhaft trocken geblieben. Dass ich das gemacht habe, da ist ca. 20 Jahre her.
Ich hatte damals mein erstes Haus gebaut und offensichtlich wurde die Außenhaut nicht richtig versiegelt. Durch den schweren Lehmboden konnte das Wasser auch nicht gut versickern und drückte gegen die Wand. Die Wand war quasi immer feucht, und wenn es regnete kam wieder eine Ladung Wasser hinzu. Sie hatte niemals die zeit, richtig auszutrocknen.
Ich habe dann an der Wand vom Boden bis zur Decke jede Menge Löcher gebohrt, Entfernung voneinander ca. 20 cm. In diese habe ich dann das Kiesol gefüllt. Kiesol wird vom Stein aufgenommen, verkieselt dort in den Hohlräumen und macht sie dicht. Immer wenn das Kiesol weggelaufen war, habe ich neu nachgeschüttet. Die Wand trocknete dann ab und wurde nie wieder nass von innen, auch beim größten Regen nicht.
Sicher kann das Wasser einen anderen Weg suchen und dort Schaden anrichten. Bei mir hatte ich aber den einzigen Weg dicht gemacht und so blieb es draußen. So blieb der ganze Keller trocken. Seitdem bin ich überzeugt von dem Zeug.
Ich habe vor kurzem ein altes Fachwerkhaus renoviert. Das Erste, was ich gemacht habe, war, dass ich die Sandsteinwände rundherum auf die gleiche Art versiegelte. Dabei aber nur eine Querschnittsversiegelung. Auch das Haus ist trocken.
Gruss
Iru