Moin,
das Dachgeschoss meines Hauses befindet sich z.Z. im Rohbau (Fussboden mit OSB-Platten, Schrägen und Decke mit Dämmung bzw. Dampfsperre).
Nun will ich mich demnächst daran machen und das Dachgeschoss ausbauen.
So ganz grob hab ich einen Plan: Fussboden mit Trockenestrich, Schrägen und Decke mit Rigipsplatten.
Nur in der Reihenfolge bin ich mir nicht sicher. Hinzu kommt, dass noch Wasser und Strom unter dem Estrich in die einzelnen geplanten Räume verlegt werden müssen. Ein Kniestock muss auch her.
Wäre nett wenn Ihr mir eine Art Zeitplan für die Reihenfolge der Arbeiten geben könntet (z.B.: Strom/Wasser => Kniestock-Gerüst => Fußboden => Decke => Schrägen => Zwischenwände).
Paul
PS: vielleicht könnt ihr ja auch ein paar Stolperfallen aufzeigen.
als erstes würde ich einmal den Kniestock machen, denn hast Du schon automatisch mehr Platz und alle andern Arbeiten können dann nach und nach ausgeführt werden ohne etwas zweimal zu machen.
Der zweite Schritt wäre dann das Wasser und der Strom.
Als Drittes die Platten an den Wänden zumindest bis über die Oberkannte des fertigen Fußbodens ziehen.
Trockenestrich einbringen; ich persönlich würde mir eine zementgebundene Schüttung mit einer Lage Trittschalldämmung und einer abschließenden Platte einbauen. Bei der Plattenstärke bzw. der Anzahl der Lagen kommt es sehr auf den Oberbelag drauf an. ACHTUNG!!!
Danach noch das Dach fertig machen.
Dach und Estrich können auch getauscht werden.
Schöne Grüße Bernhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Bei der Plattenstärke bzw. der Anzahl der Lagen kommt es
sehr auf den Oberbelag drauf an. ACHTUNG!!!
Wo finde ich eine Liste o.ä. bei welchem Fußbodenbelag ich welche Platten nehmen muss (Fliesen, Teppich, Laminat, etc.)?
Habe gehört, dass Trockenestrich nicht gerade billig ist. Da nun evtl. auch unterschiedliche Plattenstärken eingebracht werden müssen, könnte ich mir auch vorstellen erst die Leichtbautrennwände zu stellen und dann jedes Zimmer einzeln (wenn mal wieder Zeit/Geld da ist zu verlegen. Geht sowas?
ich würde sogar generell erst alles machen was „senkrecht steht“, bzw. den Kniestock - und erst dann den Estrich! Grund ist die Schall-Entkopplung.
Ich stell mir das halt so vor, dass alles was ohnehin schon „zusammenhängt“ wie Mauern, Betondecken und Dachbalken auch beim Ausbau miteinander verbunden werden können, ohne groß auf besondere Maßnahmen zur Entkopplung zu achten. D.h. die Leichtbauwände am Dach und auf dem Rohboden festschrauben. OK, unter den wänden schon noch diese Schaumstreifen etc… aber keinesfalls Wande auf einen Estrich schrauben.
Erst dann wenn das alles fertig ist (Wände, Leitungen usw.), den Estrich einbringen. Natürlich nach unten hin mit der Schüttung und seitl. zu den Wänden durch Trennstreifen entkoppelt.
Hi,
so ein ähnliches Projekt habe ich vor gut 7 Jahren realisiert. Ich bin wie folgt vorgegangen - und würde es auch wieder so machen:
Strom, falls der an der Decke unter den Platten liegt
für den kompletten Dachboden habe ich so angefangen:
Rigipsplatten unter die Decke
Senkrechte Wände aufgebaut
Dann in den einzelnen Zimmern wie folgt weiter vorgegangen:
Strom, welcher in die Wände soll, verlegt.
Wände verkleidet und gleich Steckdosen etc. geschnitten
Schicht Fußboden aufgebaut (bei mir ohne Trockenestrich, dafür mit Ausgleichschüttung und Holzbodenaufbau)
Strom und Wasser, welches bei mir im Kniestock liegt
Kniestock gebaut & verkleidet (evt. an Revisionsklappen denken!)
Gespachtelt, geschliffen, tapeziert, gestrichen
letzte Fußbodenschicht aufgebaut
Eingezogen
Bei Wasserleitungen, die in den Wänden liegen, habe ich zuerst eine Zimmerwand offengelassen und konnte so problemlos die Rohre verlegen. Danach konnte dann auch die Wand geschlossen werden.
Vorschlag 3
Hallo,
zumindest wenn du Ablauffolge und nicht Zeitplan meinst.
Alle Kabel und Leitungen über schrägen und waagrechten Rohbau bis zum „Eintreffpunkt“ (Wand, Leuchte, Klingel usw.) verlegen. Grundleitungen (Elektro, Heizung, Wasser) praktischerweise hinter dem Kniestock (sofern möglich).
Alle Wände (ohne Kniestock) aufstellen und einseitig beplanken. Wände sollten wegen der Schallübertragung von einem Raum zum anderen von Rohfussboden bis Rohdecke gehen, Trennstreifen oben und unten nicht vergessen.
Installationen in den Wänden verlegen. Kabel für Deckenleuchten mittels Latten als Hilfskonstruktion „punktgenau“ in Schrägen und Waagrechte anbringen.
Wände schließen, spachteln.
Wasserführende Leitungen abdrücken. Nicht vergessen: Entlüftungen an den Hochpunkten einbauen und zu revisionierbaren Stellen rückführen (zu vernachlässigen bei Dimensionen
wie viele und vor allem welche Platten geben die jeweiligen
Hersteller selbst vor.
Leider gibt es in dem Bereich noch keine Normen, ein Hinweisblatt
für solche Arbeiten wird momentan vom Bundesverband für Estrich und Belag erarbeitet.
Grundsätzlich kann natürlich Zimmer für Zimmer verlegt werden.
Wenn Du jedoch genügend Aufbauhöhe, ca. 10 bis 12 cm (richtet sich auch nach der Genauigkeit der Zwischengeschossdecke), zur Verfügung hast, wäre der Einbau eines Anhydritfliessestriches zu überlegen.
Wenn die Güte des Materials gut genug ist, kannst Du Dir eventuell auch ein paar mm in der Materialstärke sparen.
Gruß Bernhard
Bei der Plattenstärke bzw. der Anzahl der Lagen kommt es
sehr auf den Oberbelag drauf an. ACHTUNG!!!
Wo finde ich eine Liste o.ä. bei welchem Fußbodenbelag ich
welche Platten nehmen muss (Fliesen, Teppich, Laminat, etc.)?
Habe gehört, dass Trockenestrich nicht gerade billig ist. Da
nun evtl. auch unterschiedliche Plattenstärken eingebracht
werden müssen, könnte ich mir auch vorstellen erst die
Leichtbautrennwände zu stellen und dann jedes Zimmer einzeln
(wenn mal wieder Zeit/Geld da ist zu verlegen. Geht sowas?