ich hatte mir ein Beutel Kartoffeln gekauft. Nach einer Woche roch es
aus dem Beutel bestialisch. Hab auf meiner Arbeitsplatte den Beutel
vorsichtig geöffnet und natürlich gleich die faule, fast verflüssigte
und abartig-stinkende Kartoffel gefunden.
Von dem Sabber ist mir was auf die Arbeitsplatte gelaufen. Alle
Bemühungen, den Geruch auf der Arbeitsplatte zu entfernen, sind
bisher gescheitert (Spüli, Essig-Essenz, Backofenreiniger).
Hat jemand eine Idee, bevor ich die relativ neue Arbeitsplatte in den
Sondermüll entsorge muß?
das sehe ich nicht so. Die Arbeitsplatten sind gewöhnlich sehr
gut versiegelt, da kommt auch kein Bakterium so leicht durch.
Bakterien sind in diesem Fall nicht das Problem, sondern Substanzen, die offensichtlich sehr gut mit dem Plattenmaterial verbunden sind und den Gestank ausmachen.
Da hilft eigentlich nur stundenlanges lüften, was jetzt im
Spätsommer noch kein Problem darstellen sollte.
Hm, Du bist kein Chemiker, wie ich vermute. Es gibt Substanzen, die man in Konzentrationen wahrnehmen kann, die jenseits von gut und böse sind. Dabei sind sie aber ziemlich wenig flüchtig und lassen sich mithin von Lüftungsvesuchen in keiner Weise beeindrucken.
Mit einem Haushaltsreiniger, der auch Bakterien tötet, sollte
auf jeden Fall die Arbeitsplatte gereinigt werden.
Da Bakterien nicht das Problem sind, ist das unnötig.
Muß es denn
immer gleich Chlor sein?
In diesem Fall ja.
Die Substanzen müssen oxidativ zerstört werden, dann riechen sie auch nicht mehr. Eine Alternative wäre vielleicht noch hochprozentiges Wasserstoffperoxid, aber ob das im Verarbeiten angenehmer ist, wage ich zu bezeifeln, zumal es für Schleimhäute und Augen sehr gefährlich ist.
das sehe ich nicht so. Die Arbeitsplatten sind gewöhnlich sehr
gut versiegelt, da kommt auch kein Bakterium so leicht durch.
Bakterien sind in diesem Fall nicht das Problem, sondern
Substanzen, die offensichtlich sehr gut mit dem
Plattenmaterial verbunden sind und den Gestank ausmachen.
wie soll das funktionieren? Versiegelt ist versiegelt, oder?
Da hilft eigentlich nur stundenlanges lüften, was jetzt im
Spätsommer noch kein Problem darstellen sollte.
Hm, Du bist kein Chemiker, wie ich vermute. Es gibt
Substanzen, die man in Konzentrationen wahrnehmen kann, die
jenseits von gut und böse sind. Dabei sind sie aber ziemlich
wenig flüchtig und lassen sich mithin von Lüftungsversuchen in
keiner Weise beeindrucken.
Das weiß ich auch, obwohl ich ein Techniker bin. Und warum sollen die sich dann mit abwaschen (Sagrotan) beseitigen lassen? Eben weil sie nicht flüchtig sind? Das wäre logisch.
Mit einem Haushaltsreiniger, der auch Bakterien tötet, sollte
auf jeden Fall die Arbeitsplatte gereinigt werden.
Da Bakterien nicht das Problem sind, ist das unnötig.
Muß es denn
immer gleich Chlor sein?
In diesem Fall ja.
Die Substanzen müssen oxidativ zerstört werden, dann riechen
sie auch nicht mehr. Eine Alternative wäre vielleicht noch
hochprozentiges Wasserstoffperoxid, aber ob das im Verarbeiten
angenehmer ist, wage ich zu bezeifeln, zumal es für
Schleimhäute und Augen sehr gefährlich ist.
Gandalf
Vielen Dank für die Berichtigung meines Artikels, was auch allen andern helfen wird, wenn jetzt noch die paar kleinen Fragen beantwortet worden sind.
Die Substanzen, die versiegeln sind zum einen nicht völlig glatt und haben zum anderen bestimmte Oberflächeneigenschaften.
Meist sind sie hydrophob (= wasserabstoßend).
Nun sind viele dieser Geruchstoffe auch mehr oder weniger hydrophob und es gilt ‚gleich und gleich gesellt sich gerne‘
Die Substanz dringt (hoffentlich) nur wenig in die Oberfläche ein, aber es reicht, um einen deutlichen Geruch zu hinterlassen, der recht lang erhalten bleibt.
Und warum
sollen die sich dann mit abwaschen (Sagrotan) beseitigen
lassen? Eben weil sie nicht flüchtig sind? Das wäre logisch.
Nein. Durch die Oxidation werden die Substanzen, oder deren Bruchstücke, deutlich hydrophiler und lassen sich mit Wasser weit besser entfernen. Zudem sind die Oxidationsprodukte meist weit weniger geruchintensiv.