Kosten/Nutzen f Heizstrahler o.Heizlüfer/ Gaspreis

Hallo!

Ich friere… …lebe aber in einer hohen und kalten Altbauwohnung, die sich leider nicht durch etwaige Nachbarräume oder Wohnungen drüber oder drunter aufheizen würde und habe in der Wohnung nur einen Gasofen für jedes der drei Zimmer und keinen für die Küche. Wir heizen uns also zu Tode und arm und haben das Pech nicht unter der Decke unserer Räume zu leben…

Wie dem auch sei. Ich habe Angst, den Ofen anzumachen, weil ich Angst habe, es mir nicht leisten zu können. Daher meine Frage.

Wenn ich an meinem Arbeitsplatz in meinem Zimmer friere, der nicht genau neben dem Ofen ist, würde sich finanziell ein Heizstrahler oder Heizlüfter lohnen? Oder fressen die zu viel teuren Strom?

Wieviel kostet mich eigentlich das Wasserkochen für eine Wärmflasche?

Wenn Ihr Euch schon mit Heizen auskennt… wisst Ihr vielleicht auch, ob es sich im Moment lohnt, zu überlegen, den Gasanbieter zu wechseln, oder könnte der neue Anbieter seine Preise in den nächsten Monaten auch erheblich steigern…?

Ich würde mich sehr über jede mich erwärmende Antwort freuen!

Ganz liebe Grüße,
Cebe

Hallo Cebe.

Oje das ist grässlich… frag mal bei deinem Vermieter ob du die Möglichkeit hast einen Kamin anzuschließen, oder rufe direkt bei euren Schornsteinfeger an und frag mal nach…
Hol dir bitte keinen Heizlüfter, das ist im Stromverbrauch viel zu teuer. Da gibt es noch andere Zusatzgeräte, die im Stromverbrauch nicht so hoch sind. Google mal Wärmewellen…
Ist vielleicht am Arbeitsplatz oder im Bad nicht übel. Hab gestern in einem Forum gelesen das Diese in Frankreich sogar gefördert werden, den genauen Stromverbrauch kann ich dir jedoch nicht sagen. Man sollte aber bestimmt darauf achten das sie nicht nonstop laufen…

Aber mal eine andere Frage an die Experten: Worin liegt der Unterschied zwischen Infrarotwärmewellen und anderen Wärmewellengeräten???
In der Beschreibung und Funktionalität steht auf jeden Fall immer das Gleiche, nur im Preis sind höllische Unterschiede.

Gruß
Steffi

Hallo,

Da gibt es noch andere Zusatzgeräte, die im
Stromverbrauch nicht so hoch sind. Google mal Wärmewellen…

Sorry, mehr als 100% der elektrischen Energie kann man nicht in Wärme umsetzen. Ergo sind ‚Wärmewellen‘ schlicht Quatsch. Es gibt genau gar keinen Unterschied zu einem elektrischen Heizstrahler. Und damit ist beides nur dann sinnvoll zu nutzen, wenn es um kurzzeitigen Komfort geht.

Aber mal eine andere Frage an die Experten: Worin liegt der
Unterschied zwischen Infrarotwärmewellen und anderen
Wärmewellengeräten???

Es gibt keinen.

In der Beschreibung und Funktionalität steht auf jeden Fall
immer das Gleiche, nur im Preis sind höllische Unterschiede.

Genau. Und im Gewinn des Herstellers / Vertreibers.

Strom ist zum Heizen viel zu teuer.

Gruß
loderunner

Hallo,

Wir heizen uns also zu
Tode und arm und haben das Pech nicht unter der Decke unserer
Räume zu leben…

Ein Bekannter hat sich deshalb mal einen Deckenventilator eingebaut. Er hat eine Weile mit Geschwindigkeiten experimentiert, aber dann hat es gut funktioniert.

Cheers, Felix

Vielen Dank erst einmal für die bisherigen Beiträge! :smile:

Die IDee macht Sinn! Ich kann aber bei der alten Decke wahrscheinlich keinen Ventilator anbringen, mit den Lampen war das schon ein Debakel… aber wahrscheinlich würde auch ein Standventilator gehen, denn man nach oben richten kann - wenn es so etwas gibt… Aber die stehen immer so im WEg rum und man weiß nie wohin damit…

Aber wie wäre es denn da bei den Stromkosten?

Liebe Grüße,
Cebe

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Wenn ich an meinem Arbeitsplatz in meinem Zimmer friere, der
nicht genau neben dem Ofen ist, würde sich finanziell ein
Heizstrahler oder Heizlüfter lohnen? Oder fressen die zu viel
teuren Strom?

mit strom zu heizen ist so so ziemlich die teuerste variante um wärme zu erzeugen…

Wieviel kostet mich eigentlich das Wasserkochen für eine
Wärmflasche?

Das kannst du dir auf den cent selber ausrechnen (beim strom):
du brauchst die temperatur des kalten wassers (je nach wasserleitung z.B. 15°C im sommer, 10°C im winter) und die gewünschte temperatur des heissen wassers (bei einem Wasserkocher z.B. 90°C)->gibt eine Temperaturdifferenz von jetzt sagen wir mal dT = 80°C
Dann musst du wissen wie viel wasser (z.B. m = 2 kg bzw. 2 l)
Dann noch eine Stoffeigenschaft des Wassers: cp= 0,0012 kWh/(kg °C)

Die Energiemenge die dir der Stromlieferant verrechnet ergibt sich
E = dt*m*cp = 80*2*0,0012 kWh = 0,192 kWh
Der Strompreis liegt bei ca. 20 cent/kWh:
0,192*20 cent =~ 4 cent für 2 l Wasser kochen

bei 1 l statt 2 l halbiert sich das natürlich; Wenn du dein Wasser mit Gas kochst, musst du wissen wie das abgerechnet wird: wird dein Gas in kWh abgerechnet, dann setzt du einfach statt dem strompreis den gaspreis ein, wirds in m³ abgerechnet dann kannst du 1/10 des m³-preises nehmen (1 m³ Gas entspricht ca. 10 kWh), und dann gibts noch je nach Effizenz/Wirkungsgrad deiner Gastherme noch 10-20% dazu (wirkungsgradverluste und sowas)

Wenn Ihr Euch schon mit Heizen auskennt… wisst Ihr
vielleicht auch, ob es sich im Moment lohnt, zu überlegen, den
Gasanbieter zu wechseln, oder könnte der neue Anbieter seine
Preise in den nächsten Monaten auch erheblich steigern…?

in österreich gibts die e-control, da sind die preisentwicklungen von strom und gas der anbieter der letzten jahre ersichtlich - preisvergleich lohnt immer
Bevor du in eine elektroheizung oder sowas investierst: Dämmen ist die billigste variante um geld und heizkosten zu sparen - und wenn du nur dichtungen (besser gummi als schaumstoff, aber besser schaumstoff als löcher wo man das kalte lüftchen spürt) in fenster und türen klebst (bei alten gebäuden können die verluste durch zugluft gerne mal 50% ausmachen) - und sprich mal mit dem vermieter ob er nicht so dinge wie dämmen vorhat!

lg

Hallo,

wenn das Geld so knapp und die Bausubstanz so schlecht ist, würde ich nicht unbedingt den teuren Weg gehen die Raumluft und die Bausubstanz zu heizen. Was man auch noch machen kann und alles besser ist als frieren:

  • warm anziehen, in mehreren SChichten
  • für gute Durchblutung sorgen und kräftige Spaziergänge machen
  • Mütze aufsetzen. Über den kopf verliert mensch viel Wärme
  • wärmende Speisen und Getränke: mit Zimt, Pfeffer, braunem ZUcker, Ingwer
  • und unbedingt: Wärmflasche an den Körper. Die Wärmflasche zum Raum hin abdecken, dann bleibt die lange warm.

Demnächst wird es wieder günstige Angora-Unterwäsche geben.

ich weiß, dass diese Vorschläge vielleicht drastisch und unzeitgemäß klingen. Aber scheinbar ändern sich die Zeiten und „schick und teuer zu frieren“ statt mit Mütze und Decke zu sitzen ist mE keine Alternative.

dalga

ach ja, noch ein paar allgemeine tips, wie man sich den raum gemütlicher hält:

Lüften: Fenster beim lüften nie kippen (das freut nur energieversorger und schimmel), sondern für ein wenige min alle fenster auf, ordentlich durchlüften, dann wieder fenster zu. So wird nur die luft ausgetauscht, und die möbel kühlen nicht ab, sobald die fenster zu sind ists dann auch schon gleich wieder warm…

Luftbewegung: Je mehr die Luft in den Räumen umgewältzt wird (zugluft, lüftung, ventilatoren…) umso kühler fühlt sie sich an, da feuchtigkeit von der haut besser verdusten kann. Darum kann der tipp mit dem ventilator auch kontraproduktiv sein, wenn die räume nicht sehr hoch sind bzw. es unter der decke gar nicht so warm ist…

Luftfeuchtigkeit: Wasser ist ca. 1000 mal energieaufwendig zum heizen als luft, darum erhöht wasser(-dampf) in der luft nur den heizaufwand. Optimalerweise sollte die luftfeuchtigkeit sich zw. 40-60% bewegen. Vergiss unfug wie „trockene luft ist schlecht für die schleimhäute“. Trockene nase bekommt man vorwiegend von starker luftbewegung, husten und asthma vom aufgewirbelten staub und schimmel in der wohnung, und nicht von trockener luft.
Wasserdampf in der luft entsteht durch atmen, schwitzen, zimmerpflanzen und kochen. Raus aus der wohnung kriegst du Luftfeuchtigkeit eigentlich nur durch richtiges lüften. Jetzt im herbst und im frühling ist es am schwierigsten feuchte luft los zu werden (ohne technische hilfsmittel), am besten gehts im winter wenns draussen kalt ist. Die kalte luft die bei lüften hereinströmt erwärmt sich und da warme luft mehr wasserdampf speichern kann sinkt die rel. luftfeuchtigkeit. Netto bringst du so Wasserdampf aus der wohnung. Man kann das auch sehr gut am fenster beobachten: Wenn du das fenster öffnest, beschlägt es sofort, da im raum die luftfeuchtigkeit höher ist. Je mehr frische luft hereinströmt umso weiter geht der beschlag zurück. Als guter richtwert kann man sagen, wenn nur mehr die obere hälfte des fensters beschlagen ist, dann ist genug gelüftet. Im zweifelsfall eher öfter und kürzer lüften als einmal lang… Falls du schimmelprobleme hast (oft üblich in kalten und damit auch feuchten räumen) ist dies übrigens ebenfalls die beste methode dem beizukommen - wesentlich besser jedenfalls als schimmelspray und die ganze chemie die man in baumarkt + drogerie zusammen bekommt.
Insbesondere luftfeuchtigkeit vom kochen und duschen/baden sollte wenn möglich gleich abgelüftet werden und nicht damit warten bis sie sich in der ganzen wohnung verteilt. Schlafzimmer sollte gleich nach dem aufstehen gelüftet werden - der mensch schwitzt und atmet über die nacht ca. 1 l wasser pro person raus…

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Hallo,

Ein Bekannter hat sich deshalb mal einen Deckenventilator
eingebaut. Er hat eine Weile mit Geschwindigkeiten
experimentiert,

Hab ich auch gemacht, auf ganz langsam funktioniert es am besten, wenn man von „funtkionieren“ reden kann … denn wärmer wirds nicht, nur windiger :frowning:(
Mein Deckenventilator ist seit dem nur noch in Sommer in Betrieb.

Grüße
Jasmin

Hallo,

Wenn Deine Bude undicht ist oder Du sicher sein kannst genug Luftvolumen zu haben, dann kauf Dir doch nen Katalytofen.
Das Ding kannst Du dann direkt an Deine Seite stellen und die Strahlungswärme geniessen. Ist jedenfalls deutlich billiger und angenehmer als Strom.
Nur wegen der Feuchtigkeit und dem CO2 solltest Du drauf achten dass der Luftaustausch gewährleistet ist.

Ich selbst hab mir einfach so einen Aufsatz auf ne Gasflasche gekauft wie man sie auf Wochenmärkten im Winter oft sieht und nutze das Ding meist bis mein Kachelofen auf Tour ist.

Gruß
M.

Hallo Cebe,

ich kann dir nachfühlen wir haben auch jahrelang in einer zugigen, kalten Bude gewohnt. Aber: Wir haben bei uns im Schlafzimmer die Decke abgehängt um die Wärme weiter unten zu behalten, vielleicht geht es ja bei dir auch irgendwie. Vielleicht auch mit so einer Art Stoffhimmel?

Wir haben damals dann im Flur noch einen zusätzlichen Gasofen anschliessen lassen, da hier eh ein Kamin war. Aber bei den Gaspreisen heute weiss ich auch nicht mehr ob sich das lohnt.

Ansonsten kann ich auch nur empfehlen, Finger weg von irgendwelchen Heizgeräten die nur Strom ohne Ende verbrauchen, nachdem mir mal bei unserem Heizlüfter im Bad die Haare an den Beinen abgeflammt wurden (im Sommer hätte ich mehr davon gehabt). Sie kosten nur zusätzlich Geld. Und was vielleicht keine Nebenkosten macht, zumindest wurde es bei meiner Schwiegermutter so praktiziert. Einen Schamottstein in die Backröhre, wenn eh gebacken wurde, oder auf den eh laufenden Ofen legen. Aber immer ein Handtuch drumwickeln, der kann ganz schön heiss werden. Und er hält die Wärme scheints ganz schön lang. Zumindest hat meine Schwiegermutter anna duback so ein Dingen die ganze Nacht mit ins Bett bekommen.

Grüße Ute

PS: Die gerade auch noch keine Lust hat die Heizung anzuwerfen. Wir haben in unseren (noch nicht an den Kamin angeschlossenen) Schwedenofen Teelichte reingestellt. 8 Stück bringen in unserem kleinen Wohnzimmer (18qm) immerhin 3 Grad mehr.

Hallo!

Ich friere… …lebe aber in einer hohen und kalten
Altbauwohnung, …haben das Pech nicht unter der Decke unserer Räume zu leben…

Hallo Cebe,
früher in meiner alten Wohnung hatte ich das gleiche Problem mit zu hohen Räumen. Die Wärme sammelte sich wie in einem Heißluftballon unter der Zimmerdecke und ich hatte kalte Füße.

Hatte mir damals etwas gebastelt was dir vielleicht hilft. Damals hatte ich einen relativ grossen Elektro-Leitungskanal in eine Ecke neben den Wohnzimmerschrank gestellt. Der Kanal hatte zwei Öffnungen eine kurz unterhalb der Zimmerdecke und eine in Bodennähe.
Hatte einen einfachen Radiallüfter in den Kanal eingebaut. Dieser saugte die warme Luft unter der Decke ab und führte sie nach unten.
Ergebnis war recht erfolgreich.

Kann man auch billig mit Kunststoffrohren bewerkstelligen Radiallüfter sind im vergleich zu Axiallüftern leiser und nicht so Anfällig gegen Verschmutzen durch Staub.
Geht aber auch mit billigen Rohreinschubventilatoren aus dem Baumarkt.

Was auch geht ist ein einfacher Deckenventilator. Meisstens haben die einen Schalter mit dem man die Drehrichtung unkehren kann. Die Luft im Deckenbereich muss ja nur in Bewegung gebracht werden und der Ventilator muss keinen Sturm erzeugen.

Gruss, Bernd