Holzterrasse - nicht als Ärger

Hallo zusammen,
wir wollten uns zum Kauf unseres Hauses eine Holzterrasse mit ca. 20 qm gönnen. Aus Kostengründen haben wir uns für sibirische Lärche entschieden, ausgeführt wurde die Arbeit vom für den Bauträger kostengünstigen Landschaftsgärtner, der die Arbeit nachweislich zum ersten Mal ausgführt hat und dem offensichtlich viele Fehler unterlaufen sind.
Der Unterbau erfolgte auf planiertem Schotter, darauf Steine und aufliegend die Hölzer, auf denen die Terrassenbretter befestigt sind, aufliegend auf Befestigungsclips zum Belüften. Ich denke, bis dahin alles ok soweit.
Dann wurde die Linie zum Bohren der Schrauben mit Bliestift eingezeichnet, es hat geregnet, die Bleistiftstriche haben oxidiert (?) und waren nicht mehr zu entfernen, nachdem Stahlwolle alles verschlimmert hatte. Dann wurden die bereits verschraubten Bretter einfach umgedreht und verschraubt. Folgende (optischen) Mängel traten auf: für die die Schrauben wurde nicht vorgebohrt, an den unterschiedlich hineingepressten Schraublöchern treten schwarze Verfärbungen auf, vor allem dort, wo das Holz stark gesplittert ist. Unabhängig davon sind die Kanten ungleich abgeschnitten, an einzelnen Hölzern Risse bis zu 30 cm zu beobachten, Schraublöcher wurden nach dem Umdrehen nicht mehr benötigt und sind ‚frei‘.
Jetzt zu meinen Fragen:

  • sind solche langen Risse noch im Bereich des Normalen oder wird dies in der Regel aussortiert.
  • Könnt ihr euch vorstellen, was die schwarzen Verfärbungen bewirkt (laut Gärtner sind es Edelstahlschrauben)? Sind das nur optische Mängel, oder qualitative Einbußen?
  • Können die Risse, die beim Hineinpressen der Schrauben entstanden sind, die Haltbarkeit verringern?
  • Der Gärtner riet zu zwei möglichen seitlichen Begrenzungen, die die Terrasse vor der nassen Erde schützen sollte: Beton- oder Granitplatten. Gibt es noch weitere, vielleicht bessere Möglichkeiten?
  • ist es sinnvoll, zwischen Terrasse und Grasfläche ca. 40 cm Kies zu verlegen, um die Haltbarkeit zu erhöhen?
    Ich weiß, viele Fragen, aber aus unserer Sicht können wir die Terrasse so nicht abnehmen und wollten uns einfach informieren, was noch ‚normal‘ ist und was nicht mehr akzeptiert werden muss.
    Vielen Dank, wir freuen uns über jeden Beitrag,
    gunlo

Hallo,

wir wollten uns zum Kauf unseres Hauses eine Holzterrasse mit
ca. 20 qm gönnen. Aus Kostengründen haben wir uns für
sibirische Lärche entschieden,

Zu dem Holz kann ich wenig sagen, aber ein Link dazu: http://www.hausgarten.net/haus/holz/holzarten/sibiri…

ausgeführt wurde die Arbeit vom
für den Bauträger kostengünstigen Landschaftsgärtner, der die
Arbeit nachweislich zum ersten Mal ausgführt hat

Mhmmm… sehr schlecht…

und dem offensichtlich viele Fehler unterlaufen sind.
Der Unterbau erfolgte auf planiertem Schotter, darauf Steine
und aufliegend die Hölzer, auf denen die Terrassenbretter
befestigt sind, aufliegend auf Befestigungsclips zum Belüften.
Ich denke, bis dahin alles ok soweit.

Ja? Wurde ein Gefälle eingebaut, damit Wasser ablaufen kann?

Dann wurde die Linie zum Bohren der Schrauben mit Bliestift
eingezeichnet, es hat geregnet, die Bleistiftstriche haben
oxidiert (?) und waren nicht mehr zu entfernen, nachdem
Stahlwolle alles verschlimmert hatte.

Ich krig die Motten, was sollte denn der Schwachfug? Bleistift entfernt man mit Radiergummi, wenn das nicht geht, dann VORSICHTIG mit feinem Schleifpapier!

Dann wurden die bereits
verschraubten Bretter einfach umgedreht und verschraubt.
Folgende (optischen) Mängel traten auf: für die die Schrauben
wurde nicht vorgebohrt, an den unterschiedlich
hineingepressten Schraublöchern treten schwarze Verfärbungen
auf, vor allem dort, wo das Holz stark gesplittert ist.

Das klingt mir nicht nach guten Edelstahlschrauben… und ohne Vorbohren und idealerweise auch Ansenken für die Schraubenköpfe ist das Schlamperei!

Unabhängig davon sind die Kanten ungleich abgeschnitten, an
einzelnen Hölzern Risse bis zu 30 cm zu beobachten,
Schraublöcher wurden nach dem Umdrehen nicht mehr benötigt und
sind ‚frei‘.

Schlamperei^10 !

Jetzt zu meinen Fragen:

  • sind solche langen Risse noch im Bereich des Normalen oder
    wird dies in der Regel aussortiert.

M.E. nicht normal.

  • Könnt ihr euch vorstellen, was die schwarzen Verfärbungen
    bewirkt (laut Gärtner sind es Edelstahlschrauben)? Sind das
    nur optische Mängel, oder qualitative Einbußen?

Zunächst „nur“ optisch. Aber wenn der „Edelstahl“ nix taugt (nota bene: Edelstahl bedeutet NICHT automatisch auch rostfrei!) dann gammeln die Schrauben irgendwann mal weg.

  • Können die Risse, die beim Hineinpressen der Schrauben
    entstanden sind, die Haltbarkeit verringern?

Ja.

Gruß
BeLa