wir haben eine Meisterfirma beauftragt unsere Außenfassade mit einem WDVS zu dämmen. Die Arbeiten wurde in mehreren Punkten nicht nach dem detaillierten Angebot der Firma abgearbeitet. Dabei finden wir es noch vergleichsweise weniger schlimm, dass die Dämmung ohne ein Sockelprofil, sondern vom Boden aus verlegt wurde.
Die folgenden Punkte beschäftigen uns mehr:
Unsere Aussenwand ist eine Fassade aus Ethernitplatten (o.ä.). Es wurde uns empfohlen die alte Konstruktion zu verwenden, um die Styroporplatten direkt auf die Konstruktion zu „kleben", es wurden keine Dübel verwendet. Dieser Spezialkleber (angeblich von BASF/Relius) soll ganz neu und extra dafür gemacht worden sein. Jetzt
wirde es noch interessanter: Die Platten wurden mit 6 „Batzen" a 0,5 m2 – Platte an die Aussenwand geklebt. Weil diese Batzen nicht komplett zusammendrückbar sind, entstand ein Abstand zwischen alter Aussenwand und Styropor von ca. 2 cm über die gesamte Aussenwand. Problematisch wird dies meiner leihenhaften Meinung nach an
den Tür- und Fensterleibungen, die dann meiner Meinung nach noch mit einem Dünnen Styroporstreifen von der Seite zusätzlich gedämmt werden müssen. Diese Leibungsdämmung hat die Firma nicht gemacht, sondern die 2 cm dicken Ritzen mit Kleber zugekleistert! Hier entsteht meiner Meinung nach eine Wärmebrücke. (In der neuen Fassade blieben ausserdem auch viele Ritzen, die hinterher mit Bauschaum zugemacht worden sind.)
Jedenfalls bin ich der Meinung, dass aufgrund der Wärmebrücke der Taupunkt nicht ins Styropor vorverlegt wurde, was der Sinn war, sondern in diesem Zwischenraum zwischen alter Fassade und Styropor bleibt. Heißt für mich: Feuchtigkeitsbildung und
Schimmelpilzgefahr.
Haben wir mit unseren Befürchtungen recht und wie sollen wir reagieren? (Nachbesserung, Preisminderung…?)
Vorab vielen Dank für die Hilfe.
Hallo Sprinklomat,
spontan würde ich mir den Fachberater des Herstellers kommen lassen und ihm das Problem offerieren. Der Verarbeiter hat ja (hoffentlich), um mit dem VWS-System in der Herstellergewährleistung zu sein, ein Produktpaket eines Anbieters montiert. Dieser Hersteller (Relius, Capatect, Alsecco, Brillux oder weiss der Geier) hat Fachberater, die auch Detaillösungen zu speziellen Verarbeiterproblemen empfehlen können.
Also: Hersteller (müsste eigentlich auch auf den Plattenbunden bzw. auf dem Sack des Klebers stehen) anrufen, Fachberater für den PLZ-Bereich ermitteln, diesen anrufen und Termin vereinbaren.
Dabei auch die Leistungsbeschreibung (was also ursprünglich gemacht und bezahlt werden sollte) bereit halten.
Dazu eine möglichst konkrete Auflistung Deiner Fragen bzw. was Dir aufgefallen ist.
Und dann sollte er eigentlich in der Lage sein, eine Aussage zu treffen.
Eine Punktverklebung von VWS-Platten ist jedoch im allgemeinen durchaus üblich, ob es bei diesem Untergrund jedoch so geht, kann ich speziell nicht sagen. Dübel sind nicht pauschal vorgeschrieben, sondern sowohl ob als auch in der Dübelsorte abhängig von mehreren Faktoren. Wenn jedoch Dübeln seitens des Verarbeiters angeboten und Kostenbestandteil war, müsste das natürlich rausgerechnet werden.
Solange Deine Fragen nicht vollständig zu Deiner Zufriedenheit geklärt sind, würde ich in keinem Falle die volle Summe zahlen.
MfG BM
hallo guten abend die fehlende dämmung in den fensternieschen halte ich für sehr mangelhat weil dort selbstversändlich kältebrücken endstehen, aber was viele nicht wissen ist das die verarbeiter für schimmelsanierungen aufkommen müssen wenn dieser durch mangelhafte ausführung entsteht ( kältebrücke) grüße u.d.
Hallo u.d.,
das ist jetzt kein Sarkasmus, aber: Wenn der Verarbeiter insolvent wird/ist bzw. die Firmierung wechselt, dann hat der Geschädigte Pech und bleibt auf seinen Schäden sitzen.
Deshalb: Stellungnahme des Herstellers des WDVS-Systems, wenn das nicht reichen sollte, sofort gutachterliche Stellungnahme und Beweissicherung und noch kein Geld (oder nur geringen Abschlag) an den Verarbeiter. Nur so kann man sich vor unkalkulierbaren Risiken und Folgeschäden zumindest teilweise sichern.
MfG BM
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hallo bommelmops natürlich haben sie recht zuerst mit dem hersteller oder einem sachverständigen in kontakt zu treten , war auch nur eine anmerkung , aber wir wissen beide das die meisten verarbeiter nicht systemgebunden arbeiten und deshalb die meisten hersteller von wdvs systemen kaum oder garnicht stellung zu fragen nehmen deshalb ist der sachversändige wohl die erste adresse grüße u.d.