Erfahrungswert, Öl kontra Gas

Hallo Zusammen,
bisher hatten wir immer Gasetagenheizung incl. Warmwasserversorgung, nun ist in unserem zukünftigen Haus eine Ölheizung incl. Warmwasserversorgung.

Müssen wir mit höheren Kosten rechnen, wie ist es im Sommer mit dem Warmwasser?

Erfahrungswerte werden gerne aufgenommen,
lieben Gruß
Plö

Hi,
Ölheizungen liegen meist immer über den eigentlichen Wärmebedarf, was bedeutet, sie sind vollkommen überdimensioniert. Gasheizungen bieten im kleineren Energiebedaf Vorteile, aber Achtung und das darf man ja kaum schrieben, weil ich zwar seit knapp 20 Jahren Buch über die Anlagen führe, die ich betreue und in den letzten Jahren immer wieder feststellen muß, daß es zu gravierenden Qualitätsdifferrenzen kommt, was den Brennwert des jeweiligen Gases betrifft.

Jeder, der eine Heizung mit Gas betreibt, hat auf seiner Abrechnung Zeitintervalle mit verschiedenen Abrechungszeiträumen. Versteht die jemand? Ich glaube kaum, aber merkwürdigerweise ändern sich diese zu den Jahreszeiten. Im Winter wird recht schwaches Gas in die Leitungen geblasen und im Sommer eher hochwertiges. Aber der Versorger unterstellt einfach im Sommer genausoviel zu verbrauchen, wie man es auch im Winter verbrauchen würde.
Meiner Rechnung nach kommen wir da auf ein Leistungsdefizit gegenüber Öl von rund 30%, was am Ende der Kunde zu tragen hat.

Entgegen steht, daß man eine Ölheizung effektiv erst ab einer Leistung von rund 25 KW betreiben kann und nun mögen mich manche erschlagen. aber auch darüber habe ich Buch geführt.

Ihr seid bei Öl. dann bleibt auch erstmal dabei! Neuanschluß für Gas kostet Geld, die daraufolgende Grundgebühr kostet Geld. Niemand kann im Moment sagen, wohin die Wege eines warmes Zimmers führen werden. Ich denke, in 10 Jahren sind wir alle schlauer und solang wird die Ölheizung auch noch ausharren. :wink:

Gruß Joho

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Hallo,
die Kosten sind beim Öl etwas günstiger, da man bei genügend großem Tank immer dann nachbestellen kann, wenn es grad günstig ist.
Viel größeren Einfluss hat aber die Wohnung selber und das Verhalten der Verbraucher.
Gruß
loderunner

Hallo,

Ölheizungen liegen meist immer über den eigentlichen
Wärmebedarf, was bedeutet, sie sind vollkommen
überdimensioniert.

Nur bei alten Anlagen. Was bei Gasheizungen natürlich auch der Fall sein kann, aber die kann man einfacher und kostengünstiger gegen neuerer Geräte austauschen.

Gasheizungen bieten im kleineren Energiebedaf Vorteile,

Welche genau?

Anlagen führe, die ich betreue und in den letzten Jahren immer
wieder feststellen muß, daß es zu gravierenden
Qualitätsdifferrenzen kommt, was den Brennwert des jeweiligen
Gases betrifft.

Das kann nicht stimmen, durch hinzufügen anderer Gase wird der Brennwert konstant gehalten.

Meiner Rechnung nach kommen wir da auf ein Leistungsdefizit
gegenüber Öl von rund 30%, was am Ende der Kunde zu tragen
hat.

Komische Rechnung. Was meinst Du denn genau?

Entgegen steht, daß man eine Ölheizung effektiv erst ab einer
Leistung von rund 25 KW betreiben kann und nun mögen mich
manche erschlagen. aber auch darüber habe ich Buch geführt.

Verbrenn Dein Buch.
Offensichtlich ist Dir entgangen, dass auch auf dem Gebiet der Ölheizung Vortschritte erzielt wurden. Zum Beispiel gibt es mittlerweile auch ölbetriebene Brennwertheizungen. Und modulierende Brenner. Und selbstverständlich auch Geräte mit geringerer Leistung.

Gruß
loderunner

Also irgeneinen gibt es wohl immer…

Zeig mir eine, aber auch nur eine einzige Ölheizung, die ein Einfamilienhaus beheizt und die nicht überdimensioniert ist! Es gibt keine einzige Ölheizung, die den realen Wärmebedarf eines Einfamilienhauses auch nur annähernd Rechnung trägt. Sicher gibt es mittlerweile auch modulierende Gebläsebrenner, aber in und von welchen Leistungsbereichen schreiben wir denn jetzt? Jenseits der 100 KW? Wir schreiben schon noch von Kleinleistungsbereiche oder? Was Du mainst und vielleicht grad kurz zuvor ergoogelt hast, sind Verdampfungsbrenner. Das hat mit einem Gebläsebrenner recht wenig gemein und die lassen sich nunmal nicht in einen herkömlichen Heizkessel installieren. Also immer schön sachlich bleiben gell?

Wieviel Energie benötigt ein Einfamilienhaus heuzutage noch? Selbst ein 30 Jahre altes Haus mit einer aller Wahrscheinlichkeit nach 30 KW Anlage im Keller benötigt heutzutage nur noch einen Bruchteil der Energie, die man einst mal über den Daumen betrachtet errechnet zu haben glaubte. Habe ich ein 100 qm Haus, dann bewegen wir uns bei einem Energiebedarf von 4,8 bis vielleicht bestenfalls 7 KW. Zeig mir einen einzigen Öl-Gebläsebrenner, der in diesem Leistungsegment bewegen kann! Ich möcht nur einen einzigen wissen!

Bei Gas-Geräten ist das hingegen kein Problem. Soviel zum Vorteil von Gas-Geräten in kleineren Leistungsbereichen.

Was kann nicht stimmen mit den unterschiedlichen Gasqualitäten, die in die Netze gespeißt werden? Wo lebst Du denn? Schau Dir einfach mal eine Abrechnung an und erkläre sie mir! Ich kann sie Dir erklären, weil ich mich damit auskenne und es auch beweisen kann. Du hingegen stellst Dich hin und willst mir einen von Pferd erklären und anhand wie Du es versucht hast mir das zu erklären, nämlich, daß die nur andere Gase einspeisen, um eine gleichbleibende Qualität liefern zu können, weiß ich von Dir, daß Du von dem Thema nicht den Hauch einer Ahnung haben kannst, oder aber, die Möglichkeit besteht ja auch noch, bei einem der großen Anbieter beschäftigt bist. .

Tut mir wirklich leid, aber so wie ich es geschrieben habe, stimmt die Aussage, sehr zum Unwillen aller Gas-Betreiberanlagen. Jeder kann es selber überprüfen, aber niemand macht es.

Eines noch! Man ist dabei Geräte für Ölheizungen zu entwerfen und zu produzieren, die auch zum Teil schon für Leistungsbereiche von 11 KW auf den Markt gekommen sind. Es muß´am Ende jeder selber wissen, aber ich weiß, was die Geräte noch für Probleme machen. Und wer benötigt wirklich noch 11 KW in seinem Haus? Derjenige sollte sich auch mal Gedanken darüber machen!

Gruß Joho

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Hallo,

Also irgeneinen gibt es wohl immer…

Ja. Fies, dass man immer begründen muss, nicht wahr?

Zeig mir eine, aber auch nur eine einzige Ölheizung, die ein
Einfamilienhaus beheizt und die nicht überdimensioniert ist!

Kann ich nicht. Wir haben sie ja nicht einbauen lassen. Nur informiert.

Es gibt keine einzige Ölheizung, die den realen Wärmebedarf
eines Einfamilienhauses auch nur annähernd Rechnung trägt.

Warum sollte eine Öl-Brennwertheizung mit 17kW überdimensioniert sein, eine Gasheizung mit 17kW aber nicht? Du weißt doch gar nicht, was für ein Haus der UP hat. Weder Wohnfläche, noch Alter noch Zustand noch Gewohnheiten, nicht mal die Anzahl der Personen im Haushalt hat er genannt. Auch Alter und Zustand der Heizungsanlage sind völlig unbekannt.

Sicher gibt es mittlerweile auch modulierende Gebläsebrenner,
aber in und von welchen Leistungsbereichen schreiben wir denn
jetzt? Jenseits der 100 KW? Wir schreiben schon noch von
Kleinleistungsbereiche oder?

Ja.
http://www.waltermeier.com/media/thermmix_d_low_2008…

Was Du mainst und vielleicht grad
kurz zuvor ergoogelt hast, sind Verdampfungsbrenner.

Genau.

Das hat
mit einem Gebläsebrenner recht wenig gemein und die lassen
sich nunmal nicht in einen herkömlichen Heizkessel
installieren.

Habe ich das verlangt oder behauptet?

Also immer schön sachlich bleiben gell?

Genau: bleiben wir sachlich.
Und deshalb habe ich kritisiert, dass Du Ölheizungen generell abwertest. Ich habe nicht davon gesprochen, dass im vorliegenden Fall die Ölheizung auf jeden Fall besser ist, ich habe nur geschrieben, dass die Ölheizung nicht prinzipiell schlechter ist. Du versuchst grade, die zwanzig Jahre alte Ölheizung mit einer neuen Gasheizung zu vergleichen.
Und das findest Du sachlich?

Gruß
loderunner