Zinn löten

Liebe Leutz,

ein Freund hat ein Problem:
Sein Samowar (Zierstück, wahrscheinlich aus den 20er Jahren) hat ein abbes Bein. Ärgerlich, so fällt er immer um (der Samowar, nicht der Freund).

Unten ist eingeprägt: 95% Zinn, die Farbe und das Aussehen des Metalls lassen das als korrekt erscheinen.

Er also nicht faul ab zu eionem macher von Pokalen und dergleichen, dieser sagte aber, das könne man nicht löten.

Preisfrage: Stimmt´s ?
Sternchengewinnerfrage: Was kann man tun?
Mein erster LAIEN (!) - vorschlag war Silberlot, aber da hätte ich gerne fachmännischen Rat.

Lieben Dank

BeLa

Hallo BeLa,

dann eröffne ich mal das Rennen um den * :wink:))

Das mit dem Silberlot ist jetzt keine soooo gute Idee!
Zinn (rein) hat einen Schmelzpunkt von rund 230°C, Silberlot zwischen 600-800°C.

Der Samowar liegt schon in PFützenform vor, und dem Silberlot ist noch nicht mal warm.

Aber das Zinn ist ja nicht rein, aber 95% Zinn ist so erst mal auch keine richtig erhellende Aussage.

Tja 1920 war die Welt vor mir noch recht sicher, drum weiß ich nicht wirklich, was da sonst noch drin ist.

Da das Teil aber für Lebensmittel dienlich ist, sollte es sich um Hartzin oder Britanniametall handeln http://de.wikipedia.org/wiki/Hartzinn

Aber was genau?!?!??

Na ja… obwohl ich glaube, dass durch (spekulativ) Kupfer im Zinn dessen Schmelzpunkt ein wenig erhöht wurde sehe ich ehrlicherweise auch keine guten Chancen mit einer Lötung aus Reinzinn… Insofern hatter der Mensch vom Portal mit dem Pokal wohl recht…


Ab hier verlassen wir die Ebene des Wissens… ab jetzt wirds spekulativ :wink:

Da ich jedoch per se eher der Fraktion hirnfrei und Spaß dabei … halt so sagt man ja jetzt nicht mehr… das heißt ja jetzt INNOVATIV… also der innovativen Richtung zuzurechnen bin würde ICH es wie folgt versuchen:

Lötlampe (nicht die große… die kleinen in Stiftform) die Lötstellen vorher reinigen und gleichmäßig erwärmen.

Dann würde ich ein niedrig schmelzendes Elektronikerlot nehmen und in den Spalt fließen lassen… Elektronikerlot schmilzt bei Temperaturen (je nach Legierung) ab ich glaube rund 90°C…

Dann natürlich schmirgeln und polieren…

Tatsache ist, dass v.a. in England noch massig Flachmänner usw. aus Zinn hergestellt werden und diese Halbzeuge auch verlötet werden. Mit offener Flamme und entsprechendem Lot.
Das Problem ist m.E. jedoch die Dicke des Werkstückes… eine gelichmäßige Erwärmung der Lötstelle ist jedoch das A und O…

Problem könnte auch eine evtl. Farbabweichung sein…

Und aus eben diesen Gründen wird sich der Mann vom Pokal auch geweigert haben das zu reparieren… man könnte es sehen (oder er hat keine Ahnung… aber Zinngießereien sind selten geworden un die Leute, die so was noch gut können sind fast alle schon weggestorben…)

Also:

Kleben, Löten oder Schraube rein… Oder wirklich aufwendigst nen Profi suchen…

Grüße

Midir

Nachtrag, hab da was gefindet…
Tach nochmal, BeLa,

guggst Du:

http://www.zinngiesser.de/

Evtl hier Profi find?

Möge der Tee mit Dir sein

Midir

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Hallo,

Dann würde ich ein niedrig schmelzendes Elektronikerlot nehmen
und in den Spalt fließen lassen… Elektronikerlot schmilzt
bei Temperaturen (je nach Legierung) ab ich glaube rund
90°C…

Etwas daneben. Es ist etwa das doppelte, 180…190°C:http://www.chemical-check.de/clientversion/pdf1/580/…
Bleifreies Lot liegt sogar noch darüber.
Gruß
loderunner

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Hallo,

Preisfrage: Stimmt´s ?

Jain

nimm das gute Stück und trag es zum Klempner(Spengler,Blechner… der der Blechdächer macht) Deines Vertrauens und frag den Altgesellen oder den Meister danach. Der wird sich das ansehen u das ev versuchen. Selber kannst das auf alle fälle vergessen.
Peter

Hallo BeLa,

Hier wird Dir bzw. dem defekten Samowar geholfen.

http://www.verzinner.de

Auf dieser Seite findest Du auch die Telefonnummer. Er wird Dir sagen was bzw. wie es machbar ist.

Gruß Bernd O.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

… und Sternchen noch dazu.

Scheint ja nicht gerade ein triviales Problem zu sein, nun, ich werde es weitergeben und sehen, was draus wird.

Gruß
BeLa