Kellerausbau - Feuchtigkeit - Wärmedämmung?

Moin allerseits!

Ich spiele gerade mit dem Gedanken in unserem Haus den Keller auszubauen - soll heissen, ich möchte die bisher unverputzten gemauerten Innenwände entweder verputzen oder mit Einmannplatten verkleiden (entweder mit Lattung oder ‚aufgeklebt‘). Die Verkleidung mit den Einmannplatten wäre für mich sicherlich einfacher (und auch günstiger?), weshalb ich sie eigentlich auch bevorzuge. Nach reichlicher Recherche hier im Archiv und den übrigen Tiefen des Internets habe ich allerdings gelesen, dass Experten davor warnen, da bei schlecht isolierten Außenwänden Feuchtigkeit->Schimmelbildung hinter der Verkleidung auftreten kann.
Meine Frage ist nun: Was ist eine gut bzw. schlecht isolierte Kellerwand? Aus der Baubeschreibung unseres Hauses kann ich entnehmen, dass die Kelleraußenwände einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0.25 W/m^2*K (gegen Erde) bzw. 0.18 W/m^2*K (gegen Luft) haben. (Geschätzte 10% der Fläche der Außenwände grenzen an Luft, der Rest an Erde.)
Muss ich mir bei den Werten Gedanken um die Feuchtigkeit machen?

Beste Grüße und Dank im Vorraus, Julian.

Hallo Julian,
das Problem, welches sich stellt, ist technisch umfangreicher, als dass man dies nur aufgrund theoretischer Angaben zum Wärmedurchgangskoeffizienten (der ohne Angaben zur Mauerwerksdicke wenig aussagt) beantworten könnte.
Folgende praxisnahen Tipps sollten Dir jedoch helfen können:

  • bitte prüfen, welche Luftfeuchtigkeit sich in dem Raum einstellt, wenn die Fenster tagelang geschlossen gehalten wurden. Idealerweise regnet es in dem Zeitfenster der Prüfung noch intensiv.
  • bitte ebenfalls den Feuchtigkeitsgehalt des Mauerwerks und die Verteilung, damit den Grenzverlauf (horizontal und vertikal) ermitteln
  • bitte durch Inaugenscheinnahme im Außenbereich prüfen, ob im erdberührten Teil des Hauswand eine bituminöse Vertikalabdichtung eingebracht wurde.
  • prüfe bitte auch in Zeiten mit geringer Außentemperatur die Temperatur der Wandoberfläche + Rauminnenlufttemperatur

Ich denke, hieraus können mehr verwertbare Informationen abgeleitet werden, als nur über theoretische Kennwerte.
-.-.-.-.-.-
mfg Klaus Rauer, Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen

Hallo Klaus!

Vielen lieben Dank für Deine fundierte Antwort…
Ich denke, ich werde dann aber doch lieber entweder einen Fachmann beauftragen, dass er sich das mal anschaut oder die Wände mit einem feuchtigkeitsregulierenden Putz verputzen (damit bin ich doch auf jeden Fall auf der sicheren Seite, oder!?).

Beste Grüße, Julian.

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