Dämmung von Innenwänden

Hallo,

meine Großeltern wohnen in einem Haus, gebaut 1968 mit Elektrospeicherheizung. In den kalten Jahreszeiten friert man da ungemein. Der Innenteil von den Außenwänden ist ziemlich kalt, wenn man die anfäßt. Besonders gibt es Probleme im Schlafzimmer. Das Bett kann leider nur an eine Außenwand gestellt werden, dadurch ist es natürlich immer ziemlich kalt am Kopfende.

Gibt es Möglichkeiten, die Wände von innen leicht zu dämmen?
Ich überlege zum Beispiel für das Schlafzimmer, einfach eine Styroporplatte zwischen Bett und Wand zu stellen. Doch wäre dann an den Seitn der Styroporplatte ja immer noch ein Luftraum, durch den kalte Luft kommen kann, oder? Und was ist mt den anderen Räumen?

Das Haus wird in zwei bis drei Jahren komplett renoviert. Aber bis dahin will man natürlich nicht mehr frieren und es wird nach preiswerten Möglichkeiten gesucht.

Ich bedanke mich für Hilfe.

VG Arnim

Hallo Arnim,
mit Innendämmung welcher Art auch immer zieht man den Taupunkt aus dem Mauerwerk Richtung innen. Kondenswasserbildung und Schimmel sind in den meisten Fällen die Folge. Auch wenn Du die Styroproplatte nur stellen würdest mit einem Hohlraum dahinter, halte ich das für problematisch.

MfG BM

Hallo Arnim,

„bommelmops“ hat die möglicherweise nach einer solchen „Sanierung“ eintretende Situation bereits richtig beschrieben.
Eine Innendämmung würde zu massiven Bauschäden durch Verlagerung des Taupunktes in den Innenbereich führen.
Auch dünnere Spezialtapeten mit rückseitiger Styroporkaschierung - es wird genauso wenig helfen wie die lose vor die Wand gestellte Styroporplatte.
Warum ist das so?
Die derzeitige Außenwand ist -wie Du beschreibst- sehr kalt.
Nach den „Maßnahmen“, welche Du gerade andenkst, wäre die Wand „nur noch“ kalt. Aber eben kalt!
Hierdurch kühlt die Luft im Innenraum an der Wand ab. Es bildet sich eine Konvektion, eine Luftbewegung direkt zwischen der Wandfläche und Zimmerdecke. Das Ergebnis ist als unangenehm empfundene Zugluft.
Das heißt also: je größer der Temperaturunterschied zwischen Raumluft und Wand ist, desto schneller und breiter fällt die abgekühlte „Luftwalze“ zwischen Zimmerdecke und Boden auf den Schlafenden hernieder.
Eine Zwischenlösung gibt es neben dicken Bettdecken allerdings:
das Bett an eine Innenwand, abseits jeder Außenwände verrücken.
-.-.-.-.-.-.-
Mfg Klaus

Hallo Arnim,

Gibt es Möglichkeiten, die Wände von innen leicht zu dämmen?

wenn die Betonung auf ‚leicht‘ bezüglich leicht möglich liegt, dann ein kategorisches nein.
Wenn ‚leicht‘ in Bezug auf ‚nur ein wenig‘ liegt, dann würde ich es trotzdem lassen, weil der Komfortgewinn in Relation zu den möglichen Schäden in keinem Verhältnis steht.

Es gibt Methoden, eine Innendämmung anzubringen, aber das wird nur dann gemacht, wenn es nicht, oder nur extrem aufwendig möglich ist, eine Außendämmng anzubringen. Die Methode ist aufwendig und die Bewohner müssen bestimmte Dinge konsequent bleiben lassen.
Ich habe das in einem Raum gemacht, weil dessen Außenwand eine Wand der Einfahrt des Nachbarn ist, die schon so viel zu schmal ist und um keinen cm verringert werden konnte.

Wenn sowieso eine Sanierung in absehbarer Zeit geplant ist, dann sollte die entweder vorgezogen werden, oder die Bewohner sollten solange mit dem gegenwärtigen Zustand leben.

Gandalf