Hallo,
von wievielen qm reden wir jeweils und wie hoch ist dein Budget?
Warum kannst du keine Arbeit reinstecken? Eine gründliche
Bearbeitung ist meistens nicht viel teurer als Provisorien.
… Fliesen möglichst preiswert und mit minimal möglichem
Arbeitsaufwand verschwinden sollen.
Abschlagen scheidet aus, da ich das als sehr, sehr aufwändig
einschätze, da ich auch nicht weiß, wie es danach dann drunter
aussieht.
Das läuft mehr oder weniger auf Pfusch raus … ein Bohrhammer
und 3 oder 4 Stunden sollten für eine Wand von 20 qm langen.
Dann frisch verputzen und fertig. Verputz kostet wesentlich
weniger als Regips und der Raum wird nicht kleiner.
Vorsichtig wäre ich nur, wenn ich eine Fachwerkkonstruktion
befürchten muss.
- Wandfliesen
Wie befestigte ich Platten am besten?
So, das dahinter Luft zirkulieren kann.
Ich würde sie einfach festschrauben. Spricht da was dagegen?
Dann nimmt man üblicherweise eine Unterkonstruktion aus Dach-
latten und speziellen Justierschrauben. Da rein kann man gleich
Styropor als Dämmstoff geben.
In einer Anleitung habe ich gelesen, daß man die mit einem
Haftgips festkleben, und nicht schrauben soll.
Den Haftgips haust du wie einzelne Kuhfladen auf die Wand. So
bleibt dazwischen genug Luftraum.
Allerdings denke ich nicht, daß der Haftgips auf den Fliesen
halten wird. Und das alles mit einer Spezialgrundierung zu
behandeln ist erstens teuer und zweitens wieder ein zusätzlicher :Aufwandsposten.
Die Grundierung ist notwendig und nicht billig … arbeit macht
sie kaum.
Du musst letztlich durchrechnen, ob Grundierung und Haftputz
oder Justierschrauben, Lachlatten und Schrauben billiger kommen
und überlegen welche Technik du eher beherrscht. Gespachtelt
werden müssen die Regipsplatten in jedem Fall bevor sie tapeziert
oder gefliest oder gestrichen werden können.
Abschlagen und verputzen kann einfacher und billiger sein …
ich habe schon erlebt, das die Grundierung allein soviel kostete
wie der Verputz!
der Fußboden soll einfach nur eine andere Farbe erhalten, also
mit Fußbodenfarbe bestrichen werden.
Dem widersprichst du im folgenden gewaltig.
Außerdem gibt es ein paar fehlende Fliesen und Löcher, die ich
je nach Tiefer der Löcher zunächst mit geeigneter Bodenaus-
gleichsmasse, oder Betone, Estrich oder ähnlichem verschließen
würde.
‚Verschliessen muss‘ ist wohl richtiger 
Als nächstes würde ich dann gerne eine maximal 10mm dicke
Beton-Schicht auf die Fliesen aufbringen und dann mit
Fußbodenfarbe streichen.
Fußbodenfarbe ist immer Mist.
Um was für einen Raum handelt es sich dabei? Ein Wohnraum
soll es mit dem gestrichenen Beton wohl nicht werden …
Dicker geht nicht, da sonst die Tür nicht mehr aufgeht.
Um das abzuschätzen, müßte ich die Tür ansehen. Das Stichwort
Türkürzen fiel ja schon …
Was nimmt man da am Besten für ein Material? Und vor allem, ist
das auch stabil, wenn ständig Leute drauf rum laufen?
Da fehlt mir der Mut zu einer Aussage. Ob ein sehr guter Estrich
schon bei ~ 10 mm stabil genug ist wage ich nicht zu beurteilen.
Ich habe nur was von mindestens 20 mm im Kopf. Das er als ‚Verbund-
estrich‘ auf wirklich stabilem Untergrund auch so dünn schon hält
kann sein … schwimmend kannst du ihn aber so auf keinen Fall
verlegen.
Und was macht man, da mit es auf den Bodenfliesen haften bleibt?
Erstmal auch die intakten Fliesen etwas einkloppen, sodass
eine unebene Oberfläche entsteht. Dann Haftgrund (siehe oben).
Ich würde keine getrennte (teure!) Ausgleichsmasse benutzen
sondern auf die vorbereitete Oberfläche gleich Estrich giessen.
Der findet dank Unebenheiten und Haftgrund hoffendlich eine
gute Bindung und ist auch bei nur 10 mm stabil genug, da er nicht
selbsttragend verlegt ist.
Nur muss der in Ruhe trocknen … rechne mal mindestens eine
Woche nicht in den Raum zu können. Schneller gehts nur mit
elektrischen Trocknern oder Spezialestrichmischungen … aber
die kosten wirklich Geld.
Viele Grüße
Jake