Re: Fußbodensanierung im Altbau
Hallo Herr Siggemann,
Da sich die Nutzung innerhalb der Wohnungseinheiten nicht ändern wird, vermute ich einmal, dass sich unterhalb des von Ihnen zur Renovierung angedachten Raumes keine kritische Nutzung (Bad oder Küche) verbergen wird.
Die Art und Weise des Aufbaus sollte von der zur Verfügung stehenden Aufbauhöhe abhängig gemacht werden.
Eine sichere Variante bei nicht zu starken Verwerfungen der Dielen wäre
- Abschleifen der alten Dielen bis aufs rohe Holz,
- Grundieren und
- Egalisieren mit einer für Holzunterböden geeigneten, faserarmierten Spachtelmasse.
Hierauf könnten dann Fliesen und/oder Parkett velegt werden.
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Sind die alten Dielen sehr stark verwölbt, wäre folgende Variante möglich, welche allerdings das Vorhandensein einer gewisse Aufbauhöhe voraussetzt:
- alte Dielen nochmals auf festen Sitz überprüfen
- loses Aufbringen einer Schrenzpapierlage (als Rieselschutz)
- Aufbringen einer losen Ausgleichsschüttung
- 9mm Hartfaserplatte als Auflage
- 20mm RIGIDUR-Trockenestrichelemente (oder gleichwertige)
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Bitte beachten Sie, dass die Trockenestrichelemente bis Fliesenformat 30cm x 30cm problemlos funktionieren.
Darüber hinausgehende Formate sind bei Durchbiegungen des Unterbodens oder bei Schwingungen kritisch, da der Aufbau dann (bezogen auf den Oberbelag) rissgefährdet ist.
Parkett ist dagegen weitestgehend problemlos, solange keine Massivdielen oder Parkettstäbe aus quellfreudigen Holzarten geplant sind. Idealerweise würde sich ein spannungsarmer (mehrschichtiger) Aufbau des Parketts anbieten. Zweischichtparkett zum Beispiel.
Bitte vorher die Liste der Freigabe des Herstellers (für den Unterboden) anschauen!
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Mfg Klaus Rauer, Sachverst.-büro für Fußbodenkonstruktionen