Deutschland friert. Wärmedämmung

Ich möchte mal gerne wissen, welche Tricks ihr bei Euren Altbauten zur Wärmedämmung gemacht habt.

ich habe ne Hütte die 440 Jahre alt wird.(früher Gasthof) Fenster sind 100 Jahre alt und die Isolierung großer Kappes und es pfeift an den Wänden aus den Steckdosen der kalte Wind.

Das wird 2009 alles neu gemacht. Bis dahin muß ich mir eben so behelfen.

Und trotzdem bekomme ich es warm. Eben mit mehr Energie.
Ich hab da schon einige Löcher gestopft. z.B. die Kellerluke die früher für die Bierlieferung genutzt wurde mit Spanplatte und Montageschaum zugemacht und mit Glaswolle gedämmt.
In das Loch der Küchenabzugshaube habe ich einen Eimer gesteckt, damit der Wind nicht durch den Kamin pfeift.
Fenster habe ich aufgemacht, mit Silikon ausgespritzt, und damit nix zusammenkleben kann mit Tesa überdeckt und zugemacht. Ritzen waren zu groß um Tesamoll zu nehmen.

Am besten man macht die Butze 4 Monate dicht und geht in den Süden. Von den gesparten heizkosten kann man toll Urlaub machen…

Ich möchte mal gerne wissen, welche Tricks ihr bei Euren
Altbauten zur Wärmedämmung gemacht habt.

Ich bringe die Wärmedämmung bei mir an: Sprich mit Skiunterwäsche und mehreren Lagen Klamotten.

Arbeitszimmer: 15°
Küche: 10°

Fröstelnd:
Anja

Ach Gott!!
Was tust Du?
Lebst Du unter ner Brücke???
Unddann das Zwiebelsystem?
Ich hab noch ein Zimmer frei… Sogar mit Dusche und WC:wink:

Am besten man macht die Butze 4 Monate dicht und geht in den
Süden. Von den gesparten heizkosten kann man toll Urlaub
machen…

Du vergisst die Renovierungskosten für den Schaden,der an einem ungeheizten HAus entsteht.
Mein Haus ist 300 Jahre alt und auch nicht besonders gut isoliert.
Ich habe einen grossen Kaminofen, den feuern wir richtig an.
Hier ziehts auch ,aber wir wissen nicht woher.

Gruß
Kosmokatze

(will auch in den Süden)

Hai, Anja

Ich bringe die Wärmedämmung bei mir an: Sprich mit
Skiunterwäsche und mehreren Lagen Klamotten.

kurzzeitig überlegte ich gerade, ob ich nicht auch mit einer weiteren warmen Kleidungsschicht Heizkosten sparen könnte - und dann standen mir meine beiden Kater vor Augen, wie sie versuchen, an der Wärme der Unterwäsche teilzuhaben…
(„Glaub’ mir: der Ärmel ist zu eng für Dich, Du passt da nicht rein!“
„Mau? Mrrrrrau!“ *drängel-schieb-Krallenzuhilfenehm*
„Nein - nicht durch das Bündchen…“
„Mrrr…mrrrr…mblglggl-PLOPP“)

Arbeitszimmer: 15°
Küche: 10°

Das ist ja entsetzlich! Sowas kann ich nicht machen - das verstößt bestimmt gegen die Genfer Katzenrechtskonventionen… (abgesehen davon, daß ich da tieffrieren würde)

Fröstelnd:

solidarisch mitzitternd
Sibylle

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Moin Gina.
ich sehe eine Leidensgenossin?

Welcher Schaden soll denn schon entstehen?
Ich lasse das Wasser aus der Heizung und den Leitungen.
Hier zieht es eh durch die Bude. Da brauch ich nie zu lüften:wink:)

Oki. Bei den alten Hütten ist das Problem, dass sich Fachwerk hin und her bewegt.
Daher hatte man früher die Fenster nicht ins Holz gesetzt, sondern nen Holzrahmen rein gemacht um den herum sich das Haus quasi bewegen konnte.
Und genau dort pfeift es durch. Ich suche selber nach einem elastischen Bauschaum, mit dem ich das abdichten und somit das Problem lösen kann.

Gruß Jörg

Hi Bille…

Hast Du etwa keinen
Muschiwärmer???

http://schwan-metternich.de/muschiwaermer.jpg

Das ist ja entsetzlich! Sowas kann ich nicht machen - das
verstößt bestimmt gegen die Genfer Katzenrechtskonventionen…
(abgesehen davon, daß ich da tieffrieren würde)

Hallo Sibylle,

warum verpasst Du nicht den Katern eigene Unterwäsche? Der Tierhandel hat doch sowas auch für kleine Hunde - da müsste doch auch eine Katze reinpassen.

Oder als Alternative: Nimm einen großen Karton, leg ein paar alte Decken und eine warme Wärmflasche rein, Katzen rein, noch eine Decke drauf und kein Tier friert.

Für Dich koche eine Kanne Tee, stelle sie auf ein Stövchen und kippe regelmäßig nach. Dazu drei paar Socken, Stulpen, zwei Trainingshosen übereinander, drei Pullover und eine Fleece- oder Strickjacke und das Problem ist gelöst. Ab und zu könntest Du auch eine Katze zwischen Pullover und Jacke stecken :wink:. Also wähle die Jacke groß genug.

Gruß

Anne

Hi,

Für Dich koche eine Kanne Tee, stelle sie auf ein Stövchen und
kippe regelmäßig nach. Dazu drei paar Socken, Stulpen, zwei
Trainingshosen übereinander, drei Pullover und eine Fleece-
oder Strickjacke und das Problem ist gelöst.

Sowas hab ich auch mal gedacht.
Nur war das Problem immer nur kurzzeitig gelöst und verschlimmerte sich zwischendurch deutlich: Auf der Toilette ist es bei mir nämlich nochmal 10° kälter! ;o)

Ich habe mich derzeit auf einen Raum zurückgezogen. Der Kachelofen wird nur am Wochenende aktiviert, wenn ich auch was davon habe, denn unter der Woche sind Wohn-, Schlafzimmer und Kühe wieder kalt bis ich von der Arbeit komme. Also gibts Mo-Fr nur das kleine (11m²) Esszimmer zum drin Hausen, da habe ich aber dank überdimensioniertem 4kW Nachtspeicherofen so warm wie ich das abends haben will. Ab 0°C zieh ich dann wieder um zum Kachelofen und lass den Stromfresser aus.

Langfristig baue ich mir unterm Dach einen superduper-öko-isolierten Winterwohnraum. Der alte Wohntrackt meines Häusles (Bj ca 1794) wäre deutlich schwieriger ordentlich zu isolieren ohne Schäden zu riskieren.

Grüße
M

Hallo,

Ich suche selber nach einem
elastischen Bauschaum, mit dem ich das abdichten und somit das
Problem lösen kann.

Vergiss es. Dazu benötigst Du ein spezielles Dichtungsband, das nach dem Einbau aufquillt. Bauschaum härtet aus und ist deshalb nicht auf Dauer geeignet. Hat mir ein bekannter Architekt glaubhaft versichert.
Gruß
loderunner (kein Fachmann, nur interessierter Laie)

Hab schon nen Tipp bekommen:

Das hört sich gut an und ich werde es ausprobieren. Mal sehen was das kostet…

http://www.wuerth.de/de/produkte/holz/purlogic-daemm…

Hi,

Du vergisst die Renovierungskosten für den Schaden,der an
einem ungeheizten HAus entsteht.

Jertzt will ich das auch wissen! Unser WE-Haus ist unter der Woche ungeheizt. Die Wasserleitungen lassen wir leerlaufen und sehen zu, daß wir die durch menschliche Ausdünstungen sowie die Feuchtigkeit die durch Kochen und Waschen entsteht rauskriegen und dann wird es kalt werden lassen. Diese Woche hatte ich im ganzen Haus ca -1,5°. Aber Frostschäden können wir am Haus (relativ „leicht“ gebaut, wenig isoliert, Bj. ca. 1960) keine erkennen.

Viele Grüße
HylTox

Moin,
Das Material ist aber nicht dampfdicht und damit - zumindest alleine - ungeeignet.
Der Gebrauch kann, zumindest mittelfristig zu erheblichen Gebäudeschäden führen (Fäulnis). Bei einem derart alten Gebäude stellt sich m.E. auch die Frage nach dem Denkmalschutz. Es gibt Bundesländer bei denen ein Denkmal per se ein Denkmal ist und nicht deklaratorisch. In diesem Fall, bzw. wenn das Gebäude bereits zum Denkmal deklariert wurde, ist auch für derartige - vorübergehende- Maßnahmen die erforderliche Erlaubnis, Genehmigung, oder was auch immer, einzuholen. Der Gebrauch derartiger Materialien kann, ungeachtet technischer Schäden, zu erheblichen denkmalrelevanter Schäden führen, deren fachgerechte Beseitigung Unsummen kosten kann.

vnA

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

In das Loch der Küchenabzugshaube habe ich einen Eimer
gesteckt, damit der Wind nicht durch den Kamin pfeift.

Steck noch einen weiteren Eimer in den Eimer. Das Luftpolster dazwischen machts wie bei den Isoscheiben aus.

Guten Morgen,

Das Material ist aber nicht dampfdicht und damit - zumindest
alleine - ungeeignet.

Wozu sollte es dampfdicht sein, wenn man es zum Abdichten von Fugen im Fachwerk benutzt?

Ein Fachwerkhaus mit Holz und Mauerwerk ist nicht dampfdicht. Ist auch gut so, sonst gäbe es diese alten Gebäude schon lange nicht mehr.

Der Gebrauch kann, zumindest mittelfristig zu erheblichen
Gebäudeschäden führen (Fäulnis).

Nur wenn Feuchtigkeit nicht diffundieren kann und im Mauerwerk kondensiert. Bei partiellen Abdichtungen in einem Fachwerk würde ich niemals dampfdichtes Material verwenden.

Gruß
Der Franke

Guten Morgen,

Moin,

Das Material ist aber nicht dampfdicht und damit - zumindest
alleine - ungeeignet.

Wozu sollte es dampfdicht sein, wenn man es zum Abdichten von
Fugen im Fachwerk benutzt?

Tja, warum sollte es dampfdicht sein? Vielleicht, weil auch beim Dachausbau die Isolierung mit einer Dampfschutzfolie gegen den Innenraum abgeschlossen werden sein. Weil vllt. die Anreicherung von Feuchtigkeit am Taupunkt die Wärmedämmung zunichte macht. Vllt. weil diese Feuchtigkeit angrenzendes Holz dauerhaft befeuchtet und es dadurch zu Fäulnis kommen kann.

Ein Fachwerkhaus mit Holz und Mauerwerk ist nicht dampfdicht.

Stimmt. Es besteht aus natürlichen Materialien, die feuchtigkeitsregulierend reagieren. Im Gegensatz zu den kunststoffbasierten Materialien die keinerlei Feuchtigkeit speichern können.

Ist auch gut so, sonst gäbe es diese alten Gebäude schon lange
nicht mehr.

Im Gegensatz zu früheren Nutzungen wird heutzutage bei einer Wohnnutzung ein mehrfaches an Feuchtigkeit in dem Gebäude freigesetzt (Duschen, Pflanzen, Wäsche trocknen in der Wohnung). Auch die Innentemperatur ist erheblich höher als früher und dadurch auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Außerdem sind neue Fenster stärker isoliert und dichtschließender. Alleine dadurch sind derartige alte Gebäude schon in ihrem Bestand gefährdet. Der Verzicht auf moderne Materialien (die keine Feuchtigkeit aufnehmen können)ist daher ein Grundprinzip des Denkmalschutzes (neben anderen feuchtigkeitsregulierenden Maßnahmen).

Der Gebrauch kann, zumindest mittelfristig zu erheblichen
Gebäudeschäden führen (Fäulnis).

Nur wenn Feuchtigkeit nicht diffundieren kann und im Mauerwerk
kondensiert. Bei partiellen Abdichtungen in
einem Fachwerk würde ich niemals dampfdichtes Material
verwenden.
Gruß

auch Gruß

Der Franke

vnA

Moin,

Hallo,

Tja, warum sollte es dampfdicht sein? Vielleicht, weil auch
beim Dachausbau die Isolierung mit einer Dampfschutzfolie
gegen den Innenraum abgeschlossen werden sein. Weil vllt. die
Anreicherung von Feuchtigkeit am Taupunkt die Wärmedämmung
zunichte macht.

Genau, gewissermaßen kann man das Dachgeschoß im normalen Hausbau als Sonderfall betrachten. Die Dämmung wird durchnässt und die Dämmwirkung geht sofort verloren.

Bei „normalen“ Außenwänden und auch im Fachwerk wird kondensierende Feuchtigkeit vorübergehend aufgenommen, das Material wird nicht „zerstört“ oder in seiner Substanz beschädigt, es trocknet ohne große Probleme wieder aus.

Vllt. weil diese Feuchtigkeit angrenzendes
Holz dauerhaft befeuchtet und es dadurch zu Fäulnis kommen
kann.

Bei uns in Franken gibt es auch zahlreiche Fachwerkhäuser, die z.T. sehr alt sind und ohne Dampfbremse auskommen. Holz ist ein relativ unempfindlicher Baustoff.

Im Gegensatz zu früheren Nutzungen wird heutzutage bei einer
Wohnnutzung ein mehrfaches an Feuchtigkeit in dem Gebäude
freigesetzt (Duschen, Pflanzen, Wäsche trocknen in der
Wohnung). Auch die Innentemperatur ist erheblich höher als
früher und dadurch auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft.
Außerdem sind neue Fenster stärker isoliert und
dichtschließender. Alleine dadurch sind derartige alte Gebäude
schon in ihrem Bestand gefährdet.

Richtig. Die Sanierung eines alten Gebäudes ist wesentlich aufwendiger und riskanter als ein Neubau. Wenn ich ein altes Haus kaufe, dann muss ich auch mit diversen Einbußen an Komfort, Behaglichkeit und Energieeinsparung leben. Und nicht kaputt sanieren.

Der Verzicht auf moderne
Materialien (die keine Feuchtigkeit aufnehmen können)ist daher
ein Grundprinzip des Denkmalschutzes (neben anderen
feuchtigkeitsregulierenden Maßnahmen).

Wenn du die Innenwände beispielsweise verputzt, werden sich die „dampfdichten“ Fugen irgendwann abzeichnen. Daher auch die Fugen diffussionsoffen ausführen. Sie sollten wie Holz und Mauerwerk Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können:
http://www.fachwerk.de/wissen/fachwerk-ueberputzen-2…

Auch wenn es immer wieder angezweifelt wird, ein Gebäude sollte „atmen“ können, es ist das A und O eines gesunden Raumklimas.

Gruß
Der Franke