Frage zu Zentralheizungen bei MFH mit ETW

Hallo allerseits!

Da derzeit bei vielen der Ablesedienst für Heizung und (Warm-)Wasser vorbeischaut und vielleicht der eine oder andere ein ähnliches Problem hat, stelle ich mal folgende Frage in den Raum:

Gegeben - allgemein:
Mehrfamilienhaus mit je 2 Parteien pro Etage, jede Wohnung hat ein innenliegendes Bad ohne Fenster und nur mit Abluftgebläse. Die Heizkörper, die an einer Zentralheizungsanlage für das ganze Haus angeschlossen sind, haben jeweils einen elektronischen Zähler für die Heizeinheiten (also keine Verdampfer, falls von Bedeutung, die Gerät sind von ISTA vertrieben) und 1x im Jahr kommt ein professioneller Ablesedienst.

Vorliegender Fall:
Alle Wohnräume der betreffenden Dach-Maisonette-Wohnung haben seit der letzten Ablesung Heizwerte im 1stelligen Bereich, allerdings weicht der Zählerstand mit 57 Heizeinheiten (bei den beiden vorangegangenen Ablesungen immer 0) erheblich ab und ist dabei aber an der einzigen Heizung der gesamten Wohnung, die seit 3 Jahren nie aufgedreht wurde (nur auf der geringstmögliche Einstellung Frostschutz). Der Heizkörper ist im übrigen kühl, nur das Rohr vom Zulauf bis Ventil ist warm. Die Wohnung ist unterm Dach gut gedämmt ebenso 3 der 4 Außenwände; die Dämmung ist jeweils auf der Wohnungsinnenseite angebracht.

Innerhalb des letzten 1/2 Jahres wurde nach unserem Wissen Arbeiten an der gemeinschaftlichen Heizungsanlage Revisionen durchgeführt, unnötige ByPässe geschlossen; Details sind aber nicht bekannt. Seit dieser Zeit ist zumindest in jedem Wohnraum ein leichtes Rattern zu hören (klingt, als ob in dem Heizungssystem eine analoge Armbanduhr mitläuft).

So ein elektronischer Zähler hat angeblich 2 Sensorfelder, damit bspw. eine Abwärme eines Gerätes in der Nähe sich nicht auf den Zähler auswirken kann (Angabe der Hausverwaltung). Kann bspw. ein solcher Zähler anschlagen, wenn durch Bad oder Dusche die Raumluft zeitweilig erhöht wird? Oder können noch weitere Ursachen vorliegen, bei der dieses Phänomen auftreten kann? Oder ist definitiv ein Defekt des Zählers ursächlich?

Es wäre sehr interessant, diverse Infos und Denkanstöße bei diesem Fall zu erhalten.

Vielen Dank u. schönen Sonntag!

Hallo Fragewurm,

So ein elektronischer Zähler hat angeblich 2 Sensorfelder,
damit bspw. eine Abwärme eines Gerätes in der Nähe sich nicht
auf den Zähler auswirken kann (Angabe der Hausverwaltung).
Kann bspw. ein solcher Zähler anschlagen, wenn durch Bad oder
Dusche die Raumluft zeitweilig erhöht wird? Oder können noch
weitere Ursachen vorliegen, bei der dieses Phänomen auftreten
kann? Oder ist definitiv ein Defekt des Zählers ursächlich?

Die einfachen Verdunaster reagieren nur auf die Temperatur, welche das Röhrchen hat.

Die Elektronischen, mit zwei Fühlern, Messen die Temperatur der Heizkörperoberfläche und die Oberflächentemperatur/Lufttemperatur am Zählergehäuse.

Ist der Heizkörper heisser als die Umgebung, gibt er Wärme ab und es wird gezählt.
ist die Umgebung wärmer als der Heizkörper, wird logischerweise nicht gezählt, da keine Wärme abgegeben wird. Wenn also dein Heizkörper im Sommer von der Sonne auf 40°C erwärmt wird, wird das nicht als Verbrauch erfasst. Wenn der Heizkörper im Winter durch das Heizungswasser auf 40°C erwärmt wird, wird es als Verbrauch gewertet.
Desweiteren kann man aus der Temperaturdifferenz zwischen den beiden Messwerten auch noch die Energiemenge berechnen die gerade abgegeben wird.

So sollte es zumindest funktionieren.

MfG Peter(TOO)