Habe im Forum schon geguckt, aber leider habe ich nicht die passende Antwort für mein Problem gefunden. Vielleicht habt ihr noch Tipps für mich.
Also, wir möchten in eine Mietwohnung ziehen. In der wurde vor ca. 2 Jahren ein hochwertiger Niederfloorteppich gelegt. Da wir aber eher Freunde von Laminat sind, wollen wir dieses gerne verlegen. Die Vermieterin teilte mit, dass dies ok wäre, der Teppich aber nicht raus soll. Was nun? Laminat auf den Teppich, auf Laminat verzichten oder doch eine andere Wohnung? Wäre halt schade, weil die Wohnung sonst unseren ansprüchen entspricht. Vielleicht habt ihr ja einen guten Rat für uns. vielen Dank schonmal.
hm, wenn das Laminat auf den Teppich verlegt werden muss, dann läuft man Gefahr, dass die Türen gekürzt werden müssten, womit der VM eher nicht einverstanden sein dürfte.
Denn wenn Ihr auszieht, werdet Ihr das Laminat vermutlich wieder entfernen müssen, wären aber die Türen zu kurz.
Laminat ohne oder mit unzureichender Trittschalldämmung (die ja auch noch dazu muß) verlegt bedeutet, dass der Darunterwohnende jeden Schritt und Tritt von Euch mitbekommt und sich seinerseits beim VM für die Verschlechterung seiner Wohnqualität beschweren könnte…
Wenn die Wohnung ansonsten passt und der Bodenbelag der einzige Kritikpunkt ist und man vorhat langfristig in der Wohnung zu bleiben würde ich sie dennoch nehmen, denn irgendwann wird auch der neue Teppich alt sein und man kann mit dem VM über einen anderen Bodenbelag sprechen…
das geht nicht gut: Zum einen läuft man schlecht, weil die Planken bei Belastung einsinken, zum andern brechen schnell die Federn ab, so dass die Planken bald lose herumliegen.
ich versuche das Problem Mal als Laie rechtlich zu betrachten:
Wenn Ihr die Wohnung mietet, dürft Ihr m. W. Oberböden nach eigenem Geschmack verlegen - sofern Ihr beim Auszug die Wohnung im früheren Zustand verlasst.
Vielleicht stellst Du diesen Aspekt mal im Rechtebrett zur Diskussion.
In der Praxis würde ich davon ausgehen, dass Ihr Teppichböden entfernen und Laminatboden legen dürft. Allerdings kann der Vermieter darauf bestehen, dass bei Auszug wieder Teppichboden in den Räumen liegt.
Vielleicht stellst Du diesen Aspekt mal im Rechtebrett zur Diskussion.
Von Laminat auf Teppichböden halte ich neben den bereits genannten Gründen auch unter hygienischen Aspekten nichts.
wenn ihr den Laminatboden später wieder entfernen müsst, dann wird das wegen der Kunststoffbeschichtung sehr teurer Sondermüll. Dann sollte man über echtes Parkett nachdenken. Ist zwar im ersten Moment viel teurer, später aber Brennholz.
Ich schließe mich an, das Parkett/Laminat auf Teppichboden nicht geht.
Auch die Türen müssen gekürzt werden (wurde bereits gesagt).
Und die Abschlussleisten müssen höher gesetzt werden und später sieht man dann eventuell die neuen Löcher.
Verhandelt mit dem Vermieter das der Teppichboden raus darf und das Laminat später bleiben darf. Dem VM kann es doch egal sein. Wenn der sich stur stellt, dann werdet ihr später wahrscheinlich auch nicht viel zu lachen haben. Und alles schriftlich im Mietvertrag festhalten.
Hallo Svenja & Torsten,
für die Verlegung von Laminat-Fußbodenelementen ist ein textiler Bodenbelag eigentlich nicht der richtig Untergrund.
Man kann es aber dennoch machen, wenn verschiedene Asspekte berücksichtigt werden:
a) die Nutzschicht darf nicht zu hoch sein, sonst wird sich die Duktilität ungünstig auf die Verriegelung zwischen den Elementen auswirken. Bei beispielsweise einer Schlingenware, bei Nadelvlies oder einer Rips-Qualität sehe ich keine Probleme.
b) auf allen „nicht systemkonformen Untergründen“ (Hinweis: der Textilbelag wurde ja nicht vom Laminat-Fußbodenhersteller gefertigt) sollte eine dampfdiffusionsoffene Trennschicht aufgebracht werden. Zum Beispiel eine Papierlage.
c) eine zusätzliche Trittschalldämmung, wie an anderer Stelle al Beitrag gebracht, ist nicht sinnvoll. Diese Aufgabe übernimmt der Teppich viel besser!
d) last und not least darf es kein Wollteppich sein, der unten liegt. Kunstfasern wie Polyamid oder Polypropylen sind in Ordnung.
Bleibt letztendlich noch der Hinweis mit dem Kürzen der Türzargen, der ebenfalls berechtigt bereits angesprochen wurde.
Am Besten nicht kürzen und die etwas gewöhnungsbedürftige Optik der „einsehbaren Randfugen“ für die Mietzeit in Kauf nehmen.
Oder: Eine kleine Abschlussleiste mit 3mm Luft AUF den Laminatfußboden kleben (keine feste Verbindung mit der Wand). Das geht ebenfalls.
-.-.-.-.-.-
Gruß: Klaus Rauer; Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen
Hallo,
statt dem Kürzen der Türen würde ich darüber nachdenken, zwei Unterlegscheiben in das Türscharnier zu legen. Also Türe raus, Scheibe rein und Tür wieder rein. Das hebt die Tür etwas an, wenn du Glück hast, passt es oben auch noch und unten muss man die Tür nicht kürzen
gruß pefi
und such nach Laminat: Reststoffsperrmüll oder Reststoffsammelstellen (bei Selbstanlieferung)!
Wieso sollte es auch Sondermüll sein? Es sind keine halogenierten Kohlenwasserstoffe enthalten (wie bei PVC - und selbst das läuft unter Reststoff). Die verwendeten Kunststoffe (Pertinax und Melamin) geben auf der Deponie keine Schadstoffe ab. Und jede Müllverbrennungsanlage wird das Laminat liebend gerne annehmen. Der Brennwert ist ausgezeichnet, da das Laminat im wesentlichen aus Holz besteht!