Hallo,
auch wenn der Hintergrund ein mathematischer ist, ist die Frage hier sicher besser aufgehoben. Es geht letztlich um die Menge des notwendigen Teiges, die berechnet werden soll.
Grundrezept Spätzle
300 g Mehl
4 Eier
1 TL Salz 4g
2-3 EL Mineralwasser
1 TL Öl
Grundrezepte sind ohne weitere Angaben für 4 Personen angegeben, das Gewicht von Eiern liegt zwischen 60 und 75g. Soweit bin ich wohl noch richtig.
Wenn ich das jetzt alles zusammenrechne, komme ich auf 300 + 4*65 = 560 [g], hierbei habe ich Salz, Wasser und Öl vernachlässigt. Es sollen beim Essen 80 g/Person gerechnet werden, dann komme ich auf 7 Portionen für das Grundrezept, im Gegensatz zu den 4 Personen.
Mir fällt kein anderer Weg ein, einen Massendefekt, wie bei Kernreaktionen, habe ich ausgeschlossen 
Die Mathematik, die dann kommt ist, kein Problem. Solche Aufgaben habe ich noch nie vorgesetzt bekommen und wurde gebeten, wie üblich bis morgen, zu helfen.
Muss ich noch Wasseraufnahme beim Kochen oder irgendetwas anderes berücksichtigen?
Bin sehr dankbar für Hilfe, im Netz habe ich außer dem Gewicht der Eier nicht so recht was gefunden.
Gruß Volker
PS. ich habe den Artikel neu gepostet, da so einige Fehler enthalten waren.
Hallo Volker,
80 g = Trockenmasse
560 / 4 = 140 g à Person was bein einem Gericht üblich ist.
Beispiel: 80 g Spaghetti . Reichen dir die?
Gekocht sind es mehr als 80 g.
Soviel zur Trockenmasse.
Schönen Gruß
Claude
PS Übrigens, Reis wird mit 50-70 g Trockenmasse gerechnet.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Die Eier enthalten sehr viel Wasser, welches dann verdunstet. Ob es so viel verdunstet, das man auf 80g/Person kommt, ist eine andere Frage.
Vielen Dank für die schnelle Antwort, an das Verdunsten habe ich tatsächlich nicht gedacht. Ist ja auch in der Mathematik nicht vorgesehen, wenn es nicht expliziet eine entsprechende Aufgabe ist.
Gruß Volker
Hallo Claude,
auch Dir vielen Dank für die schnelle Antwort.
80 g = Trockenmasse ok.
560 / 4 = 140 g à Person was bein einem
Gericht üblich ist.
Was ich jetzt nicht verstehe ist, dass ich ja schon mit den Rohzutaten auf die 560 g komme. Ich bin davon ausgegangen, dass die Menge 80g, das ist, was auf den Teller soll, aber da ist wohl mein Problem, da ich nicht aus Deinem Bereich komme. Ich lerne aber gerne dazu. Das mit der Trockenmasse hatte ich schon befürchtet, ich hatte ja nach der Wasseraufnahme gefragt.
In der Mitschrift/Unterrichtsunterlagen, die ich als Basis bekommen habe, waren keinerlei Hinweise auf den Lösungsweg. Vllt. ist das ja auch nur eine Übungsaufgabe, die mal schnell in der Pause ausgedacht wurde und halt einige Infos nicht gegeben wurden.
Beispiel: 80 g Spaghetti . Reichen dir die?
Hm, zurzeit ja, in Stresssituationen esse ich sehr wenig.
Auf jeden Fall hab´t ihr mir sehr geholfen, ich habe die Rechnungen erklärt und morgen Früh werden ich dann noch die weiteren Betrachtungen nachschieben, aber das „Opfer“ ist nicht mehr hilflos ausgeliefert. Zur Beruhigung, die anderen Aufgaben waren korrekt gelöst, naja kleine Flüchtigkeitsfehler.
Ganz liebe und dankbare Grüße
Volker
Hallo Volker,
Vielen Dank für die schnelle Antwort, an das Verdunsten habe
ich tatsächlich nicht gedacht. Ist ja auch in der Mathematik
nicht vorgesehen, wenn es nicht expliziet eine entsprechende
Aufgabe ist.
Das muss aber jeder Bäckerlehrling gleich zu Anfang lernen.
Wenn er 500gr Teig abmisst, reklamieren die Kunden, weil sein fertiges Pfünderli zu leicht ist.
MfG Peter(TOO)
Hallo Peter,
das ist wohl wahr, nur ich habe eigentlich nichts mit dem Thema zu tun und bin nur um Hilfe gebeten worden. Wie sich zeigt, habe ich ja tatsächlich einige Denkfehler eingebaut.
Danke für alle Hinweise.
Gruß Volker
Hallo Volker,
Was ich jetzt nicht verstehe ist, dass ich ja schon mit den Rohzutaten auf die 560 g komme.
Hier handelt es nicht um Rohzutaten! Du verwechselst Rohzutaten mit Trockenware.
Unter Trockenwaren verstehen die Köche die Ware im getrockneten Zustand. (Reis, Teigwaren etc).
Es gibt Richtlinien für Beilagen. Für ein Hauptgericht (Risotto zum Beispiel) werden ca. 80 – 90 g Reis berechnet, als Beilage werden 50 – 60 g berechnet. Bekanntlich nehmen Reis, Teigwaren etc. Flüssigkeit auf.
Wie Peter(TOO) richtig schreibt, sind 500 g Brotteig nach dem Backen keine 500 g mehr.
(Anekdote am Rand: In Italien kaufst du das Brot nicht nach Stück wie bei uns (wo das Gewicht vorgeschrieben ist) sondern das gebackene Gewicht.
Vor einiger Zeit regte sich jemand auf dass er ein 200 g Steak bestellt habe, als es serviert wurde, es nie und nimmer 200 g waren und das für das Geld beschwerte er sich.
>Ich bin davon ausgegangen, dass die Menge 80g, das ist, was auf den Teller soll.
Lass dir mal 80 g gekochte Kartoffeln auf den Teller legen
). Mal sehen was du dazu sagen wirst, auch wenn du „Hm, zurzeit ja, in Stresssituationen esse ich sehr wenig.“ schreibst, der Appetit wird dir im Restaurant vergehen wenn du die Rechnung bekommst.
Ich habe im Sommer gehört wie ein Mann zu seine Frau sagte: Köche können zwar kochen aber sonst können Sie nichts.
Ich konnte es mir nicht verkneifen zu erwidern, ich war nicht gemeint, von Warenkunde haben sie aber wirklich keine Ahnung. Er wollte wissen warum, nach 2 Wochen klärte ich ihn auf: Wie jeder Mensch hat der Koch auch ein Gehirn und weiß wie es eingesetzt wird, was bei anderen nicht der Fall zu sein scheint. Bis tief in die Nacht sprachen wir über Warenkunde und er sah ein dass er zu schnell geurteilt hätte, da für ihn der Beruf nur Kochen sei aber dass ein Fundiertes Wissen über Gewichte etc. ihm nicht bewusst waren.
In diesem Sinn hoffe ich etwas beigetragen zu haben über Kalkulationen in der Gastronomie.
Schönen Gruß
Claude
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Hallo Claude,
danke für Deine hilfreichen Erklärungen, hab´ einiges dazu gelernt.
Für Deine Geduld gibt´s natürlich ein Sternchen.
Ich bin mal auf die „offizielle“ Lösung gespannt.
Gruß Volker