Pflastersteine Frostflecken?

Hallo zusammen,

ich weiß nicht genau ob es hier rein passt, falls nicht bitte verschieben.

Wir haben vor 2 Wochen gepflastert - Pflastersteine aus Beton DIN EN 1338 - Qualität DI. Jetzt stellen wir fest, dass die Pflastersteine morgens und abends ganz viele weiße Flecken (Frostflecken?) haben.

Weiß jemand ob das normal ist (ist mir bei anderen Pflasterflächen noch nicht aufgefallen)? Falls nicht, woher kommen diese Flecken und was kann man dagegen machen?

Gruß

Samira

Hallo Samira,
Betonbauteile bekommen keine „Frostflecken“.
Mit Sicherheit handelt es sich bei den (nur zeitweise auftretenden) Flecken um Salze, also „Ausblühungen“, welche auf wasserlösliche Bestandteile des Zements innerhalb der Pflastersteine zurück zu führen sind.
Diese löslichen Bestandteile werden durch kapillare Aktivität innerhalb der Pflastersteine + Feuchtigkeit in Lösung an die Oberfläche geführt.
Dort, an der Außenluft geführt, verdunstet nun das Wasser: das Salz (kein Kochsalz!!) kristallisiert aus und kommt als weiße Flecken optisch zur Geltung.
Derartige Ausblühungen haben überhaupt keinen Einfluss auf die Materialeigenschaften des Ausgangsproduktes (hier: Pflastersteine).
Es ist damit ein rein optischer Aspekt, der auf wasserlösliche Inhaltsstoffe des eingesetzten Zements zurück zu führen ist.
-.-.-.-.-.-.-.-
Mfg Klaus

Hallo Klaus,

danke für deine Antwort!

Gehe ich richtig in der Annahme, dass diese Flecken dann irgendwann verschwinden?

Gruß

Samira

Zur Antwort:
Ich würde versuchen, den Flecken/Ablagerungen mit einem Essigreiniger zu Leibe zu rücken. Haushaltsessig (leicht angewärmt) hat den gleichen Effekt. Entweder ca. 5 Minuten einwirken lassen oder sofort mit einer Bürste in die Oberfläche einmassieren.
Danach mit klarem Wasser neutralisieren (einfach darüber gießen).
Nicht zu verhindern ist allerdings, dass diese (est einmal entfernten) Ablagerungen durch entsprechenden „Nachschub aus dem Untergrund“ wieder ersetzt werden.
Eine unendliche Geschichte ist nun geboren.
Doch: es ist halt „nur“ eine optische Angelegenheit.
-.-.-.-.-
Mfg Klaus

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Hallo Klaus,

da hätte ich dann bei 160 qm Pflasterfläche ne ganze Menge zu tun :smile:
Deswegen ist das für mich keine Lösung.

Ist das tatsächlich so, dass das immer wieder auftaucht? Das würde mich ziemlich ärgern, sieht nämlich sehr unschön aus und das Ganze war nicht gerade billig.

Gruß

Samira

Hallo Samira,
bei 160 m² Pflasterfläche wäre das allerdings eine Arbeit für jene (wie sagte man früher?) der „Vater und Mutter gemeuchelt hat“.
Das Auftreten von derartigen Mineralien ist keine Frage der Qualität der Pflastersteine sondern eine Frage des eingesetzten Zements. Da gibt es sicherlich 27 nach Hauptbestandteilen zu unterscheidende Zementtypen.
Alle erreichen das Mindestziel: die Festigkeit.
Für den Außenbereich gelten geringere Anforderungen, was optische Aspekte von Gehbelägen angeht, als dem gegenüber für den Innenbereich.

Außer turnusmäßiges Abspritzen der Fläche mit Wasser fällt mir da im Moment kein besserer Vorschlag ein!
Wie bereits beschrieben: auf die Materialeigenschaften der Pflastersteine haben die Ausblühungen keinen Einfluss!
-.-.-.-.-.-
Mfg Klaus

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Hallo,
das aht nicht smit dem Tausalz oder Frost zu tun - das sind ganz einfach Ausblühungen - kommt besonders bei den günstigeren Versionen vor, da hier minderwertiger Zement verwendet wird.
Lösung:
Mit Ausblühungsentferner behandeln (Vosicht mit Essiglösungen - da bei zu hoher Dosierung weitere Schäden am Stein entstehen) dann sind die erst mal weg - kommen aber eventuell wieder - dagegen würde dann nur eine Imprägnierung helfen.
Fragen beantworte ich gerne
Servus aus Bayern

… es erspart meist auch unsinnige Kommentare, verehrter Herr gbollinger.
In meinem Vorposting stand doch schon ein qualifizierter Hinweis zu diesem Thema. Dass es sich bei den Flecken eben um wasserlösliche Bestandteile, sogenannte „Ausblühungen“, handelt.
„Getretner Quark wird breit - nicht stark“ (Johann Wolfgang Goethe)

Wer bei Ausblühungen von „minderwertigem Zement“ schreibt, zeigt das gesamte, sehr eingegrenzte Ausmaß seiner Fachkenntnisse.
Noch einmal: Ausblühungen haben NICHTS mit der Qualität eines Produktes (hier: Betonpflastersteine) zu tun, sondern nur mit den Inhaltsstoffen des Zements.
Und die Zemente sind genormt in der europäischen Zementnorm DIN EN 197-1, welche die Festlegung der Zusammensetzung sowie zu Anforderungen und Konformitätskriterien zu Normalzement enthält.

Was bleibt, ist die Bitte, nicht nur „schreiben um des Schreibens Willen“, sondern auch einmal über den Rand des eigenen Papierblattes hinauszublicken, zu lesen, was zu dem ausgewählten Thema bereits geschrieben wurde, um dieses ggf. sinnvoll zu ergänzen, oder andererseits doch zu erkennen, dass man dabei ist, das Rad das zweite Mal zu erfinden…
Das sollte auch in Bayern seine Gültigkeit haben.
Eine Imprägnierung als nichtfilmbildende Porenauskleidung könnte tatsächlich eine Verbesserung im Sinne der Verminderung von Ausblühungen darstellen.
Allerdings muss bedacht werden, dass zementgebundene Bauwerkstoffe naturgemäß immer über ein unterschiedliches Saugvermögen verfügen.

In der Praxis bedeutet dies: wird eine Imprägnierung auf einer zementär gebundenen Oberfläche durchgeführt, sieht die Pflasteroberfläche danach wolkig aus.
Von einer optischen Verbesserung kann objektiv dann allerdings nicht mehr gesprochen werden, zumal ursprünglich lediglich die wasserlöslichen Ausblühungen im Fokus der Betrachtung standen!
Durch die Imprägnierung, da hätte man in der Tat etwas „Dauerhaftes“ geschaffen. Unbeabsichtigt allerdings, und dazu in negativem Sinne.
-.-.-.-.-.-.-
Mfg Klaus

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@Klaus
Hallo Klaus,

ich danke dir für deine hilfreichen informativen Antworten.

Danke und Gruß

Samira