Holzvergaserkessel von Solarbayer?

Hallo,

hat hier jemand Erfahrungen gemacht mit einem Holzvergaserkessel von Solarbayer?

Ich Spiele mit dem Gedanken mir so einen zu holen (25Kw oder 40Kw ist vom Preis nicht viel unterschied), zögere aber noch weil ich mir nicht sicher bin ob das die richtige Wahl ist.

Wer was weiss, bitte hier Texten…DANKE. Gruß Floh

Hallo,

hat hier jemand Erfahrungen gemacht mit einem
Holzvergaserkessel von Solarbayer?

Kenne ich leider nicht.

(25Kw oder 40Kw ist vom Preis nicht viel unterschied)

Die Dimensionierung sollte nicht vom Preis sondern davon, was man benötigt. Lieber den Pufferspeicher etwas größer machen, damit die Intervalle länger werden. Optimale Verbrennung hat man nur bei Vollast.

Cu Rene

Hallo Rene,

laut Berrechnung brauche ich genau 25Kw, doch leider habe ich dann keine Reserve. Sollte man nicht ein paar Kw mehr nehmen als erforderlich sind?
Von Solarbayer wäre der nächst größere dann 40Kw.

Gruß Floh

Hallo,

laut Berrechnung brauche ich genau 25Kw,

In der Übersicht über Holzvergaserkessel, die mir vorliegt (leider kein Test, nur eine Übersicht), haben verschiedene Kessel eines Herstellers oft zwar unterschiedlich große Leistung, aber nahezu gleich große Brennräume. Das bedeutet, sie verbrennen einen gleich großen Holzvorrat schneller. Was dann beim Kessel höherer Leistung einen wesentlich größeren Pufferspeicher erfordert (die Wärme muss ja irgendwohin). Und natürlich muss man heftig oft nachlegen, wenn die Leistung tatsächlich benötigt wird.
Deshalb: wie wäre es, wenn Du nochmal neu rechnest? Und ggf. das Haus besser isolierst?
Gruß
loderunner

Hallo loderunner,

Dämmen geht leider nicht mehr da mein Haus von außen verklinkert ist.

Wenn ich einen größeren Kessel nehme muß ich bei gleicher Brennkammergröße wahrscheinlich öfter neues Holz nachlegen, da gebe ich dir Recht.

Aber ich glaube das der Kessel dann auch nicht so lange Brennen muß um den Pufferspeicher auf Temperatur zu bringen.
Ich hätte also kürzere aufheizzeiten und somit wäre das mit dem Holzverbrauch wahrscheinlich etwa gleich.
Oder etwa nicht?

Klar brauche ich dementsprechend einen größeren Pufferspeicher, aber die Wärme steht mir dann auch länger zu Verfügung.

MfG Floh

Hallo,

Dämmen geht leider nicht mehr da mein Haus von außen
verklinkert ist.

Das ist natürlich nur eine Frage des Preises. Ggf. könnte man eine vorhandene Hohlschicht auffüllen - aber ich bin kein Fachmann.

Bist Du Dir wirklich sicher mit dem Wärmebedarf? Wieviel davon ist für kurzfristigen Bedarf zum Duschen / Baden / Aufheizen nach Abwesenheit eingerechnet - unter anderem dafür hast Du doch den Puffer? Wäre ein Kaminofen (ohne Wassertaschen) als Ergänzung eine Alternative?

Aber ich glaube das der Kessel dann auch nicht so lange
Brennen muß um den Pufferspeicher auf Temperatur zu bringen.
Ich hätte also kürzere aufheizzeiten und somit wäre das mit
dem Holzverbrauch wahrscheinlich etwa gleich.
Oder etwa nicht?

Doch, sicher. Die Energiemenge des Holzes ist bei einem Kessel mit großer Leistung natürlich die gleiche wie in dem mit kleinerer Leistung. Es kommt aber natürlich auch auf den Wirkungsgrad des Kessels an, und ich weiß nicht, ob der mit der größeren Leistung da besser ist oder der kleinere. Wenn diesbezüglich beide Anlagen gleich sind, hat man mit der größeren natürlich mehr Reserve.
Der größere Pufferspiecher benötigt natürlich auch mehr Platz, sorgt andererseits aber für höheren Komfort in der Übergangszeit und erst recht im Sommer - man muss vielleicht nur alle paar Tage Heizen. Schon mal an die Kombination mit einer Solaranlage gedacht?

Es gibt auch modulierende Anlagen, aber davon würde ich persönlich die Finger lassen. Die behindern die Verbrennung durch geringere Luftzufuhr - das führt aber automatisch zu geringeren und damit ungünstigeren Verbrennungstemperaturen, mehr Asche und schlechteren Abgaswerten bis hin zu Kohlenmonoxid - neben einem schlechten Wirkungsgrad.

Ich werde bei der Anschaffung (geplant für den kommenden Sommer) auf möglichst großen Holzvorrat des Kessels achten, die Leistung ist demgegenüber fast nebensächlich - wird bei meinem Haus immer ausreichend sein. Pufferspeicher soll etwa 3000l groß werden, mal sehen, wieviel in den Raum passt. Eine Solaranlage soll auch auf’s Dach, die Rohre liegen schon seit Jahren und seit der letzten Reparatur steht auch ein Solarspeicher im Keller. Den Kaminofen werden wir natürlich weiterhin benutzen.

Gruß
loderunner

Hallo,

hast Du Dir Gedanken gemacht, wie Du die Asche entsorgst?

Gruß, Niels

Hallo,
in meinem eigenen Haus, würde ich damit leben können bei -20° draußen drinnen nicht alles auf +23° heizen zu können (oder ist das in der Auslegung schon berücksichtigt?) und ggf. auch mal nicht genau dann baden, wenn die Heizung schon am Anschlag läuft. Ein Mieter könnte aber auf die Idee kommen die Miete zu kürzen, wenn er mal nicht seine 25° Wohlfühtemperatur in der Wohnung hat, wenn er dreimal am Tag badet.
Da so eine extreme Kälte aber (hoffentlich) nicht zu lange andauert, eben der Rat einen etwas größeren Speicher zu nehmen.
DIR wird dann sowieso gelegentlich warm, da du alle paar Stunden eine ordentliche Menge Holz nachlegen must. So ist das nun mal, wenn man mit Holz heizt und sich nicht den „Luxus“ von Hackschnitzeln oder Pellets gönnt.

Cu Rene

Hallo loderunner,

soweit ich weiss wird der Wärmebedarf für ein altes Haus mit schlechter Dämmung mit 100 Watt pro m² gerrechnet, oder liege ich da falsch?
Da mein Haus 250m² Wohnfläche hat ergeben sich also ca 25Kw Heizleistung, nur zum Heizen.

Eine Solaranlage werde ich wahrscheinlich später auch noch installieren.

Wasser wird bei mir über Dürchlauferhitzer erwärmt, das werde ich auch erst noch so lassen da sich eine Erneuerung der Wasserleitung als sehr aufwendig darstellt.

Wenn man den Angaben des Herstellers glauben kann hat der Kessel mit 40KW den gleichen Wirkungsgrat wie der mit 25Kw. So steht es zumindest bei Solarbayer.

Von modulierende Anlagen habe ich noch nichts gehört, was ist das und warum soll man davon besser die Finger lassen?

Hast du schon genauere Vorstellungen über deine Anlage?
Kessel von wehm und wie groß, Pufferspeicher etc.
Wieviel Wohnfläche hast du?

Du schreibst du willst 3000 Liter Pufferspeicher, normalerweise rechnet man pro Kw Kesselleistung ca. 55 Liter Pufferspeicher, dann müstest du dir ja Teoretisch einen 55Kw Heizkessel holen, da ein kleinerer Kessel ja endlos lange bräuchte um die 3000l zu erhitzen.

Gruß Floh

Hallo,

soweit ich weiss wird der Wärmebedarf für ein altes Haus mit
schlechter Dämmung mit 100 Watt pro m² gerrechnet, oder liege
ich da falsch?
Da mein Haus 250m² Wohnfläche hat ergeben sich also ca 25Kw
Heizleistung, nur zum Heizen.

Vielleicht solltest Du das genauer berechnen. Es hängt ja eigentlich nicht von der Wohnfläche, sondern von den Außenflächen ab. Hier:
http://www.soldron.de/sonnenkollektor/2)Waermebedarf…Waermebedarf.htm%232.2.)%2520W%25C3%25A4rmebedarf%2520eines%2520reellen)
findet man eine Beispielberechnung.

Von modulierende Anlagen habe ich noch nichts gehört, was ist
das und warum soll man davon besser die Finger lassen?

Modulierend bedeutet, dass bei geringerem Wärmebedarf die Verbrennung gedrosselt wird. Bei einem Holzkessel ist das aber tödlich für Wirkungsgrad und Abgase.

Hast du schon genauere Vorstellungen über deine Anlage?
Kessel von wehm und wie groß, Pufferspeicher etc.
Wieviel Wohnfläche hast du?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit ungefähr 160qm Wohnfläche, außen ein Wärmeverbundsystem (10cm) auf Bims-Hohlblocksteinen, Doppelverglasung (wird noch teilweise erneuert), zum Dachboden hin nachträglich selbst isoliert (etwa 15…20cm Isofloc). Im Wohnzimmer ein Kaminofen.
Wir planen einen Holzvergaserkessel von etwa 17kW, möglichst großem Holzvorrat (>200l), und >3000l Pufferspeicher. Aber das ist nur die Grobplanung. Anbieter von Kessel und Speicher habe ich noch gar nicht.

Du schreibst du willst 3000 Liter Pufferspeicher,
normalerweise rechnet man pro Kw Kesselleistung ca. 55 Liter
Pufferspeicher, dann müstest du dir ja Teoretisch einen 55Kw
Heizkessel holen, da ein kleinerer Kessel ja endlos lange
bräuchte um die 3000l zu erhitzen.

Na und? Dann braucht er halt eine Weile. Die Brenndauer eines Holzkessels liegt eh’ bei 6…9 Stunden. Und er muss den Speicher ja auch nicht von Null an aufheizen, sondern nur nach Bedarf nachheizen. Und der Speicher soll dann nach Möglichkeit auch im Winter für zwei Tage reichen.
Aber, wie gesagt, ich bin kein Experte, ich hab nur versucht, mich zu informieren.
Gruß
loderunner

hallo loderunner,

mit der Berechnung von Solodron kann ich leider nicht viel anfangen,
da ich die einzelnen Werte von meinem Haus nicht kenne.
Mal abgesehen von den Fenstern.

Wir planen einen Holzvergaserkessel von etwa 17kW, möglichst
großem Holzvorrat (>200l), und >3000l Pufferspeicher. Aber das
ist nur die Grobplanung. Anbieter von Kessel und Speicher habe
ich noch gar nicht.

Ein 17Kw Kessel mit einem Brennraum >200l wird schwer zu finden sein,
mir ist jedenfalls keiner bekannt.
Und bei einem 17Kw Kessel sollte dein Pufferspeicher Max. 1700l haben.
Da liegst du mit deinen >3000l aber weit drüber.
Das solltest du noch mal mit einem Fachmann besprechen ob das sinn macht.

Gruß Floh

Hallo,

mit der Berechnung von Solodron kann ich leider nicht viel
anfangen, da ich die einzelnen Werte von meinem Haus nicht kenne.

Hab ich mir schon gedacht. Geht mir genauso. Aber einen Versuch war’s wert.

Wir planen einen Holzvergaserkessel von etwa 17kW, möglichst
großem Holzvorrat (>200l), und >3000l Pufferspeicher. Aber das
ist nur die Grobplanung. Anbieter von Kessel und Speicher habe
ich noch gar nicht.

Ein 17Kw Kessel mit einem Brennraum >200l wird schwer zu
finden sein, mir ist jedenfalls keiner bekannt.

Das ist erstmal nur eine Zielvorstellung, vielleicht wird es auch etwas weniger. 150…180l sind ja auch schon was. Und sogar mit 120l Buchenholz kann man über 3000l Wasser von 40° auf 90° bringen, wenn ich das hier:
http://www.pufferspeicher.eu/Holzvergaserkessel-Viga…
richtig interpretiere.
Nur kann man im allgemeinen den Füllschacht ja nicht zu 100% füllen, dazu müsste das Holz ja flüssig sein :wink: Und mit Tannenholz sind es auch nur 2400l, die man erwärmen kann.

Und bei einem 17Kw Kessel sollte dein Pufferspeicher Max.
1700l haben.

Nö, das ist nur die von vielen empfohlene Größe, nicht die maximale. Zu wenig schadet (das wäre weniger als 60l/kw, wie z.B. Brötje vorschreibt), zu viel nicht.

Da liegst du mit deinen >3000l aber weit drüber.
Das solltest du noch mal mit einem Fachmann besprechen ob das
sinn macht.

Doch, das hat durchaus Sinn. Einfach wegen der Überbrückungsdauer, also zur Komforterhöhung.
Zudem musst Du bedenken, dass es gar nicht so sehr auf die Leistung des Kessels ankommt, sondern auf die Energiemenge, die bei einer Feuerung erzeugt wird. Die muss ja ggf. mangels Abnehmer (wenn grad keiner badet und die Bude warm genug ist) irgendwohin. Und diese Energiemenge hängt allein von der Größe des Füllschachtes ab (will meinen: von der Menge des darin befindlichen Holzes). Egal, ob sie bei 10kw Leistung in 5 Stunden oder bei 20kW Leistung in 2,5 Stunden erzeugt wird, man erwärmt damit die gleiche Menge Wasser. Den Pufferspeicher nur auf die Leistung des Kessels auszulegen, ist also zu kurz gedacht.
Und wer sagt denn, dass man nicht auch mal einen Tag auf Vorrat heizt (also zweimal das Ding anwirft), um am nächsten Tag mal drauf verzichten zu können, wenn Besuch kommt. Oder wenn man mal einen Kurzurlaub genießen will und die Bude nicht einfrieren soll.

Gruß
loderunner