Terrassenplatten - wie verlege ich sie am besten ?

Hallo Experten,

wir wollen Ende des Monats Terrassenplatten (Betonwerkstein) 40x40cm auf unserer „Terrasse“ verlegen. Die ist momentan nämlich nur eine armierte Betonplatte im Rohzustand. Ohne ein wirklich gleichmässiges Gefälle (es bildet sich in einer Ecke eine Pfütze und wenn die zu gross wird läuft das Wasser über die Ecke hinaus auf einen Kiesweg).

Idee: Mit Betonestrich ein Gefälle formen und Platten direkt dort einbetten und verfugen mit wasserabweisendem Produkt.

Andere Idee war die Platten in Split zu betten, aber dann habe ich Regenwasser darunter auf der Platte stehen.

Freue mich über jeden Hinweis.

Grüsse

Hallo Frenchie,

zuerst mal einen ordentlichen Abfluß schaffen. Danach die Platten auf ein Splitbett legen (Gefälle beachten)!

Gruß Thomas

Hallo Frenchie,

zuerst mal einen ordentlichen Abfluß schaffen.

Gruß Thomas

Hallo Thomas,

wie schaffe ich den Abfluss ? Brauche ich noch ne extra Schicht Gefällestrich auf der rohen Platte ?

Hi,

unter Platten ist eigentlich immer Sand. Ich würde sie auf keinen
Fall einbetonieren! Da sind Schieflagen vorprogrammiert. Habe sel-
bst schon oft Platten verlegt und meist hebt man sie nochmal an,
um Schieflagen nachzubessern. Du musst ja bei den Verlegearbeiten
auch noch irgendwo gehen/stehen können.

Gruß,
Yedi386

Hallo Frenchie

Das mit dem einbetonieren lass mal.

Platten werden normalerwiese in Splitt gelegt, bei Sand hast Du schneller die Ameisen zu Gast.
Die Fugen können offen bleiben.

Da Du nun eine geschlossene Betonplatte als Untergrund hast, besteht die Gefahr das der Splitt weggeschwemmt wird, da das Wasser ja nicht
versickern kann.

Ich würde das so machen:
Die Bodenplatte mit einer frostsicheren Ausgleichsmassse nivilieren
und ein Gefälle von 1% = 1cm. auf 1Meter einarbeiten.

Es gibt im Fachhandel sogenannte Stelzlager, das sind runde Kunstoffscheiben unten mit Füßen oben ein Kreutz das den Fugenabstand vorgibt.
Auf ein Stelzlager werden die Ecken von vier Platten gelegt.
Die Platten liegen also nur mit den Ecken auf und sind ohne Kontakt mit dem Boden.
Das Wasser kann so ungehindert ans Ende der Terrasse evtl. in eine angrenzende Rasenfläche abfließen.

Jede einzelne Plattenecke kann mit einem Schlüssel in der Höhe vestellt werden.
So kann man immer wenn nötig die Platten nachjustieren.

Mit Unkraut hast Du dann nichts mehr zu tun.

Zugegeben es kommen weitere Kosten auf Dich zu, aber ich denke die Vorteile auch in die Zukunft betrachtet sind diese wert.

MfG Frank

Hallo,

Du könntest sie auch auf Stelzlagern / Plattenlagern verlegen.

http://www.boendgen-baustoffe.de/HAUSBAUTIPPS/GARTEN…
http://www.euro-system-ec.com/

Wenn der Untergrund gleichmäßig ist, braucht es kein Höhenverstellbaren Lager, einfache Kunststofflager reichen auch. Die gibt es in unterschiedlichen Höhen, so dass zB auch Kabel nachträglich unter den Platten verlegt werden können.

Gruß, Niels

Hallo Frenchie,
das Thema ist zu ernst, um hier alle geballten DIY-Kenntnisse zu einem bekömmlichen Erfahrungsbrei rühren zu können.
AUsgangspunkt unserer Betrachtung ist eine offenbar erdberührte Betonsohlplatte, welche im bewitterten Außenbereich liegt.
Was benötigt wird, ist eine wasserleitende Ebene, auf der das Regenwasser nicht stehen bleibt.
Dies wird bewirkt durch einen zementgebundenen Gefälleestrich. Der wird im Verbund zu der Betonsohlplatte eingebaut. Er muss die bedingung der Frostsicherheit erfüllen (der Estrichleger nimmt dafür eine spezielle Rezeptur; für die immerwährend anwesenden Kritiker: es wird ein Luftporenbildner als Estrichzusatzmittel eingesetzt).
Nun haben wir erst einmal den Grundstein gelegt, um das später auftreffende Regenwasser gezielt in eine Richtung, und zwar vom Haus weg, ableiten zu können.
Als nächstes brauchen wir am Ende des Gefälles eine Möglichkeit, das Wasser gezielt vom Haus zu entfernen. Das könnte man mit einer kleinen, flachen Regenrinne bewerkstelligen, deren Auflageschenkel auf dem Estrich aufgeklebt wird.
So sollte das später aussehen: http://www.gutjahr-gmbh.de/uploads/tx_gutjahrprodukt…

Eine Abdichtungsebene benötigen wir nun nicht, wenn die Betonsohlplatte auf Erdreich aufliegt.
Insofern könnte man nun mit der Verlegung der dekorativen Betonplatten beginnen.
Der preiswerteste und auch praktisch ideale Weg führt uns nun über PE-Beutel, wie sie als ca. 1-Liter Polyflachbeutel im Haushalt Einsatz finden.
Der Plattenleger wird diese Säckchen mit Zement, Sand und etwas Wasser füllen und den Inhalt vorher gut mischen.
Je ein Säckchen mit der noch plastischen, verformungsfähigen Mischung wird je Plattenecke unter gelegt.
Nun kann man noch die Höhenlage der Platten durch Klopfen variieren, oder den PE-Beutel wieder aufnehmen (wenn zuviel geklopft wurde und die Platte schief oder zu tief sitzt), durchkneten und die Plattenecke erneut auflegen.
Nun sitzt die gesamte Betonplattenebene auf einer Vielzahl von Stelzlagern. Optimal in der Höhe eingestellt. Wenn der Zement angezogen hat, bewegt sich da nichts mehr.
Die Gesamtfläche ist hoch (im Sinne des Wohnungsbaus) belastbar, durch die Plattenfugen rinnt das Regenwasser auf die Oberfläche des Gefälleestrichs und wird von dort aus weiter geleitet an die Regenrinne.
Fertig!
So könnte eine von den Kosten her akzeptable, und dennoch technisch einwandfreie Lösung aussehen.
-.-.-.-.-.-.-
Mfg Klaus

Hallo,

Frage wie sieht der Anschluß zur Hauswand aus, ich nehme doch an das die Terrasse an das Haus grenzt. Der Anschluß sollte auf jedenfall abgedichtet werden.
Wie Du schreibst ist die Bodenplatte nicht gerade eben, somit wirst du mit den Plattenlagern kann das schwierig werden wenn du es das erstmal machst ( es gibt z.B. von Alwitra Stelzlager wo jede Ecke einzlen justiert werden kann, ist ein wenig einfacher. Die Platten haben wenn Sie so verlegt werden ein Fugenkreuz von ca. 3-4mm, Wasser kann somit schnell ablaufen.
Wenn du es mit Split machen willst, ist es Ratsam im Außenbereich Kiesfangleisten Anzubringen, dieser dient als Anschlag für die Platten und Wasser kann auch ablaufen. Wasser läuft hier nicht so schnell ab da die Fugen press sind.
Mit den Betonsäckchen ist es so eine Sache, dies macht man eigentlich nicht mehr und ist auch ne Arbeit, bei Platten 40/40 benötigst du 6,3Stk/qm und so einfach ist das Verlegen auch nicht.

Mfg

Wulfman