Hallo.
Bin neu hier, bitte entschuldigt daher meine Unwissenheit.
Haben uns ein Haus Baujahr 1955 gekauft und sind dieses im Moment am Renovieren. Haben gestern einige Wände heraus gerissen, dabei ist uns im Wohnzimmer aufgefallen, das die vorhandenen Dielen doch schlechter sind, als gedacht. Auch die Wand, welche zwischen Wohn- und Esszimmer heraus musste, wurde zwischen die Dielen gesetzt, so dass dort nun in der Mauerstärke ein Spalt ist.
Da der Wohnzimmerboden an den Keller grenzt und wir den Keller von unten dämmen wollten, ist in mir nun der Gedanke gereift, die Dielen heraus zu nehmen, die Balken darunter auch und dann eine Dämmung auf den Boden zu legen und darüber mein geplantes Laminat zu legen.
Die Dämmung muss mindestens 035 und 8 cm Stärke haben.
Man kann da viel Geld ausgeben, man kann aber auch wenig Geld ausgeben.
Wie würdet Ihr es denn machen?
Ich hab es nun so geplant.
Kanthölzer auf den Boden. Zwischen den Kanthölzern würde ich Glaswollfilz verlegen. Darüber dann Spanplatten, mindestens 25 mm stark. Über die Spanplatte eine Dampfbremse, darüber noch eine Gehschalldämmung und dann kann ich mein Laminat verlegen.
Was haltet ihr davon? Soll halt günstig sein. Wäre ohne Laminat bei einem m²-Preis von 17,50 €.
Die Dämmstärke muss wegen der KfW mindestens 80 mm sein. Die
WLG muss mindestens 035 sein.
Hallo SG,
durch den Link von Holger (Danke) weiß ich nun welche Einheit du meinst.
Aber 035 bedeutet für mich 35 W/m/K. Könnte aber sein daß du 0,35 W/m/K oder 0,035 W/m/K meinst.
Hallo,
ich halte gar nichts von Deiner Idee. Wenn Du schon Balken legen willst, warum dann nicht gleich richtige Dielen oben drauf statt ungemütlicher, kalter Plastikstreifen? Und zwischen die Balken Isofloc statt Glaswolle, dann gibt es auch keine Ritzen, die die Isolierung zunichte machen, wenn das Holz später arbeitet. Zudem würde ich unter den Balken Kokosstreifen als Trittschalldämmung vorsehen.
Da der Wohnzimmerboden an den Keller grenzt und wir den Keller
von unten dämmen wollten,
Was hätte das gekostet? Mit 8cm Styroporplatten, vermute ich mal…? Nachdem, was ich bisher so an Angeboten eingeholt habe, kommt das incl. Kleber weitaus günstiger als 17,- pro m².
Wenn die Raumhöhe dadurch unten nicht zu niedrig wird, würde ich dabei bleiben. Damit stünde oben auch mehr Aufbauhöhe für den Bodenbelag zur Verfügung.
Wie wäre es oben dann mit so 3-4cm Perlite-Schüttung falls uneben, darauf Dämmung mit 2-3cm Holzfaser-Platten und dann erst die OSB-Platten bzw. Trockenestrich (z.B. Fermacell)?
Eine Dampfbremse bringt man, wenn überhaupt bei so 'nem alten Haus (aber da frag Klaus!) UNTER dem ganzen Glasfasergedöns an. Das soll ja normalerweise bei Neubauten vor von unten aufsteigender Feuchte aus dem Betonboden schützen. Die dürfte hier wohl nicht mehr vorhanden sein.
Außerdem: was bringt Euch so 'ne gute Kellerdeckendämmung, wenn Ihr dann obendrauf dieses scheußlich-kalte Laminatzeugs verlegt!!! Lieber notfalls nur im Keller dämmen und oben mit neuen Dielen wieder so aufbauen wie vorher…
…ach ja und der Trittschall:
Nie Platten direkt auf Holzbalken schrauben, die selber auch ohne Dämmung mit dem Betonboden/Gemäuer verbunden sind!!! Da haste dann die schönste Schallübertragung im ganzen Haus.
Außerdem mußt Du unterscheiden zwischen GEHschall und TRITTschall. Ersteres dürfte bei Laminat lauter sein als bei Parkett und auch mit Unterlagen nicht in den Griff zu kriegen. Der Trittschall (nach unten) interessiert hier wohl weniger, weil eh Keller drunter.
Das sagt die KfW
Wärmedämmung der Kellerdecke (Warmseite)
zum kalten Keller, von erdberührten Wand- und Bodenflächen beheizter Räume sowie von Wänden und Decken zwischen beheizten und unbeheizten Räumen von der Warmseite aus
Die zusätzliche Dämmung der Kellerdecke oder der Wand- und Bodenflächen muss einen Wärmedurchlasswiderstand von mind. 2,2 (m²K)/W aufweisen.
Folgende beispielhaft aufgeführte Kombinationen des Bemessungswertes der Wärmeleitfähigkeit (λ) und der Dämmstoffdicke erfüllen diese Anforderung:
λ W/(mK) 0,035
Dämmstoffdicke (cm) 8
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mal ehrlich. Wärmeschutz und Feuchteschutz sind für eine langanhaltende und nachhaltige Nutzung eine Immobilie so sehr von Bedeutung, dass eine „Fernberatung“ mehr oder weniger in Hose gehen kann.
Was den Schallschutz betrifft, einmal falsch verlegt und der Haussegen hängt mehr als schief.
Wenn hier KFW-Mittel verwendet werden, ist die fachliche Stellungnahme eines Energieberaters notwendig. Warum wird dieser Energieberater nicht konsultiert, da er auch die Richtigkeit und Vollständigkeit der Arbeiten attestieren muss.
Wieso fragst du nicht den Knaben, der die Kellerdämmung nach KFW empfahl, ob es auch von oben geht?
Und ich hoffe doch dass ihr jemanden hatte, der euch sagte welche Wände man rausrupfen darf und welche nicht…
der hat vielleicht auch einen tipp wegen der mangels MAuer nicht vorhandenen Dielen…
Gruß Susanne