Kellerwand feucht, Regress ?, wie abdichten ?

Guten Tag,

ich habe vor einem Jahr unsere Hauseinfahrt mit einem Drainstein verlegen lassen. Dazu habe ich eigenständig einen ca. 20cm Betonuntergrund entfernt und seither eine sozusagen für Regenwasser „permeable“ Einfahrt. Hätte ich diesen Beton nicht entfernt, wäre der Drainstein sinnlos gewesen. Scheint, als hätte ich mir dabei ins Knie geschossen.

Zu meinem Problem: bei einem 48 Stunden Dauerregen riß mein Kellerputz auf und es „leckte“ aus der Wand. Nicht sehr viel, aber mindestens so viel, dass ich befüchten muß, meine Kellerwand ist durchgeweicht. Sollte vielleicht dazu sagen, dass es seither nicht mehr durch die Wand süfft. Wir hatten allerdings auch keinen Starkregen mehr und meine Befürchtung ist weiterhin, dass ich jetzt vor der Kellerwand eine Badewanne voll Wasser stehen habe. Das Regenwasser von angrenzenden Dachflächen fließt geordnet über eine 60cm tiefe Regenleitung ab.

Ich frage mich jetzt im wesentlichen 2 Sachen:

  1. kann und sollte ich versuchen meinen Handwerker in irgendeiner Form zu belangen? M.E. hätte er mindestens eine Drainage legen müssen, was nicht erfolgt ist. Über Zustand und Vorhandensein der eigentlichen Drainage am Fundament weiß ich leider nichts, da unser Haus von Anfang der 70er ist (vielleicht war da nie eine, weil die Einfahrt ja betoniert war).

  2. sieht irgendjemand eine andere Chance, als die Einfahrt erneut aufzurupfen, tief zu graben und die Hauswand fachmännisch abdichten zu lassen?

und vielleicht
3) wieviel Aussicht auf Erfolg hat das viel diskutierte Abdichten von innen (soetwas wie Kiesol)?

Vielen Dank für Eure hoffentlich reichhaltigen Beiträge
Lacalusti

Hallo,

  1. kann und sollte ich versuchen meinen Handwerker in
    irgendeiner Form zu belangen? M.E. hätte er mindestens eine
    Drainage legen müssen, was nicht erfolgt ist. Über Zustand und
    Vorhandensein der eigentlichen Drainage am Fundament weiß ich
    leider nichts, da unser Haus von Anfang der 70er ist
    (vielleicht war da nie eine, weil die Einfahrt ja betoniert
    war).

Wer hat geplant und was war Auftragsgegenstand ? Wenn Dein handwerker Pflasterer ist, dann kann er Pflaster legen ist aber für die Abdichtung für Gebäude nicht der Ansprechpartner. Aber wie gesagt, was war geplant und was war vertraglich vereinbart?

  1. sieht irgendjemand eine andere Chance, als die Einfahrt
    erneut aufzurupfen, tief zu graben und die Hauswand
    fachmännisch abdichten zu lassen?

So aus der Ferne - Ausgraben und Abdichten von aussen

und vielleicht
3) wieviel Aussicht auf Erfolg hat das viel diskutierte
Abdichten von innen (soetwas wie Kiesol)?

Damit kann man effektiv horizontal abdichten. Vertikal geht am sichersten von aussen.

Chr.

Hallo Christian,

na ja, geplant und beauftragt war sicher „nur“ die Pflasterung der Einfahrt mit Drainstein. Der Handwerker ist ursächlich Gartenbauer.

Was verstehst Du unter horizontalem und vertikalem Abdichten? Ist für meinen Fall horizontal ungeeignet?

Danke.
Lacalusti

Hallo,

alos ein Gebäude, welches sich im Erdreich befidnet, muss gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Hierzu muss das Gebäude horizontal (im waagerechten Verlauf des Mauerwerks) gegen aufsteigende Feuchtigkeit und vertikal an der Aussenseite (auch Innenseite möglich) abgedichtet werden.

Da fliesen Materialkomponenten und Lastfälle des anstehenden Wassers wie auch Erdstoffparameter etc. ein.

Um diese Thematik ausreichend zu verstehen, bedarf es einige Seminare Baukonstruktionslehre. Mein Professor für Baukonstruktionslehre hat beim Studium uns 3 Semster wöchentlich „gequält“ mit dieser Thematik - so facettenreich und umfassend ist dies.

Vielleicht helfen die beiden Links.

Vertikale Abdichtung:
http://www.am-waeldchen.de/aw1024/mautrovert.html

Horizontale Abdichtung:
http://www.am-waeldchen.de/aw1024/mautrohori.html

Christian